VW-Konzernbetriebsratschef Osterloh attackiert Brüssel: Die EU wolle das Volkswagen-Gesetz von der "Landkarte der sozialen Rechte wegradieren".
Der Konzernbetriebsratschef von Volkswagen, Bernd Osterloh, hat die geplante Klage gegen das VW-Gesetz vor dem Europäischen Gerichtshof durch EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy scharf kritisiert.
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"Die EU-Kommission will das Volkswagengesetz von der Landkarte der sozialen Rechte wegradieren", schrieb Osterloh in einem der Berliner Zeitung vorliegenden Brief an die Belegschaft.
"Wir brauchen dieses Gesetz, weil es uns Schutz bietet." Es habe dem Konzern "seit 48 Jahren Mitspracherechte gegeben, wenn es um Verlagerung und Neugründung von Produktionsstätten ging."
Niedersachsen will notfalls aufstocken
Mit der Politik, die aus Brüssel komme, "erleben wir gerade einen neoliberalen Kahlschlag, der die bewährten Arbeitnehmerrechte gleich mit abserviert".
Das, was Nokia mit dem Abbau von 3000 Arbeitsplätzen in Bochum vollzogen habe, sei bei Volkswagen nicht möglich, da das Land als Großaktionär den Standort schütze, hieß es in dem Brief weiter.
Unterdessen geht das Land Niedersachsen auf Konfrontationskurs zum Hauptaktionär Porsche. Zur Sicherung des Einflusses bei VW schließt Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff auch eine Aufstockung der Beteiligung bei VW inzwischen nicht aus.
Wulff sagte am Mittwoch in Berlin: "Die Frage ist, ob die Sperrminorität bei 20 Prozent liegt oder bei 25 - dann müssten wir fünf Prozent dazukaufen. Wir würden das Geld lieber für andere Dinge ausgeben, würden das aber notfalls machen."
Wulff zeigte sich jedoch überzeugt, dass die derzeit geltende Sperrminorität von 20 Prozent im VW-Gesetz Bestand haben wird.
Niedersachen kann mit seinem Anteil von 20,3 Prozent Beschlüsse wie Standortschließungen verhindern und den Hauptanteilseigner Porsche damit in Schach halten.
Die Sperrminorität liegt in Aktiengesellschaften sonst bei 25 Prozent. Der Stuttgarter Luxuswagenhersteller Porsche kontrolliert VW faktisch und will seinen Anteil von 35,5 Prozent auf mehr als 50 Prozent aufstocken. Die EU hatte die Übernahme im Juli genehmigt.
Die 20-Prozent-Klausel würde Niedersachsen als zweitgrößtem Eigner auch in Zukunft noch ein Veto ermöglichen.
Am Dienstag hatte die EU allerdings erneut mit einer Klage gegen das VW-Gesetz vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) gedroht und damit den Streit mit Deutschland um das geplante neue VW-Gesetz weiter verschärft.
Die IG Metall hatte deshalb die VW-Beschäftigten für Freitag zu einer Großdemonstration in Wolfsburg aufgerufen.
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(sueddeutsche.de/dpa/AFP/hgn/tob)
Gysi gegen Lafontaine
.
TOP-Einkommen, sicherer Arbeitsplatz, Beteiligung am Erfolg der Firma - und das alles weil GELD verdient wird!
Äpfel und Birnen !
Bei VW wird Geld verdient.
Der Absatz steigt.
Neue Modelle kommen gut an.
Wo stört dort das VW-Gesetz.
"dann brauchen wir auch ein Aldi, Bayer usw. Gesetz"?
Oder halt gleich die wieder die DDR! War doch eine richtige Sause!
Wo ist denn das VW-Gesetz bei Ford, GM und Chrysler ?
Der Daimler hat Millarden in den Sand gesetzt.
Selbst bei BMW wird ordentlich abgespeckt.
Und das alles ohne VW-Gesetz.
Natürlich ist bei VW vieles schief gelaufen. Immerhin auf dem Weltmarkt Nr.3.
Ich kann mich nicht erinnern, daß H.WInterkorn bei seinem Ziel für 2018 Weltmarktführer zu sein die Bedingung gestellt hat, daß das VW Gesetz dafür abgeschafft werden muß.
Ich verstehe die Neider nicht.
Wem bringt eine Abschaffung des Gesetztes etwas ?
Wenn es für sichere, gut bezahlte Arbeitsplätze in Deutschland taugt, dann brauchen wir auch ein Aldi, Bayer usw. Gesetz.
Paging