Gesundheitsfachleute aus SPD und CDU fordern, die Homöopathie aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zu nehmen, da es keinen wissenschaftlichen Wirkungsnachweis gibt.
Immer mehr Krankenkassen nehmen unter dem Druck der Nachfrage der Patienten Homöopathie in ihren Leistungskatalog auf. So hat etwa die Techniker Krankenkasse (TK) erst im Herbst 2009 Angebot entsprechend ausgeweitet.
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Die Wirkung homöopathischer Präparate ist umstritten. Auch nach Hunderten medizinischen Studien gibt es bisher keinen klaren Nutzennachweis für die Mittel, sagt der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses aus Ärzten und Krankenkassen, Rainer Hess. (© dpa)
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Doch Experten von SPD und CDU stellen den Sinn der homöopatischen Behandlung nun in Frage.
Nachdem bereits Karl Lauterbach (SPD) im Spiegel gefordert hat, man solle gesetzliche Krankenkassen "verbieten", Homöopathie zu bezahlen, hat nun auch der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn der Berliner Zeitung erklärt, seine Fraktion sei offen für diese Forderung. "Sollte die SPD hier nun gesprächsbereit sein, können wir sie morgen abschaffen."
Lauterbach, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, hatte kritisiert, mehr als die Hälfte aller gesetzlichen Kassen würden die Leistungen von Homöopathen erstatten. "Viele Patienten glauben, die Kassen zahlen nur das, was auch nachweisbar hilft. Deshalb adeln die Krankenkassen mit ihrem Vorgehen die Homöopathie."
Für diese aber gebe es keinen wissenschaftlichen Nachweis für den Nutzen, ergänzte Jens Spahn in der Bild-Zeitung.
Auch der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses aus Ärzten und Krankenkassen, Rainer Hess, hält die jetzige Situation für "extrem unbefriedigend". Es gebe nach Hunderten medizinischen Studien bisher keinen klaren Nutzennachweis für die Homöopathie, dennoch müssen die Krankenkassen sie bezahlen. "Es hat schon viele Anläufe gegeben, die Schutzvorschrift für derartige Mittel zu streichen", kritisierte Hess, "aber einflussreiche Politiker haben dies immer wieder verhindert."
Der künftige Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Jürgen Windeler, sagte dem Spiegel: "Die Homöopathie ist ein spekulatives, widerlegtes Konzept." Bis heute sei nicht erwiesen, dass die Methode einen medizinischen Nutzen habe. "Dazu muss man auch gar nicht mehr weiterforschen, die Sache ist erledigt", sagte Windeler, der am 1. September seinen Posten als oberster Medizinprüfer antritt.
Grünen-Fraktionschefin Renate Künast dagegen erklärte, ihre Partei lehne eine generelle Herausnahme von Naturheilverfahren aus der gesetzlichen Krankenversicherung ab. "Die pauschale Kritik an der Homöopathie verkennt, dass selbst die Schulmedizin in vielen Fällen auf die industrielle Nachahmung von Heilmitteln zurückgreift, die es in der Natur kostenlos gibt."
Die Kritiker der Homöopathie allerdings werfen dieser alternativen Behandlungsmethode gar nicht vor, dass hier Heilmittel verwendet werden, die in der Natur vorkommen. Vielmehr gibt es keinen Wirkungsnachweis über den sogenannten Plazeboeffekt hinaus. Das heißt, die Globuli (Zuckerkügelchen), die alkoholischen Lösungen oder Tabletten wirken nicht besser als Scheinmedikamente. Das Besondere an der Homöopathie ist auch nicht in erster Linie die Verwendung von natürlichen Stoffen, mit denen nach den Vorgaben des Arztes Samuel Hahnemann (1755 - 1843) "Gleiches mit Gleichem behandelt wird - darunter Substanzen wie das Gift der Honigbiene und der Schwarzen Witwe oder die Krätze-Nosode Psorinum (Eiter).
Außergewöhnlich ist vor allem die homöopathische "Potenzierung". Bei dieser "Verstärkung" handelt es sich um eine so starke Verdünnung der Substanzen, dass die Wirkstoffe häufig gar nicht mehr nachweisbar sind. Dass trotzdem eine Wirkung möglich sein soll, erklären Homöopathen manchmal mit einer angeblichen Erinnerungsfähigkeit des Wassers - ein Phänomen, das bislang allerdings genauso wenig nachgewiesen werden konnte wie eine Wirksamkeit der Mittel überhaupt.
Auch die sogenannten Schüßler-Salze sowie die Mittel der Bach-Blütentherapie (z.B. Rescue Tropfen) und etliche "Heilmittel" der anthroposophischen Medizin werden auf eine entsprechende Weise "potenziert".
