Internationale Raumstation So lässt sich die ISS am Himmel beobachten

Mit bloßem Auge ist die ISS derzeit von der Erde aus erkennbar, sie leuchtet wie ein heller Stern. Auch in Deutschland lässt sich die Internationale Raumstation von vielen Orten aus beobachten. Wer sie bei Dämmerung sehen will, muss nur die genauen Uhrzeiten kennen.

Groß wie ein Fußballfeld, nur 400 Kilometer über der Erde und hell wie ein Stern fliegt die internationale Raumstation ISS über der Erde - und lässt sich, beleuchtet von der Sonne, derzeit mit bloßem Auge beobachten. Dabei ist die Station so schnell, dass sie von einem Ort nur wenige Minuten zu sehen ist.

Damit man die ISS nicht verpasst, hat die US-Luftfahrtbehörde Nasa genau aufgelistet, wann sie in welchem Land und in welcher Stadt wie lange über den Himmel fliegt. In München ist die Raumstation an diesem Sonntag zum Beispiel um 20.50 Uhr für vier Minuten und um 22.25 Uhr für drei Minuten zu sehen. In der Liste steht auch, in welchem Grad zur Erde sich die Station befindet, ob sie also flach über der Erde fliegt oder steil am Himmel zu sehen ist.

Die ISS kommt immer von Westen aus angeflogen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt rät, sich für die Beobachtung einen Ort auszuwählen, an dem möglichst keine Straßenlaternen oder andere Lichtquellen die Sicht beeinträchtigen. Außerdem gibt das Zentrum Tipps, wie sich die ISS am besten fotografieren lässt.

Auch am Computer kann man die ISS verfolgen, zum Beispiel auf dieser Webseite. Dort sieht man in Echtzeit, wie schnell sich die Station gerade bewegt und wo über der Erde sie sich befindet.

Wem der Anblick von der Erde aus nicht genügt, kann auch die Perspektive der ISS einnehmen. Denn die Station nimmt über Kameras den Blick auf die Erde auf - live verfolgen kann man diese Bilder hier.