Von Andreas Jalsovec

Viele Rentner schulden dem Staat noch Steuern - ohne es zu wissen. Grund ist das Alterseinkünftegesetz aus dem Jahr 2005, durch das deutlich mehr Rentner steuerpflichtig sind als zuvor. Wer sich bisher nicht freiwillig gemeldet hat, dem schickt der Fiskus in den nächsten Tagen Post.

Die Datensätze sind komplett, jetzt gehen die letzten Päckchen raus: In der Weihnachtspost kann in diesem Jahr für manchen Rentner eine unangenehme Überraschung stecken. Denn es ist gut möglich, dass im Briefkasten ein Umschlag mit gleich mehreren Vordrucken für eine Steuererklärung liegt. Der Grund: Die Finanzämter haben mittlerweile von allen gesetzlichen und privaten Rentenversicherungsträgern die Mitteilungen bekommen, wem sie zwischen 2005 und 2010 wie viel Rente gezahlt haben. "Uns liegen jetzt von überall die Daten vor", sagt Alexander Ulbricht vom Bayerischen Landesamt für Steuern. Die Steuerbehörden können nun abschätzen, welche Rentner in dieser Zeit steuerpflichtig waren. In den nächsten Monaten dürften daher viele Ruheständler blaue Briefe vom Finanzamt bekommen. "Wer auffällig erscheint, wird angeschrieben", sagt Ulbricht.

Keine Panik: Was die Post vom Finanzamt für Rentner bedeutet Bild vergrößern

Zahlreiche Rentner müssen für die vergangenen sechs Jahre noch Steuererklärungen abgeben. (© dpa-tmn)

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