Homöopathie und Anthroposophische Medizin werden im Sozialgesetzbuch (Fünftes Buch) als "Besondere Therapierichtungen" geführt, die ohne Wirksamkeitsnachweis verordnet werden. Ob die Einsparung der Kosten solcher Behandlungen zu einer wirkungsvollen Entlastung der Krankenkassen führt, ist umstritten. Nch Angaben von Künast stehen die Kosten für Homöopathie in keinem Verhältnis zu den gigantischen Summen, die für Schulmedizin ausgegeben würden. "Wer die Kosten im Gesundheitswesen dämpfen will, sollte sich dort um die großen Mitnahmeeffekte kümmern, die keinen praktischen Nutzen für die Patienten haben."
Der Sprecher des Kassen-Spitzenverbands, Florian Lanz, sagte: "Jetzt passiert, was wir befürchtet hatten: Die Ärzte sollen trotz ihrer Rekordeinnahmen auch im nächsten Jahr wieder eine saftige Honorarerhöhung bekommen und gleichzeitig wird gefordert, für die Versicherten Leistungen zu streichen."
Nicht nur in Deutschland kommt die Homöopathie unter Druck. Bereits im Mai hatte auch die britische Ärztevereinigung British Medical Association auf ihrer Jahreskonferenz gefordert, Homöopathie zu verbieten. Denn, wie Tom Dolphin, der stellvertretende Vorsitzende des Ärzte-Ausschusses der BMA in England erklärte: "Die Homöopathie ist Zauberei." Für ihren Einsatz im öffentlichen Gesundheitssystem dürften nicht die Steuerzahler die Zeche zahlen.
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(sueddeutsche.de/dpa/apn/AFP/mcs/woja)
Demonstrationen in Hamburg
Der nächste gefährliche Stumpfsinn sind die Behandlungsmethoden bei Bluthochdruck. Wobei nichts gegen Behandlung von lebensbedrohendem Bluthochdruck einzuwenden ist! Aber was geschieht denn in der Praxis? Da wird oft ein Blutdruck herbeitherapiert, der dem idealen Blutdruck angenähert wird. Ja, Patienten machen das oft sogar mit den ihnen unterjubelten Messgeräten und Medikamenten selbst.
Dass die Blutgefäße von vielen Menschen, insbesondere von älteren, "verkalkten" Patienten, oft verstopften Rohrsystemen gleichen, die einen höheren Druck brauchen, um die lebenswichtigen Organe richtig versorgen zu können, wird da oft einfach ignoriert. Und so kommt es, wie es kommen muss: Nach dem Messen und Einnehmen von blutdrucksenkenden Mitteln gehen ältere Menschen auf die Straße und werden wegen Unterversorgung ihres Gehirnes schwindlig und stürzen.
Mit nicht mehr wirklich zu heilenden Brüchen oder langwierig zu behandelnden Brüchen. Dass die mit Blut untersorgten Organe außerdem mit der Zeit absterben müssen, sollte wohl auch klar sein.
Aber ich höre schon den Ruf nach den Blutverdünnungsmitteln, die ja auch so eine richtige Mode geworden sind und fast schon standardmäßig und immer häufiger verabreicht werden. Weil sie ja auch so harmlos und gut ausgetestet sind. Nicht wahr? Mir selbst sind Fälle bekannt, wo es nach Verabreichung von solchen Mitteln nicht nur zu Funktionsstörungen, sondern auch zu gefährlichen Blutaustritten in Gewebe und Organe (z.B. in die Augen) gekommen ist. Natürlich braucht man auch Blutverdünnungsmittel. Aber das sollte genauso wegen der gefährlichen Nebenwirkungen auf die unbedingt notwendigen Fälle beschränkt werden.
So wird nicht nur Erwachsenen, sondern oft auch schon Kleinstkindern - nicht selten sogar bei den harmlosesten Krankheiten, welche die Hausmedizin kennt - mit den schwersten Geschützen der klassischen Medikamente (Antibiotika u. Cortisonpräparate) Kalt-Warm gegeben.
Was nicht nur die Zerstörung der eigenen Darmflora und Störung etlicher Körperfunktionen zur Folge hat, sondern die Patienten auch für zukünftige Behandlungen mit harmloseren (klassischen!) Medikamenten immer reaktionsloser macht. Oder kennt jemanden einen Menschen, der noch nie Antibiotika bekommen hat?
Wobei man noch ergänzen könnte, wer's nicht über den klassischen Arzt bekommt, kriegt es über die Lebensmittel, weil die klassischen Tierärzte genauso ihre Patienten, die Tiere, mit Antibiotika zuschütten.
