Die eng vernetzte US-Szene der Klimaskeptiker fasst in Deutschland Fuß. Ihr Wegbereiter ist ein vermeintliches Institut in Jena.
Der Name macht mächtig Eindruck: Europäisches Institut für Klima und Energie, kurz Eike. Von Eikes Seriosität - es gibt einen Fachbeirat, Grundsatzpapiere und Publikationen - kann man sich allerdings nur im Internet überzeugen. Denn Eike, das sich dem Kampf gegen den Klimaschutz verschrieben hat, ist gar kein Institut, sondern ein Verein ohne Büro, mit nur einer Postfachadresse in Jena.
Wer das Europäisches Institut für Klima und Energie sucht, findet nur ein Postfach. Einfluss haben seine Mitglieder dennoch. (© Foto: ddp)
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Sein Präsident: Holger Thuss, ein Jenaer CDU-Lokalpolitiker und Verleger konservativer Bücher. Eikes Pressesprecher: Horst-Joachim Lüdecke, ein pensionierter Professor für Strömungsmechanik. "Wir brauchen keine Klimaforscher", sagt Lüdecke, schließlich gebe es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass CO2 die Atmosphäre aufheizte. Und deshalb können im Fachbeirat auch ein Materialforscher, ein Radiologe und ein Elektronikspezialist sitzen.
Was skurril klingt, ist durchaus ernst zu nehmen: Über Eike hat die weit verzweigte und eng vernetzte US-Szene der Klimaskeptiker in Deutschland Fuß gefasst. Denn Eike-Präsident Thuss ist zugleich Gründer von CFACT Europe, dem Ableger des amerikanischen "Committee for a constructive tomorrow", das 2008 mit fast 600.000 Dollar zu den größten Spendenempfängern des Ölkonzerns ExxonMobil gehörte. Eike selbst erhält Lüdecke zufolge kein Geld von Konzernen. Nachprüfen lässt sich das nicht, denn in Deutschland müssen sogenannte Think-Tanks ihre Geldgeber nicht offenlegen.
Gehör verschafft sich Eike auch außerhalb des Netzes - etwa durch Tagungen. So organisierte das Institut zusammen mit der FDP-nahen Naumann-Stiftung Anfang Dezember in Berlin eine "internationale Klima-Tagung". Hauptredner war Fred Singer, ein pensionierter Meteorologe, der in der Szene derjenigen, die den Klimawandel leugnen, zu den Stars gehört. Singer ist Mitglied von so ziemlich jedem klimaskeptischen Verein, unter anderem des Heartland Institute, einer konservativen Denkfabrik, die in den USA den Ton angibt und seit ein paar Jahren große Konferenzen gegen den Klimawandel organisiert.
Unter den Heartland-"Experten" finden sich altbekannte Namen wie Tschechiens Präsident Vaclav Klaus oder der US-Wissenschaftler Richard Lindzen, der die Klimaforschung gerne mit der politisch gewollten Eugenik des frühen 20. Jahrhunderts vergleicht. Weiterer Redner bei Eikes Klimatagung war Lord Monckton, auch er ein Handlungsreisender gegen den Klimawandel. Nach seinem Auftritt in Berlin flog Monckton, der als Berater der früheren Premierministerin Margaret Thatcher Karriere machte, nach Australien - der Kohlekonzern Hancock Prospecting hatte ihn zu einer Vortragsreise eingeladen.
Beste Kontakte bestehen aber nicht nur zwischen den klimaskeptischen Denkfabriken, sondern auch zur rechten Szene. Zahlreiche Mitglieder des Heartland Institutes sind am rechtskonservativen britischen "International Policy Network" beteiligt oder am "Bruges Group", einem eurokritischen Think-Tank des Königreichs, der wiederum enge Verbindungen zur rechtsradikalen British National Party unterhält.
Ob Mobiltelefone oder drahtloses Internet krank machen können, wird eifrig diskutiert, und es gibt in jedem Haushalt eine Fülle weiterer Sender. Ein Schwerpunkt dazu, was die Forschung über deren Wirkung weiß. Jetzt lesen ...
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(SZ vom 31.03.2010/beu)
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Frau Rubner hat sich nichts vorzuwerfen. EIKE ist sicherlich nicht das, was sich der Normalbürger unter einem Institut vorstellt. Der Name, unter dem die Leute um Thuss auftreten, spiegelt etwas vor, was es nicht gibt. Punkt.
Laut Wikipedia kann ein Institut "eine Lehr- oder Forschungseinrichtung sein - zumeist an Hochschulen oder Akademien - aber auch eine kulturelle, künstlerische oder wirtschaftliche Organisation". Und nur weil Deutsche zugleich Europäer sind, kann doch noch lange keine Rede von einem "europäischen" Institut sein, solange der Kreis der Beteiligten nicht deutlich internationaler zusammengesetzt ist.
Ein Institut ist eben mehr als ein loser Zusammenschluss von Menschen (laut Impressum auf der EIKE-Website handelt es sich nicht um einen eingetragenen Verein). Ein Institut hat einen Sitz, an dem diese Menschen zumindest zeitweise arbeiten, und nicht nur eine Post(fach)anschrift.
