Wie die neue Bundesregierung aussieht, steht noch nicht fest. Doch Wirtschaftsexperten wissen schon, was sich ändern soll. Ihre Forderungen sind wenig populär.
Führende Wirtschaftsexperten haben von der künftigen Bundesregierung drastische Reformen zur Bewältigung der Wirtschaftskrise gefordert. Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, verlangte von der künftigen Bundesregierung einschneidende Änderungen.
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Ein neues Konjunkturprogramm, Rente mit 67, Pkw-Maut - die Wunschliste der Ökonomen an die künftige Bundesregierung ist lang. (© Foto: dpa)
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"Die alternde Gesellschaft in Deutschland braucht eine völlig neue Ausrichtung", sagte Walter der Bild am Sonntag: "Die Älteren werden länger arbeiten müssen, um die junge Generation nicht über Gebühr zu belasten, und für die staatlichen Aufgaben und Ausgaben brauchen wir einen radikalen Schnitt."
Einkommens- oder Mehrwertsteuererhöhungen seien das falsche Mittel: "Wer die Mittelschicht als Leistungsträger jetzt weiter belastet, wird Wachstum zerstören und damit die Chance auf Verschuldungsabbau verringern", sagte Walter. Zur Verbesserung der Finanzsituation schlug er neben Ausgabenbeschränkungen "die Einführung von Nutzungsentgelten wie Pkw-Maut oder Studiengebühren" auf.
Rudolf Hickel vom Institut für Wirtschaft und Arbeit der Universität Bremen plädierte für die Verlängerung der Kurzarbeit und zusätzliche staatliche Konjunkturmaßnahmen. "Erstens sollte die Regelung für Kurzarbeit verlängert werden, um weiterhin Fachkräfte zu halten. Zweitens sollte ein Konjunkturprogramm III aufgelegt werden", sagte Hickel Bild am Sonntag. Durch Wirtschaftswachstum und mehr Jobs zahle sich die staatliche Vorfinanzierung aus.
Damit die steigende Arbeitslosigkeit die Rentenversicherung nicht belaste, forderte Rentenexperte Bernd Raffelhüschen im Gespräch mit der Zeitung die Rücknahme der Rentengarantie. Sie sei falsch, weil sie Löhne und Renten entkoppele und somit den "Gleichbehandlungsgrundsatz zwischen Rentnern und Einzahlern" breche. Außerdem sei es nach den Worten von Raffelhüschen "zwingend notwendig, dass die neue Regierung die Rente mit 67 durchsetzt".
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(AFP/AP/gal/bavo)
...Einführung von Studiengebühren!!?? Haben wir schon lange!!!!
Wo lebt dieser Herr??
Mein Gott, Walter!!!!
Denn man kann die kaputtgearbeiteten einfach entsorgen...
Aus WIRTSCHAFTLICHER Sicht und im Sinne "DER WIRTSCHAFT" ( = der Topmanager und Großaktionäre incl. CDU+ FDP + SPD-Parteiführer) eine absolut realistische und vernünftige "SACHPOLITIK" (= eine Politik, bei der es um SACHEN, nicht um MENSCHEN geht). Das römische Reich hat mit dieser ERFOLGREICHEN WIRTSCHAFTSPOLITIK jahrhunderte ERFOLGREICH existiert... Wir wollen doch alle ein ERFOLGREICHES Deutschland.
max. 5 sec um die erste rote Bewertung zu bekommen. Schnellleser können so etwas, 3 Absätze lesen, analysieren & reflektieren - krass.
Das ist keine Vision, eher eine Umsetzung der Sachlage mit Volkswirtmitteln (hat halt nix anderes gelernt). Der Punkt ist das es keine andere Analyse geben wird. Arbeiten bis 75, war schon vorher eine logische Schlussfolgerung (Altersstruktur& Rentensystem). Ist nicht neu wird jedoch von den meisten Insassen dieser Republik ausgeblendet, es geht nicht das 1 Arbeitender 2 Rentner finanziert (Alternativen sind ein netter Krieg, Soilent Green o.Ä.).
Für den kurzfristigen Kurs der Fiskalpolitik ist (so hart wie es klingen mag) Keynes die wohl einzige Alternative. Hier mit der Gefahr der Nebenwirkungen Inflation/Deflation. Da keiner der Volkswirte ansatzweise abschätzen kann wohin die Reise geht, fordert man halt erstmal das was einem am nächstliegendsten einfällt (Maut / Studiengebühren).
Der Punkt hier ist jedoch das man sich die Erfahrungen anderer Länder ansehen muss (Schweden / Kanada - Defizitverringerung ist möglich, wenn man sich bewusst wird das man den Dime (Cdr/Skr/Yen/Eur/Usd) nur einmal ausgeben kann. Jedoch sollte man dabei bleiben und es nicht schleifen lassen und Konjunkturzyklen mit einbeziehen // Japan, Konjunkturprogramme nicht per Giesskanne aufsetzen und jedem Dorf seine Autobahnausfahrt spendiert // Japan, die Konsequenzen einer alternden Gesellschaft beachtet.).
Willkommen in der postwahl Zeit, möge uns nicht langweilig werden. Für den Rest von uns, versorgen wir uns mit den Klassikern der Volkswirtschaftslehre, um die Aussagen nachvollziehen zukönnen (wg. Auswirkungen & Quellen wo Walther geklaut hat, ohne eigene Energie reinzustecken).
Die Forderungendieser "Wirtschaftsexperten" sind im Kern immer noch diesselben, die sie schon von Gerhard Schröder und Wolfgang Clement gestellt haben.
Der Herr Schröder und der Herr Clement haben diese Forderungen damals teilweise in Gesetze gegossen.
Und mit was für einem grausigen Erfolg.
Paging