Schweizer Großbank in der Krise UBS vor Abbau von bis zu 10.000 Jobs

Die Großbank UBS zählt zu den großen Verlierern der Finanzkrise: Seit Jahren versucht sie massiv Kosten einzusparen. 20.000 Jobs sind bereits weggefallen. Jetzt stehen einem Zeitunsgbericht zufolge weitere 10.000 Arbeitsplätze vor dem Aus - vor allem im Investmentbanking.

Seit der Finanzkrise steckt die UBS in Schwierigkeiten - jetzt will die Schweizer Großbank bis zu 10.000 Stellen streichen.

(Foto: Bloomberg)

Beim der Schweizer Großbank UBS könnten einem Bericht zufolge bis zu 10.000 Jobs gestrichen werden. Dies sei die Folge eines geplanten tiefgreifenden Umbaus im Investmentbanking, berichtete die Financial Times am Freitagabend unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen. Die Sparte solle drastisch verkleinert werden.

Am kommenden Dienstag wolle die Bank ihre neue Strategie verkünden werden, hieß es weiter. An diesem Tag legt UBS auch Quartalszahlen vor. Erst Mitte Oktober hatte die Schweizer Zeitung Tages-Anzeiger unter Berufung auf interne Dokumente berichtet, bis zu 2000 der zuletzt noch 8200 IT-Stellen könnten wegfallen, um die Kosten weiter zu senken. Zudem wurde darüber spekuliert, dass UBS-Chef Sergio Ermotti nicht nur in der Informationstechnologie weiter sparen wolle, sondern die Kosten auch in anderen Sparten weiter drücken wolle.

Seit Anfang 2008 war die Zahl der UBS-Angestellten bereits um rund 20.000 auf zuletzt etwas mehr als 63.000 gesunken. Das Geldhaus ist einer der größten Verlierer in der Finanzkrise. In den Jahren 2007 und 2008 häufte sie Verluste von rund 28 Milliarden Franken an und musste deshalb im Gegensatz zur Credit Suisse vom schweizerischen Staat vor dem Kollaps gerettet werden. Viermal musste die UBS ihr Kapital erhöhen. Hinzu kam ein Steuerstreit mit den USA, der das Image der Bank beschädigte. UBS-Chef Ermotti hatte angekündigt, den Stellenabbau seines Vorgängers Oswald Grübel forcieren zu wollen.

Vor allem im Investmentbanking sollten mehr Stellen wegfallen, als noch von Grübel geplant. Dieser hatte im Sommer 2011 angekündigt, die Kosten bis 2013 um zwei Milliarden Franken senken zu wollen. Damals war von 3500 Stellen die Rede - Ermotti legte dann im Herbst noch einmal 400 Stellen im Investmentbanking drauf.