Ob EIKE von Exxon Geld bekommen hat, ob direkt oder indirekt, ist dabei unerheblich. Cfacts hat früher von denen richtig viel Geld bekommen und streitet das nicht ab. Eine simple Website, wie EIKE sie betreibt, kostet nicht viel Geld, jemand wie Cfacts-Vormann Thuss könnte sich ihren Betrieb gewiss auch so leisten. Veranstaltungen, die auf der EIKE-Website beworben werden, kosten Teilnahmegebühr, es gibt also Einnahmen. Außerdem wirbt der nicht eingetragene Verein um Spenden - was fürs Finanzamt interessant sein dürfte, denn wo kein e.V., da keine Rechtsperson für die Gemeinnützigkeit. Auf wessen Namen wohl das Kreditkartenkonto lautet? Ein Schatzmeister wird ja im Impressum auch nicht ausgewiesen.
Wichtig ist, dass Cfacts keine Skrupel hatte, die Landschaftspflegetöpfe eines Ölkonzerns zu nutzen. Doch selbst das ist kein Grund, Thuss & Co. zu unterstellen, sie würden nicht selber gerne glauben, was sie verbreiten. Das Schöne für Exxon & Co. ist doch, dass es genug Menschen gibt, die nicht wahrhaben wollen, dass ihr Lebensstil nicht gut für diesen Planeten ist. Es reicht völlig, den Mitteilungsbedürftigen unter ihnen ein wenig unter die Arme zu greifen.
Gottseidank gibt es jetzt erste offizielle Legitimationen, einfach weiter jeden Meter mit dem SUV zu fahren und soviel Strom zu verprassen, wie die Steckdose hergibt. Müll vermeiden oder gar trennen, bewusstes Einkaufen etc. - alles nur Hirngespinste irrer Hysteriker. Solange es noch irgendwo (nach 12 Std. Flug) ein sauberes Tauchrevier gibt, ist die Welt noch supi in Ordnung. Und Fische - sind zwar manche ausgestorben, aber es gibt ja noch genug andere! Vom Schwermetall darin bekommt man zwar Alzheimer, aber das erleichtert ja das unbeschwerte Leben im Hier und Jetzt!
Wundert Euch aber nicht, wenn Euch Eure luxusgepamperten Kinder oder Enkel mal in den Arsch treten, weil uns die verseuchten Paradiese noch zu deren Lebzeiten um die Ohren fliegen und sie die Tiere nur aus dem Museum kennen...
die nächste Kampagne ist schon im Anmarsch: "Meerwasserversauerung".
Dieses Wort werden wir in Zukunft öfter hören - und in der SZ lesen.
und wenn in höchstens 5 Jahren sogar die Journalisten begriffen haben , dass der Klimawandel nicht menschengemacht ist ,werden sie ihn ebenso wie das Waldsterben vergessen und neue Schreckensprognosen erstellen, vermutlich den Weltuntergang in 100 Jahren.
Das Klima verändert sich, unbestreitbar. Schon alleine aus der Tatsache heraus, weil es noch nie statisch war, sondern sich immer verändert hat, mitunter auch sehr aprupt, wie z.B von ca. 1300 auf 1350.
Aber resultieren daraus auch die so oft herbei beschworenen Katastrophen, muß es nur schlimm werden, wenn es wärmer wird?
Oder kann es nicht auch sein, dass wie im jetzigen Klima es Gewinner und Verlierer geben wird?
Liegt es wirklich an der Zunahme und Heftigkeit von Stürmen, dass die Schäden heute höher sind, als noch vor hundert Jahren, oder spielt da auch die Zunahme der Besiedelung eine Rolle. Z.B. Gegenden in den Südstaaten der USA waren klimatisch gesehen, schon immer sehr unuhig, viele Landstriche waren deswegen dort auch nur dünn besiedelt. Mit dem Aufschwung in den letzten dreissig Jahren hat sich dies geändert, mit dem Effekt, dass, wo jetzt mehr Häuser stehen, auch mehr Dächer abgedeckt werden können.
Auch hier zu Lande wird gejammert, wieviele Bäume jedes Jahr vom Sturm entwurzelt werden, dabei aber ganz vergessen, bei den meisten Schäden handelt es sich um Windbruch in Monokulturen, meist bestehend aus dürren Fichten, bei denen es nicht viel braucht, um sie um zu blasen. Naturwälder widerstehen auch den heutigen Stürmen meist recht gut, im Gegenteil, Bäume benötigen das "durchpusten" manchmal um Totholz und morsche Äste los zu werden.
Wenn es wärmer wird, steigt auch die Wasser Verdunstung, es wird in manchen Gegenden noch mehr regnen als heute, aber es werden auch Gegenden betroffen sein, die heute noch unter großer Dürre leiden, wie z.B. die Sahelzone.
Wenn die Polkappen schmelzen,heisst es, dann versinken weite Landstriche im Meer, Horrorszenarien sehen den Kölner Dom nur noch mit den Spitzen aus den Fluten rage, Was war aber im Mittelalter, als auf Grönland Viehzucht und rudimentärer Ackerbau möglich war und die Eiskappen wesentlich dünner waren, als heute, -in den Alpen die meisten gegenwärtlichen Gletscher gar nicht oder nur in Resten vorhanden (die Alpengletscher sind so, wie sie sind vor 400 bis 200 Jahre entstanden), sprich, wahrscheinlich wesentlich mehr Wasser ungebunden im Kreislauf unterwegs war, da war Holland und Norddeutschland trotzden nicht irgendwo in der Nordsee versunken.
Die Klimaforschung hat in den letzten Jahren hauptsächlich durch eine Panik und Angstmache geglänzt, die mit seriöser Wissenschaft nur noch ganz wenig zu tun hat.
Es warja schon auffällig, dass zu Beginn der Weltwirtschaftskrise sich auch
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