Arktis Riesiger Eisberg von Gletscher abgespalten

Auf Grönland ist erneut ein riesiger Eisbrocken abgebrochen. Der Koloss ist zweimal so groß wie Manhattan - und für Experten ein alarmierendes Zeichen.

Wissenschaftler beunruhigt das Naturschauspiel: Erneut ist vom Petermann-Gletscher in Grönland ein Stück abgebrochen. Satellitenaufnahmen der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigen, wie sich ein riesiger, circa 120 Quadratkilometer großer Eisberg - anderthalbmal so groß wie der Chiemsee - vom Gletscher abspaltet, berichtet die BBC.

Vor fast zwei Jahren hatte sich bereits ein 200 Meter dicker Koloss von dem Gletscher abgelöst. Auch in dem Fall war der Eisgigant mit der Höhe eines 50-stöckigen Hauses auf Bildern der Nasa entdeckt worden. Das Bruchstück war etwa 260 Quadratkilometer groß.

Der Petermann-Gletscher liegt etwa 1000 Kilometer südlich des Nordpols. Er schiebt sein Eis aus dem Landesinneren in einer langgestreckten Zunge ins Meer hinaus. Von Zeit zu Zeit brechen Teile ab - dann "kalbt" der Gletscher

"Es ist keine Katastrophe, aber mit Sicherheit ein einschneidendes Ereignis", sagte der Wissenschaftler Andreas Münchow von der University of Delaware der Nachrichtenagentur AP zu dem neuesten Abbruch. Andere Beobachter sprechen demnach hingegen von einem "dramatischen" und "verstörenden" Vorfall.

Dass Gletscher solche Brocken kalben ist allerdings nicht ungewöhnlich, heißt es im BBC-Bericht weiter. Doch dass es am Petermann-Gletscher vermehrt zu solchen Schauspielen kommt, überrasche viele Experten.