Geschäft mit Bio-Lebensmitteln Bio bleibt beliebt

Bio wird immer beliebter, der Markt wächst Jahr für Jahr.

(Foto: lok/Robert Haas)

Es ist inzwischen ein Milliardengeschäft und der Trend hält an: Der Biomarkt ist auch im vergangenen Jahr um sechs Prozent gewachsen. Doch die Rekordzahlen bringen auch Probleme mit sich - die Produktion kann nicht Schritt halten.

Bio wird immer populärer: Der Markt ist im vergangenen Jahr um sechs Prozent gewachsen. Gut sieben Milliarden Euro geben die Deutschen für Bio-Produkte aus. "Im Grunde kauft fast jeder Haushalt mindestens ein Bio-Produkt im Jahr", sagt Helmut Hübsch vom Marktforschungsunternehmen GfK.

Hübsch zufolge gehören zwischen 30 und 40 Prozent der Deutschen zur intensiven Käufergruppe, 15 Prozent decken sogar einen Großteil ihres Bedarfs in Bio-Läden. Damit wächst der Bio-Sektor zwar nicht mehr ganz so schnell wie im Vorjahr, aber doch deutlich stärker als der konventionelle Lebensmittelbereich.

Die Rekordzahlen bringen für die Bio-Branche auch ein Problem mit sich. In Deutschland werden zwar immer mehr Bio-Sachen gegessen, aber nur wenige Bio-Lebensmittel zusätzlich produziert. Die Folge sind weiter steigende Importe.

"Da merkt man einfach, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Bio-Produktion zur konventionellen Landwirtschaft schwierig ist", erklärt Alexander Gerber vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).

Vor allem die Pachtpreisentwicklung mache den Öko-Bauern schwer zu schaffen. Wegen der Förderung von Biogasanlagen und dem dadurch entstandenen Bedarf etwa an Mais sei Ackerland inzwischen vielerorts so teuer, dass die Bio-Bauern nicht mehr konkurrieren könnten. Zum Teil müssten sie ihre Flächen sogar verringern - statt zu erweitern.

Dazu kommt, dass auch die konventionell wirtschaftenden Landwirte 2012 höhere Preise erzielen konnten. Das macht es für viele vergleichsweise unattraktiv, auf Bio-Landbau umzustellen.

Von der Politik wünscht sich Gerber vor allem eines: Dass sie sich an Vereinbarungen hält. "Es ist einfach keine Verlässlichkeit in der Förderung vorhanden, weil einzelne Bundesländer, wenn das Geld weniger wird, einfach aus der Förderung aussteigen", beklagt Gerber.

Diskutiert wird die Entwicklung im Bio-Sektor auch auf der Messe "Biofach", die am Mittwoch in Nürnberg startet.