Künstliche Intelligenz Achtung, tretender Mensch!

Mit neun Kameras und einer Sirene kann sich der Roboter gegen tretende Menschen verteidigen.

(Foto: Ints Kalnins/Reuters)

Die Straßen sind für die neuen Zustellroboter gefährlicher als gedacht. Und das nicht wegen des Verkehrs.

Von Angelika Slavik

Im Verhältnis von Mensch und Roboter galt ja bislang immer die Maschine als das potenzielle Problem. Was, wenn diese angeblich künstlich intelligenten Dinger alles falsch machen? Oder schlimmer noch: Was, wenn sie alles richtig machen und deshalb irgendwann die Weltherrschaft übernehmen?

Tatsächlich scheint die Gefährdungslage aber genau umgekehrt: Der Roboter hat allen Grund, sich vor den Menschen zu fürchten. Gut, nicht vor allen Menschen. Aber es gibt wohl ein paar biestige Exemplare. Das berichtete nun Ahti Heinla, einst Mitgründer von Skype und heute Eigentümer von Starship Technologies, einer Firma, die Lieferroboter entwickelt. Zwar fänden die meisten Menschen die kleinen Roboter niedlich und reagierten positiv, wenn sie ihnen auf der Straße begegneten, sagte Heinla der Nachrichtenseite Business Insider. Aber es gebe eben auch Fußgänger, die sich den Robotern in den Weg stellen und sie treten würden. Autsch!!, möchte man da rufen, oder wie der Roboter sagen würde: "010000010111010101110100011100- 11011000110110100000001010 !!"

Zum Glück ist so ein Roboter stabiler als man glauben würde, ein paar Tritte machten ihm nichts aus, sagte Heinla. "Wenn das zum Aggressionsmanagement mancher Menschen gehört, ist das okay, der Roboter fährt einfach weiter." Wäre die Attacke massiver, gäbe es neun Kameras und eine Sirene, mit der sich der Roboter verteidigen oder den Übeltäter überführen könne. Und man sollte bedenken: Künstliche Intelligenz vergisst nicht! Wenn die Roboter irgendwann die Weltherrschaft übernehmen, können sich die Treter auf was gefasst machen.