Aus wenig kann nicht viel mehr werden: Altersarmut lässt sich kaum durch Zusatzvorsorge abwenden, denn viele Betroffene können sich die Beiträge dafür gar nicht leisten.
Die gesetzliche Rente reicht nicht, deshalb müssen die Bürger privat vorsorgen. Das hat sich herumgesprochen, vor allem im Osten. Dort werden deutlich mehr Riester-Verträge an den Rentner in spe verkauft als im Westen, wie eine aktuelle Studie der Universität Freiburg belegt. Dennoch werden die Ostdeutschen im Durchschnitt eine niedrigere Rente haben als die Mitbürger im Westen.
Nicht jeder Arbeitnehmer braucht eine hohe zusätzliche Altersvorsorge. (© Foto: ddp)
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Verkehrte Welt? Nein, denn bei all den berechtigten Aufrufen zur privaten Altersvorsorge gilt: Wer im Erwerbsleben wenig verdient hat, der wird später auch wenig Rente beziehen - egal mit wie vielen Verträgen er sich zusätzlich absichert.
Aus wenig kann nicht viel mehr werden. Altersarmut lässt sich deshalb kaum durch Zusatzvorsorge abwenden, denn viele Betroffene können sich die Beiträge dafür gar nicht leisten.
Wie viel Geld braucht der Ruheständler? Die Wissenschaft empfiehlt 60 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Doch ob das reicht, muss jeder selbst entscheiden. Mancher Eigenheimbesitzer erhält 1300 Euro aus der gesetzlichen Rentenkasse und ist damit zufrieden, weil er noch ein Mietshaus besitzt, das Zusatzeinnahmen beschert.
Ein anderer erhält 1300 Euro Staatsrente und ist heilfroh, dass die Betriebsrente 1200 Euro zuschießt, weil er die teure Mietwohnung bezahlen muss. Mancher braucht weniger, weil er geringe Lebenshaltungskosten hat. Wer als Großverdiener 5000 Euro im Monat ausgegeben hat, dürfte sich mit 1300 Euro Rente dagegen als unterversorgt ansehen.
ie Höhe des Rentenbedarfs ist eine Frage der Lebensumstände, Durchschnittswerte sind nur eine Richtschnur. Das gilt es zu beachten, wenn der Finanzberater Rentenprodukte empfiehlt.
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(SZ vom 06.08.2009/hgn)
Bereits dies ist der erste Denkfehler des "Kommentators".
Wer als "Großverdiener" in Deutschland so viel verdient hat, um jedes Monat 5.000 Euro ausgeben zu können, also netto pro Jahr 60.000 Euro, dürfte wohl weniger Probleme damit haben, regelmäßig ein paar 100 Euro im Monat für das Alter auf die Seite zu legen, um die berühmte Rentenlücke zu decken, als ein "Kleinverdiener", der monatlich nur 2.000 netto verdient oder etwa nicht, Herr Zydra?
Was ist mit denjenigen, die während ihres Arbeitslebens nur 1.300 Euro netto im Monat verdienen? Herr Zydra will uns einreden, dass es etwas mit Entscheidungsfreiheit zu tun hätte, ob man davon 200 oder 500 Euro im Monat für die private Rente anspart.
Was ist anderseits mit den Damen und Heren, die mehrere Millionen oder Milliarden Euro erben, nur von Zinsen und anderen Kapitaleinkünften leben und deshalb keinen einzigen Cent in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen? Was ist mit den Vorständen unserer Aktiengesellschaften. Die Ackermänner in Deutschland zahlen nämlich für ihre Bezüge und Gehälter- der Politik von FDP, CDU/CSU und SPD sei Dank - lt. SGB auch keinen Cent in die gesetzliche Rentenkasse, Herr Zydra?
Und dann diese Zahlen. Mit einer Altersrente von 1.300 Euro im Monat ist man für Herrn Zydra offensichtlich bereits ein armer Schlucker. Aber wie sieht die Realität aus?
Sieht man sich die empirischen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung an: Nur 11 Prozent der Männer bekamen 2007 eine gesetzliche Altersrente über 1.500 Euro monatlich, dagegen bekamen rund 42 Prozent der Männer eine Altersrente von weinger als 900 Euro monatlich. Bei den Frauen ist das noch viel weniger.
Will Herr Zydra uns einreden, dass man bei einer Altersrente von 600 oder 700 Euro im Monat noch 1.000 Euro Zinsen und 2.500 Euro Mieteinahmen im Monat auf sein Konto überwiesen bekommt?
Was sagt uns das? Die SZ hat uns zur Rente nix zu sagen. Außer der weltbewegenden Erkenntnis: Wer private Zusatzversorgung braucht, kann sie sich nicht leisten.
Also droht Altersarmut für die derzeit arbeitende Generation. Niedriglöhne, 1-Euro-Jobs, jahrelange Praktikas und Arbeitslosigkeit - die Kollateralschäden von HartzIV - werden die Renten unter Sozialhilfeniveau eindampfen.
Dann, in den 2030er Jahren, werden die "Experten" verkünden: "Die von Schröder begonnene Niedriglohn- und Verelendungspolitik war ein Verbrechen."
Doch dann ist Schröder nicht mehr justiziabel.
Es ist Zeit für neue Utopien und neue Lösungsansätze. Dass die Menschheit sich massenhaft in Altersarmut begibt, ist nämlich nicht unbedingt notwendig. Durch weitere Vollautomatisierung wird viel Körperarbeit verschwinden. Die Maschinenbesteuerung verhilft den Rentnern der Zukunft zu einem ausreichenden Einkommen und zur Not werden ein paar wenige Freiwillige ja auch bis zum Umfallen arbeiten können, da die Belastung insgesamt nicht mehr so hoch sein wird, wie heute.
Pflegeroboter für Individualisten werden zwar ein paar Hundertausend Arbeitsplätze in diesem Bereich kosten, doch das sollte FWS nicht gross beunruhigen.
Kommen Sie doch einmal von Ihren irrelevanten Zahlen runter.
Die Durschschnittsrente liegt bei ca. 970 , Betriebsrenten haben nicht viele, und schon gar nicht 1200 .
Welcher Arbeitnehmer hat schon 2 Häuser? Wenn er Glück hat, bekommt er eins noch zu Lebzeiten abbezahlt. In jedem Fall muss er hoffen, dass keine gröberen Schäden auftreten, Kredit bekommt er nämlich keinen mehr.
Meine Rente als ehem. gut bezahlter Metallfacharbeiter beträgt nach 43 Beitragsjahren 1144 netto.
Was ist das für ein Kommentar. Ist es schon so weit im Sommerloch Binsenweisheiten zu dreschen?
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