Soziales Netzwerk an der Börse Facebook-Spielanbieter Zynga feuert Mitarbeiter

Facebook macht zwar noch immer Verluste, doch die Anleger bejubeln die Erfolge mit den mobilen Anzeigen: Die Aktie steigt um 13 Prozent. Der eng mit Facebook verbundene Spielanbieter Zynga entlässt dagegen erstmals Mitarbeiter.

Auf Facebook kommunizieren Millionen von Nutzern schon lange nicht mehr nur mit Freunden - sie nutzen das soziale Netzwerk auch, um Spiele des führenden Anbieters Zynga zu spielen. Mit Farmville etwa bauen sie ihren eigenen virtuellen Bauernhof, gießen Blumen oder züchten Schweine. Lange hatte das Unternehmen Zynga damit Erfolg.

Doch machte der Anteil des Unternehmens an Facebooks Umsatz im vergangenen Jahr noch zwöf Prozent aus, sind es nun nur noch sieben Prozent. Als Konsequenz wird Zynga sein Büro in Boston schließen, fünf Prozent seiner 3200 Beschäftigten entlassen und dreizehn ältere Spiele einstellen. Laut Techcrunch hatten die Betroffen zwei Stunden Zeit, Ihre Büros zu räumen.

Das Unternehmen möchte eigenen Angaben zufolge außerdem seine Investitionen in das Spiel The Ville reduzieren und überlegt, weitere Einsparungen vorzunehmen.

Zyngas Unternehmenserfolg ist eng mit der Entwicklung von Facebook verknüpft. Das soziale Netzwerk hat gerade wieder Verluste gemeldet: 59 Millionen Dollar, etwa 45 Millionen Euro im dritten Quartal.

Trotzdem konnte Facebook im Gegensatz zu Zynga gute Nachrichten verbreiten. Nach dem desaströsen Börsenstart des Netzwerks vor fünf Monaten stieg die Aktie am Dienstag nachbörslich um fast 13 Prozent. Die Anleger waren zum ersten Mal seit langem von der Geschäftsstrategie des Unternehmens überzeugt: Derzeit scheint es, als könnte Facebook auch diejenigen Nutzer an Werbung heranführen, die das Netzwerk über mobile Geräte abrufen.

Bisher war dies schwierig, da die Bildschirme von Smartphones sehr klein sind und sich darauf schlecht Werbung unterbringen lassen konnte. Mittlerweile machen die Anzeigen auf mobilen Geräten 14 Prozent der Werbeeinnahmen aus, sagte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.