Man muss nur genug über die Evolutionstheorie wissen, um sie zu akzeptieren, meinen viele Biologen. US-Forscher haben diese Annahme nun untersucht - und kommen zu einem ganz anderen Ergebnis.
Wieso lehnen so viele Menschen die Evolutionstheorie ab? Wieso finden sich sogar unter angehenden Biologielehrern in Deutschland etliche Kreationisten, die lieber an einen Schöpfer aller Arten glauben als an einenlangsamen Entwicklungsprozess? Wissenschaftler der Ohio State University in Columbus, USA, bieten eine Erklärung für ein Phänomen an, das Naturwissenschaftler zur Verzweiflung bringt.
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Viele Menschen lehnen die ursprünglich von Charles Darwin entwickelte Evolutionstheorie ab. Das hat möglicherweise weniger mit Religion zu tun als viele Menschen annehmen. (© SCHERL)
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Ihre Antwort: Viele lassen sich nicht überzeugen, weil ihr Bauchgefühl dagegen spricht, dass Mensch und Affe denselben Vorfahren haben und dass alles Leben auf Einzeller zurückgeht - das Gefühl behält im Zweifelsfall die Oberhand über den Verstand.
"Die ganze Vorstellung davon, dass die Evolutionstheorie sich durchsetzen müsste, beruht auf der Annahme, dass die Menschen sie akzeptieren, wenn sie sie nur verstehen; wenn sie die Logik dahinter sehen", erklärt David Haury, einer der Autoren der Studie. Das aber ist ein Irrtum, wie sie im Fachmagazin Journal of Research in Science Teaching berichten.
Bislang sei die Forschung zu dieser Frage widersprüchlich gewesen, so Haury. Mal gibt es Hinweise auf einen Zusammenhang mit mangelndem Wissen oder mit religiösen Überzeugungen, mal nicht. Deshalb haben die Wissenschaftler nach anderen Faktoren gesucht. Und da inzwischen viele Untersuchungen belegen, dass wir uns viel weniger an guten Argumenten orientieren als wir glauben, hat das Team überprüft, ob dies auch eine Rolle bei der Bereitschaft spielt, die Theorie von der Entstehung der Arten zu akzeptieren.
Dazu befragten sie mehr als 120 angehende Lehrer an zwei südkoreanischen Universitäten. Für das ostasiatische Land hatten sich die Wissenschaftler entschieden, da das Studium dort stark standardisiert ist und die Studenten eines Semesters etwa im gleichen Alter sind.
"Vom Bauchgefühl zum Narren gehalten"
Darüber hinaus gab mehr die Hälfte der Teilnehmer an, keiner Glaubensgemeinschaft anzugehören, so dass weniger Studenten aus religiösen Gründen zum Kreationismus geneigt haben dürften. In einer vergleichbaren Gruppe von Studenten in den USA wären dies wahrscheinlich deutlich mehr gewesen, da dort nur etwa 16 Prozent der Bevölkerung keiner Glaubensgemeinschaft angehören. Zwar akzeptieren viele Gläubige die Evolutionstheorie - die Zahl der Kreationisten, die daran festhalten, dass ein Schöpfer alle Arten geschaffen hat, ist unter ihnen jedoch relativ hoch.
Haury und seine Kollegen untersuchen, welche Einstellung die Studenten im Allgemeinen zur Evolutionstheorie hatten, ob sie die wichtigsten Konzepte und die wissenschaftlichen Erkenntnisse dahinter für richtig hielten.
Dann beantworteten die Probanden Testfragen zu einzelnen Aspekten der Evolutionstheorie. Dabei sollten die Versuchsteilnehmer nicht nur zeigen, was sie tatsächlich wussten, sondern auch noch angeben, wie überzeugend sie die Antworten empfanden - ausgehend von ihrem Bauchgefühl.
Wie sich zeigte, waren Studenten dann am ehesten von der Evolutionstheorie überzeugt, wenn sie auch das Gefühl hatten, dass die Aussagen zutreffen. Und das galt unabhängig von ihrer Religiosität und ihrem Wissen.
Ihre Erkenntnisse, so hoffen die US-Forscher, deuten auf einen Ansatz hin, die Evolutionstheorie effektiver zu lehren. So könnte man Schüler und Studenten auf die Rolle ihrer Gefühle hinweisen, indem man ihnen sagt: "Schau, Du kannst zum Narren gehalten werden und falsche Entscheidungen treffen, weil Du dein Bauchgefühl nicht leugnen kannst", erklärt Haury.
