Ölpest in den USA

Katastrophen werden heute live in jeden Winkel der Welt übertragen. Das Bild des Fotografen wird zum Bild, das wir uns von der Katastrophe machen. Fernsehbilder aus Fukushima, Handyfilmchen aus Nordafrika - und vor einem Jahr die Luft- und Satellitenbilder aus dem Golf von Mexiko.

"Katastrophenbilder haben scheinbar widersprüchliche Aufgaben: Es geht um eine Mahnung oder Warnung. Die Katastrophe wird ausgemalt, um die Menschen zur Umkehr zu bewegen, sie sollen sich zum Beispiel vor Kriegsvorbereitung, Übertechnisierung, Umweltverschmutzung hüten", schreibt der Feuilletonist Georg Seeßlen über die Bilder der Katastrophe - aber über die fiktiven, die im Kino zu sehen sind.

Die Ölbohrplatform Deepwater Horizon ist vor einem Jahr wirklich explodiert und gesunken. Die Realität braucht keine Special Effects.

Bild: AP

20. April 2011, 07:30 2011-04-20 07:30:07  © sueddeutsche.de/bbr

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