Britische Großbank Barclays fürchtet Verlust von 27.000 Kunden-Daten

Konkret sollen Kundendaten - darunter Nummern von Reisepässen und medizinische Informationen - für 50 Pfund (rund 60 Euro) pro Datensatz weiterverkauft worden sein.

Die britische Skandalbank Barclays hat ein neues Problem: Die "Mail on Sunday" enthüllt, es seien Daten von 27.000 Kunden gestohlen und verkauft worden. Die Bank dankt der Zeitung und leitet nun eine Untersuchung ein.

Bei der britischen Großbank Barclays sollen Daten von bis zu 27.000 Kunden gestohlen und weiterverkauft worden sein. Das geht aus einem Bericht der Zeitung Mail on Sunday hervor. Eine Sprecherin der Bank bestätigte, dass Untersuchungen in der Sache eingeleitet wurden. "Wir sind der Mail on Sunday dankbar, dass sie uns darauf aufmerksam gemacht hat", hieß es in einer Stellungnahme des Instituts. Die Informationen seien an mehrere Regulierungsbehörden weitergeleitet worden.

Die Bank werde alle notwendigen Schritte unternehmen, um die betroffenen Kunden zu unterrichten, damit diese ihre Datensicherheit wiederherstellen können. "Es sieht so aus, als wäre dies ein krimineller Akt. Wir kooperieren voll mit den Behörden, um den Täter zu finden", sagte die Sprecherin.

Nach Informationen der Mail on Sunday sind die Kundendaten eine "Goldmine" für Händler, weil sie so detailliert sind. Konkret sollen die Daten - darunter Nummern von Reisepässen und medizinische Informationen - für 50 Pfund (etwa 60 Euro) pro Datensatz weiterverkauft worden sein. Unter anderem sollen die Angaben auch Informationen darüber enthalten, welches Risiko die Kunden bei Finanzgeschäften einzugehen bereit sind.