Psychologie des Schenkens Der Stratege

Der Stratege

Das Bügeleisen für Mutti, die Spitzenunterwäsche für die Ehefrau oder die Espresso-Maschine für den Mitbewohner - es gibt Geschenke, die dem Schenkenden mehr nutzen als dem Beschenkten. Solche Gaben sind nur dann erlaubt, wenn sicher ist, dass sich der Beschenkte darüber ebenso freut wie der Schenker. "Wer etwas für den Haushalt schenkt, um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, ist gemein", sagt Psychologe Wiblishauser.

Ebenso gemein sei der Wink mit dem Zaunpfahl, wenn also beispielsweise der Mann seiner Partnerin Spitzenunterwäsche oder Sportgeräte schenkt. Geschenkeberater Gawonn spricht bei solche Gaben von "Appell-Geschenken", denn sie fordern den Empfänger auf, sich zu ändern. "Geschenke können auch sagen: Du machst etwas falsch", sagt Gebert. Eine solche Botschaft sollte man aber lieber offen aussprechen, als sie unter dem Weihnachtsbaum zu verpacken.

Protzer schenken gern teure Elektrogeräte.

(Foto: Illustration: Stefan Dimitrov)