Die Exporteure haben in der ersten Jahreshälfte den schärfsten Geschäftseinbruch seit Gründung der Bundesrepublik erlitten. Aber auch die Importe sinken deutlich.
Deutsche Produkte waren im ersten Halbjahr 2009 weit weniger gefragt: Die Exporte brachen um fast ein Viertel ein.
Die Exporte brechen ein, doch die Unterschiede sind beträchtlich: Während die Exporte nach China um wenige Prozent sanken, brach das Geschäft mit Russland um fast zwei Fünftel ein. (© Foto: ddp)
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Dabei gingen die Ausfuhren in die EU-Staaten besonders stark zurück, während sich das Geschäft mit Ländern außerhalb der Europäischen Union etwas stabiler entwickelte, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Allerdings waren die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern beträchtlich: Während die Exporte nach China nur um wenige Prozent sanken, brach das Geschäft mit Russland um fast zwei Fünftel ein.
Insgesamt sanken die Ausfuhren von Januar bis Juni um 23,5 Prozent und hatten einen Wert von 391,2 Milliarden Euro.
Importe schrumpfen stark
Bereinigt um Preisveränderungen lag das Minus bei 22,9 Prozent. Die Importe gingen im gleichen Zeitraum um 18,2 Prozent auf 333,5 Milliarden Euro zurück, preisbereinigt nahmen sie um 13,2 Prozent ab. Auch hier kauften deutsche Unternehmen besonders wenig von Handelspartnern in der EU, während die Einfuhren aus China und den USA vergleichsweise stabil blieben.
Innerhalb der EU brach das Geschäft mit Großbritannien besonders deutlich ein; hier sanken sowohl die Ein- als auch die Ausfuhren überdurchschnittlich stark. Die Finanzkrise macht der britischen Wirtschaft besonders zu schaffen, das Land steckt immer noch in der Rezession. Weit weniger als im Vorjahr setzten deutsche Firmen auch in Irland und Spanien ab; in beiden Ländern hatte das Platzen einer Immobilienblase die Wirtschaft tief in eine Krise gestürzt.
Vergleichsweise robust entwickelte sich dagegen das Geschäft mit Deutschlands wichtigstem Handelspartner Frankreich, wo In- und Ausfuhren jeweils weniger stark sanken als im Durchschnitt aller Länder. Am stabilsten von allen wichtigen Handelspartnern entwickelte sich jedoch das China-Geschäft:
Die Exporte sanken lediglich um 3,9 Prozent, die Importe um 4,9 Prozent. Deutschland droht nach Einschätzung der Welthandelsorganisation WTO in diesem Jahr seinen Titel als Exportweltmeister an China zu verlieren. Die Bundesrepublik hält den Titel seit dem Jahr 2003.
Der Exportverband BGA erwartet für dieses Jahr einen Rückgang der Ausfuhren um etwa 18 Prozent - das wäre das erste Minus seit 1993 und das größte seit Bestehen der Bundesrepublik. Für 2010 sagt der Verband ein Plus von zehn Prozent voraus.
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(sueddeutsche.de/Reuters/hgn/tob)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Auch der Einzelhandel - hier im Inland - ist real zurückgegangen! Kein Wunder, denn die Löhne sind real gesunken!
Vor der BT-Wahl haben diese Politiker noch das Gegenteil behauptet! Es geht langsam bergauf war noch gestern zu vernehmen...
http://www.faz.net/s/Rub050436A85B3A4C64819D7E1B05B60928/Doc~E3F999FC5CF334D01902CB19F44DF447E~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Auszug:
Der Exportverband BGA erwartet für dieses Jahr einen Rückgang der Ausfuhren um etwa 18 Prozent - das wäre das erste Minus seit 1993 und das größte seit Bestehen der Bundesrepublik. Für 2010 sagt der Verband ein Plus von zehn Prozent voraus.
Mein Kommentar hierzu:
Da sieht der Verband wohl rosiger in die Zukunft, als sie sein wird . aber wir haben ja Wahljahr und der Verband will den Machthabenden wieder zur Macht verhelfen...
heißt 2010 + 1,5 Millionen Arbeitslose und um mind. 30 Milliarden höhere Sozialkosten.
Höchste Zeit, die Steuern zu senken um Wachstum und Beschäftigung anzukurbeln.
Das gleiche dachte sich auch Schröder 1999 - das Ergebnis waren 5 Millionen Arbeitslose und 100 Prozent mehr Vermögensmillionäre. Immerhin.