Die Krise schlägt auf den Arbeitsmarkt durch, doch die Spuren fallen nicht so blutig aus wie befürchtet. Und obwohl in der Kasse der Bundesagentur ein Rekorddefizit klafft, kommt der Bund noch einigermaßen davon.
Zwar trifft die Wirtschaftskrise den deutschen Arbeitsmarkt mit Wucht, allerdings steigt die Zahl der Arbeitslosen nicht so stark wie zunächst befürchtet. Im Dezember meldeten sich 60.000 Arbeitnehmer jobsuchend bei der Bundesagentur für Arbeit. Wie die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, stieg die Arbeitslosenquote damit um 0,2 Prozentpunkte auf 7,8 Prozent. Anders formuliert: 3,276 Millionen Menschen sind derzeit ohne Arbeit.
Dank der Möglichkeit zur Kurzarbeit konnten viele Unternehmen ihre Mitarbeiter halten, die Zahl der Arbeitslosen stieg nicht so stark wie noch vor Monaten befürchtet. (© Foto: ddp)
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BA-Chef Frank-Jürgen Weise erklärte, der Arbeitsmarkt habe sich im Jahr 2009 trotz der tiefen Rezession robust gezeigt. "Zwar ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr angestiegen, aber bei weitem nicht so stark wie befürchtet." Im Durchschnitt des Jahres 2009 waren 3,423 Millionen Menschen arbeitslos. Dies seien lediglich 155.000 mehr als im Jahr 2008.
Ein Grund für einen geringeren Anstieg sei vor allem der massive Einsatz der Kurzarbeit, aber auch statistische Effekte hätten zu dem vergleichsweise moderaten Anstieg beigetragen.
Im Westen Deutschlands waren im Durchschnitt 2,320 Millionen Menschen ohne Beschäftigung (plus 176.000), im Osten 1,103 Millionen (minus 20.000).
Behördenjahr endet mit Rekorddefizit
Die BA hat das Jahr 2009 mit einem Defizit in noch nie dagewesener Höhe abgeschlossen. Zwischen Einnahmen und Ausgaben klaffte Ende des Jahres eine Lücke von 13,79 Milliarden Euro. Den höchsten Fehlbetrag hatte die Behörde bislang im Jahr 1993 mit rund 12,5 Milliarden Euro verzeichnet. Das Defizit des Jahres 2009 kann die BA noch aus ihren Rücklagen ausgleichen, die damit aber nahezu aufgezehrt sind.
In das Jahr 2010 startet die Behörde nun noch mit einem Polster von 2,95 Milliarden Euro. Das ist gut eine Milliarde Euro mehr als zuletzt von der BA vorausgesagt. Für den Bund könnte dies bedeuten, dass er 2010 weniger als die vorgesehenen 16 Milliarden Euro als Zuschuss an die BA überweisen muss. Für das neue Jahr hat die Behörde ein operatives Defizit von fast 18 Milliarden Euro eingeplant.
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(sueddeutsche.de/dpa/AP/Reuters/mel/hgn)
Großprojekte in Berlin
Es ist ärgerlich und bedauerlich, daß auch die Süddeutsche Zeitung Berichte über Arbeitslosenzahlen einfach kritiklos nachplappert
Das Volk wird von der Politik für dumm verkauft. Nie wurde in den letzten Jahren erläutert, wer überhaupt nicht zu den Arbeitslosen zählt, aber trotzdem keine Arbeit findet. Verschwiegen wird auch stets, wie viele von den Niedriglöhnen nicht leben können und auf eine andere Art am Tropf des Staates hängen.
Diesen Artikel habe ich im fast gleichen Wortlaut auch woanders gelesen. Ich erwarte eigentlich von der SZ seriöse Berichterstattung, die Hintergründe recherchiert und ans Tageslicht bringt.
..Kotzmotz hat sich wohl etwas radikal ausgedrückt - falsch ist es trotzdem nicht.
Sie glauben wohl die propagierten zahlen, nicht?!
irgendwie ist der Artikel nicht eindeutig formuliert
"jobsuchend" soll wohl arbeitssuchend heißen, aber wenn sich jemand arbeitssuchend meldet bedeutet dass nicht zwingend dass er gleich arbeitslos ist. Mann muss sich bekanntlich Monate VOR Beendigung des Arbeitsverhältinisses "arbeitssuchend" melden, wenn man Kohle will.
Außerdem können sich auch Menschen die schon lange arbeitslos sind, aber keine Leistungen empfangen "arbeitssuchend" melden, um die Leistungen der BfA zu nutzen.
Das sind extrem schwere und auch extrem unglaubwürdige Vorwürfe von ihnen. Ich kann an ihrer Aussage jetzt nichts wahres erkennen. Haben sie irgendwelche Belege für ihre Vorwürfe? Oder ist ihr Beitrag als Propaganda gedacht? Für Aufklärung wäre ich dankbar.
Die Frau Von der Leyen ist da drollig: "Trotz eines massiven Rückgang des Arbeitsvolumens ist die Arbeitslosigkeit nur gering gestiegen..."
Ja, in der DDR gabs gar keine Arbeitslosigkeit, egal wie das Arbeitsvolumen war - und dann war sie pleite.
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