Wegen Verbrennungsgefahr Ikea ruft Tasse "Lyda" zurück

Die "Jumbotasse Lyda"

(Foto: obs/IKEA Deutschland Verkaufs GmbH & Co.)

Erst Pferd im Köttbullar, dann Schwein in der Elch-Lasagne - und jetzt trifft es auch noch die Kaffee- und Teetrinker: Ikea ruft eine Tasse aus ihrem Sortiment zurück. Weil sie zerspringen könnte, wenn heiße Getränke eingegossen werden.

Dieses Mal geht es nicht um Pferdefleisch, sondern um mit dem Bild einer Rose bedrucktes Porzellan. Tausende solcher Tassen sollen die Kunden zurück in eine Ikea-Filiale bringen, teilte die Möbelhauskette in Hofheim am Taunus mit.

Wenn sie daraus weiter ihren Kaffee oder Tee trinken, drohe Verbrennungsgefahr. Die "Lyda Jumbotasse", die zwischen August 2012 und April 2013 verkauft worden sei, könne zerbrechen, wenn heiße Flüssigkeiten eingegossen würden, begründet Ikea die Rückrufaktion.

Das Unternehmen bat deswegen seine Kunden, die Tassen nicht mehr zu benutzen. Der Kaufpreis werde in Ikea-Filialen erstattet. Von der "Lyda Jumbotasse" seien in Deutschland rund 26.000 Stück verkauft worden, sagte eine Ikea-Sprecherin.

Es lägen weltweit insgesamt 20 Berichte über Tassen vor, die während des Gebrauchs zerbrochen seien, einige auch aus Deutschland. Bei zehn der Vorfälle sei es zu Verletzungen gekommen. Wer den Küchenschrank voller Ikea-Geschirr hat, muss sich aber dennoch nicht sorgen: Andere Tassen aus dem Sortiment der Möbelhauskette seien von dem Problem nicht betroffen.

Indes setzt der inzwischen 87-jährige Patriarch und Firmengründer Ingvar Kamprad seinen Rückzug aus der Konzernspitze fort. Er macht seinen Platz als Aufsichtsratschef der Ikea Holding frei, sein jüngster Sohn Mathias Kamprad, 44, wird den Posten übernehmen. Ingvar Kamprad hatte in den vergangenen Jahren immer mehr seiner Kompetenzen und Posten in der komplexen Firmenstruktur des Möbel-Konzerns an seine Söhne abgegeben.