Ebay Befreiungsschlag durch PayPal

Für Ebay laufen die Geschäfte besser als gedacht: Sein Bezahldienst PayPal floriert, und so konnte das US-Unternehmen seinen Gewinn im Quartal deutlich steigern.

Der Internet-Konzern Ebay hat dank brummender Geschäfte mit seinem Online-Bezahldienst PayPal im zweiten Quartal mehr verdient als erwartet.

Ebay-Konzernzentrale in San José: Das Quartalsergebnis des Internet-Auktionshauses fällt besser aus als gedacht.

(Foto: ag.afp)

Der Nettogewinn stieg von Anfang März bis Ende Juni auf 412 Millionen Dollar nach 327 Millionen Dollar im Vorjahr, wie Ebay nach US-Börsenschluss mitteilte.

Ohne Sondereffekte ergab sich ein Gewinn je Aktie von 40 Cent, was über den Erwartungen der Analysten von durchschnittlich 38 Cent je Aktie lag. Der Umsatz kletterte um sechs Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar, was ebenfalls die Markterwartungen übertraf.

Als weiteren Grund für die gute Entwicklung nannte Ebay glänzende Geschäfte mit Internet-Auktionen in Europa. Das Unternehmen macht etwa die Hälfte seines Umsatzes außerhalb der USA. Auch aus diesem Grund zeigte sich Ebay beim Ausblick etwas vorsichtiger: Der zuletzt etwas stärkere Dollar könnte in der zweiten Jahreshälfte die Gewinne aus Übersee schmälern.

Negative Währungseffekte

Das Unternehmen passte seine Prognose für Umsatz und Gewinn wegen negativer Währungseffekte daher leicht nach unten an: Ebay rechnet für das gesamte Jahr nur noch mit einem Umsatz zwischen 8,8 Milliarden Dollar und 9,0 Milliarden Dollar. Zuletzt war hier noch von einem Umsatz von bis zu 9,1 Milliarden Dollar ausgegangen worden.

Für den bereinigten Gewinn je Aktie gab Ebay für des gesamte Geschäftsjahr eine Spanne von 1,60 Dollar bis 1,65 Dollar aus. Hier hatte das Unternehmen zuletzt 1,63 Dollar bis 1,68 Dollar erwartet.

Trotz des etwas schlechteren Ausblicks reagierte der Markt positiv auf die Nachrichten: Im nachbörslichen Handel legten Ebay-Aktien mehr als drei Prozent zu.