Tipps für den Immobilienkauf Hinter der Fassade
Vorsicht beim Immobilienkauf: Hinter der schönen Fassade vieler Angebote steckt häufig ein Haufen Ärger.
(Foto: dpa)Anzeige
In der Krise liebäugeln viele Deutsche mit dem Kauf einer Immobilie. Doch auf der Suche nach den besten Häusern tauchen immer häufiger unseriöse Angebote auf. Was Kauf-Interessenten beachten sollten.
Ute und Michael Preissler hatten sich die Sache vermeintlich gut überlegt. Das Ehepaar wollte Geld anlegen und fürs Alter vorsorgen. Und weil überall die Rede davon war, dass Immobilien doch so eine schlaue Investition wären, haben sie zugeschlagen: zwei Zimmer, denkmalgeschützter Altbau, saniert, 230.000 Euro Kaufpreis. Nicht schlecht für eine Wohnung in Bayern. Der Status als denkmalgeschütztes Objekt sollte zusätzlich Steuervorteile bringen, so versprach es der Bauträger. Und die Mieteinnahmen sollten langfristig das Haushaltseinkommen der Preisslers aufbessern.
Klingt super? War es aber nicht.
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Denn die erste Mieterin, die in die neue Wohnung der Preisslers zog, war Juristin - und die nahm Maß, ganz einfach aus Routine. Das Ergebnis ihrer Vermessung: Die Wohnung war nicht 53 Quadratmeter groß, wie die Preisslers gedacht hatten. Sondern sie maß bloß 44 Quadratmeter; Ute und Michael Preissler hatten fast zehn Quadratmeter mehr bezahlt, als sie tatsächlich bekommen hatten. Und die Steuervorteile wurden vom Finanzamt schließlich auch nicht so anerkannt, wie der Bauträger das behauptet hatte. Kurzum, es war ein ziemliches Desaster.
Geschichten wie die von den Preisslers, die in Wirklichkeit anders heißen, passieren immer wieder - und bedeuten für die Betroffenen oft schmerzhafte finanzielle Verluste. Und ja, manchmal auch jahrelange Gerichtsprozesse. Zumindest manchmal wären solche Fälle vermeidbar - was potenzielle Käufer bei der Immobiliensuche beachten sollten.