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(Süddeutsche.de/mcs/olkl)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Ich vertraue da einfach auf die Listen der Vernunft und halt es derweil mit dem britischen Humor:
"You can lead a horse to the water, but you can't make it drink."
Wobei wir wieder bei der Frage wären, wie die Evoutionstheorie am besten zu lehren und zu lernen wäre. Oder ist es das Wasser, welches noch nicht gut genug schmeckt?
"Meine Unlust hier auf Beiträge zu antworten, rührt übrigens einfach daher, dass hier Beiträge verschwinden, über die grade debattiert wird. Das nervt kollossal."
Da stimme ich absolut zu, aber das ist hier im Forum so und von der Moderation offenbar gewollt. Ich habe das schon mehrfach thematsiert aber nie eine Antwort erhalten und finde diese Praxis tatsächlich ziemlich unverschämt, da ja eine "Nettiquettesperrung" auch möglich wäre und man als user so aber zumindest eine rückmeldung hat. Aber da rennen Sie hier bei der Onlineredaktion gegen Windmühlen an... :-((
aber mir war auch schon vorher klar, was es mit Neurodidaktik auf sich hat. Ich mag nur einfach nicht dieses neumodische Umschreiben von dem, was Pädagogik auch schon vor der Neurodidaktik genauso gut konnte. Insofern sehe ich da keine Anwendungen für die alltägliche Praxis, die irgendwie innovativ wären. Meine Unlust hier auf Beiträge zu antworten, rührt übrigens einfach daher, dass hier Beiträge verschwinden, über die grade debattiert wird. Das nervt kollossal.
Neuroplastizität ist keine neurochirurgische Domäne sondern eine grundlegende Fähigkeit der Nervenzellen und zugehöriger Strukturen, sich je nach Art und Ausmaß ihrer Beanspruchung und Verwendung zu verändern. Im Detail: Gemachte Erfahrungen und individuelle Eindrücke modifizieren die Gehirnarchitektur durch den Neuaufbau und Umbau der neuronalen Verbindungen, wodurch z.Bsp. Brückenschläge zu vorhandenem Wissen erfolgen oder ungenutzte Wege verschwinden. Ohne neuronale Plastizität wäre Lernen nicht möglich. Daraus folgt nicht nur die Veränderbarkeit des Nervensystems bis ins hohe Alter sondern es ergeben sich auch ganz praktische Anwendungen für die ganz alltägliche Pädagogik.
Stilistisch zwar nicht besonders anspruchsvoll- aber dafür etwas praktischer, werde ich meine Antworten mal durchnummerieren.
1. Ihre erste Antwort auf meinen ebenfalls ersten Kommentar hat außer meinem Zitat in diesem Forum keine Spuren hinterlassen- nicht mal der Hinweis auf fehlende Veröffentlichbarkeit des Moderators findet sich- das meinte ich mit sang-und klanglos.
2. Wenn Sie Kommentare im Internet außerhalb des Forums veröffentlichen, welches vom Verfasser dafür gewählt wurde, benötigen Sie dessen Zustimmung- in diesem Fall meine. An eine Anfrage Ihrerseits kann ich mich aber nicht erinnern- und um allen Spekulationen aus dem Weg zu gehen: ich möchte nicht, dass Sie etwas von mir Geschriebenes woanders ins Netz stellen.
3. Dass Sie in einem Forum mit doch einer recht ansehnlichen Anzahl von Beiträgen auftreten, dann aber offenbaren, dass Sie "keine Lust" haben mir "hier zu antworten, obwohl..." usw. finde ich, um es auch freundlich auszudrücken, zumindest nicht ganz schlüssig. Aber vielleicht wollen Sie ja auch nur mit m i r nicht darüber diskutieren- steht ja jedem frei.
4. Auch wenn ich kein "Fachdidaktiker Biologie" bin, ist mir aufgefallen, dass sich der o.g. Artikel mitnichten mit "der Frage, was Evolutionstheorie eigentlich beschreibt und erklärt" befasst, sondern eher damit, warum "...so viele Menschen die Evolutions-theorie..." ablehnen und weshalb "sich sogar unter angehenden Biologielehrern in Deutschland etliche Kreationisten, die lieber an einen Schöpfer aller Arten glauben als an einen langsamen Entwicklungsprozess" befinden.
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