Psychologie des Schenkens Der Unsichere

Ein Gutschein - immer eine gute Idee.

(Foto: Illustration: Stefan Dimitrov)

Der Unsichere

Vom Selbstbewusstsein des kreativen Schenkers kann der Unsichere nur träumen. "Viele Menschen leiden darunter, dass sie einfach nicht wissen, was sie dem anderen schenken könnten", sagt Psychologe Gebert. Weil viele Menschen auch schon alles haben, wird es immer schwieriger, das Passende für sie zu finden. Gutscheine und Geldgeschenke haben daher enorm zugenommen, beobachtet Gebert.

Inzwischen gibt es im Internet sogar Anleitungen für Geld-Origami. Damit kann der Schenker seine einfallslosen Scheine kunstvoll zu Blumen, Schmetterlingen oder Vögelchen zusammenfalten. Ein weiterer Kniff: Der Unsichere kauft zwar ein Geschenk, legt aber die Quittung mit ins Paket. So kann der Empfänger die Gabe einfach wieder zu Geld machen. Natürlich überreicht der unsichere Schenker sein Päckchen nicht, ohne auf die Umtauschfristen hinzuweisen, die er bereits beim Einkauf genau recherchiert hat.

Socken scheinen für viele eine gute Geschenkidee zu sein.

(Foto: Illustration: Stefan Dimitrov)