Dann kommt noch dazu, dass mit den klassischen Medikamenten die Patienten oft irreparabel therapiert und zu Dauerkunden der klassischen Medizin gemacht werden. Es wird z.B. unter anderem von Kritikern der klassischen Medizin angenommen, dass die explodierende Zahl von Diabetikern und anderen Kranken, die auf Dauerbehandlung angewiesen sind, auf die klassische Behandlung zurückzuführen ist. Durch die zu rasche Verabreichung und durch die zu starke Dosierung von Medikamenten stellen die menschlichen Körper ihre eigenen Funktionen und Bemühungen um Gesundung ein, weil sie ja sowieso alles von außen durch die Ärzte zugeführt bekommen.
Ein weiterer gefährlicher Stumpfsinn sind die Behandlungsmethoden vieler klassischer Ärzte bei Hautkrankheiten. Da wird mit allen möglichen Präparaten, nicht selten schweren Cortisonpräparaten, versucht, die Haut zum Abheilen zu bringen.
So als ob die klassischen Ärzte noch nie davon gehört hätten, dass die Haut auch eines der wichtigsten Ausscheidungsorgane ist, das unter anderem auch Krankheitsprodukte aus dem Körperinneren an die Körperoberfläche abführen muss!!! Was in der Folge dazu führt, dass die Krankheitsprodukte im Körper bleiben und dort schwerste innere Erkrankungen verursachen. Z.B. Asthma, Herz- und andere Organerkrankungen.
...bei der Behandlung von bestimmten Krankheiten aber auch die klassischen Medikamente logischerweise nur Placebo sein.
Denn sonst müssten die klassischen Medikamente ja ungefähr die dreifache Erfolgsquote haben: Placebo-Wirkungen + zusätzlich ca. 2fachen Erfolg durch die Medikamente, die angeblich nachweislich wirken.
Oder nicht?
ist Ihnen entgangen, dass ab August 2010 keine Insulinanalogen mehr bezahlt werden - bzw. erstaunlicherweise nur noch einige sehr wenige Ersatzkassen bezahlen werden?
Die Streichungen betreffen also weit mehr, als nur den von Ihnen zitierten Bereich der Homöopathie. Und die Streichungen betreffen in Tat und Wahrheit auch "Produkte" der ach so bösen Pharmaindustrie.
Statt Feindbilder aufzubauen, sollte diskutiert werden, ob man sich nicht aus dem "Krankenversichern" völlig heraushält, die Menschen zu einer Grund-Krankenversicherung verpflichtet, die das Minimum einer ordentlichen Patientenversorgung hergibt. Alles darüberhinaus wäre dann Kür und privat zu versichern. Auch gehört die Versicherung der Familienmitglieder - mit reduziertem Betrag - doch längst auf den Prüfstand. Fakturen von Ärzten gehören in die Hand des Auftraggebers - Patient - und ein gehöriger Wettbewerb muss stattfinden. Davon hätte man innert kürzester Frist ein hervorragendes Ergebnis.
Warum begnügen Sie sich, liebe SZ, demographische Wahrheiten nicht zur Kenntnis zu nehmen. Es genügt doch dass eine classe politique dies tut.
In Wirklichkeit konnte man nicht einmal mitzählen, wie oft sich schon allein im letzten Jahrhundert klassische Medikamente als schädlich und kontraproduktiv herausstellten und aus dem Verkehr gezogen wurden. Oder von deren Einnahme dringend abgeraten wurde. Wie ist so etwas bei wirklich seriöser wissenschaftlicher Forschung möglich? Die klassische Medizin fällt auch ununterbrochen damit auf, dass höchst gefährliche Nebenwirkungen vor den Patienten und Ärzten verschwiegen oder nicht mit der gebotenen Deutlichkeit aufgezeigt werden. Man muss sich auch nur die Diskussionen der Ärzte über verschiedene Medikamente anhören.
Es scheint auch so zu sein, dass die Politiker bzw. der Rechtsstaat zwar bei Mängeln in Lebensmittelbetrieben einschreiten, wenn Gefahr für die Menschen droht (oft liegen nicht einmal Gefahren, sondern nur unvorschriftsmäßige Waren vor), aber bei Medikamenten scheint es ihnen völlig wurscht zu sein, welche "Giftbomben" selbst bei leichtesten Fällen Alten, Schwachen, Säuglingen aufs Auge gedrückt werden.
Auch ein Test, wie unwissend in Wirklichkeit Ärzte und Apotheker in Bezug auf das Zusammenwirken von Medikamenten oder ihre Giftwirkung sind, oder welche Medikamente ihre Patienten überhaupt nicht vertragen, würde etlichen Politikern, Patienten und Krankenkassen den Angstschweiß auf die Stirne treiben.
Ein bisschen mehr Bescheidenheit und Selbstkritik würde daher auch den klassischen Medizinern gut tun.
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