Er ist wegen Diebstahls zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt worden, darf aber auf eine Begnadigung hoffen. Bisher ist Paolo Gabriele, der ehemalige Kammerdiener des Papstes, der einzige, der für die "Vatileaks"-Affäre zur Rechenschaft gezogen wurde. Doch das Gerichtsurteil ist keineswegs ein Schlussstrich.
Von Andrea Bachstein, Rommehr...
In die "3. Loggia", die Privatwohnung des Papstes, wird er wohl nicht zurückkehren. Paolo Gabriele, der langjährige Kammerdiener von Papst Benedikt XVI. und Hauptverdächtiger in der "Vatileaks"-Affäre, ist aus der Haft entlassen worden. Frei bewegen kann sich der 46-Jährige jedoch nicht.
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Wegen Dokumentendiebstahl wurde Paolo Gabriele zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt, nun hat Papst Benedikt XVI. seinen ehemaligen Kammerdiener begnadigt. In den Vatikan zurückkehren darf Gabriele aber nicht.
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Er ist beschuldigt, vertrauliche Dokumente aus dem Büro des Papstes gestohlen zu haben, die dann in den Medien gelandet sind. "Paoletto", der ehemalige Kammerdiener von Benedikt XVI., ist Schlüsselfigur der "Vatileaks"-Affäre - und steht seit heute vor dem Gericht des Vatikanstaats.
Von Andrea Bachstein, Rommehr...
Paolo Gabriele wird wegenDokumentendiebstahls 18 Monate im Hausarrest verbringen. Der ehemalige Kammerdiener des Papstes ließ seine Berufungsfrist verstreichen - und will nun die Verantwortung für sein Handeln übernehmen.
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Er soll interne Papiere an italienische Medien weitergegeben haben: Jetzt wird der frühere Kammerdiener von Papst Benedikt XVI. vor Gericht gestellt. Der Vorwurf: schwerer Diebstahl. Auch gegen weitere enge Mitarbeiter des Papstes wird ermittelt.
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Meinung
Der Kammerdiener des Papstes und ein einfacher Informatiker sollen die Bösewichte in der Vatileaks-Affäre sein. Schwer zu glauben, dass sie ohne Auftrag ranghoher Mitarbeiter aus dem Vatikan gehandelt haben. Einen fairen Prozess dürfen die Beschuldigten - und die Öffentlichkeit - daher nicht erwarten.
Ein Kommentar von Andrea Bachsteinmehr...
In einem Brief an den Pontifex gesteht Paolo Gabriele Fehler ein und bittet um Entschuldigung. Benedikts langjähriger Kammerdiener soll der Presse vertrauliche und brisante Dokumente aus dem Vatikan zugespielt haben. Doch italienische Medien glauben nicht an die kolportierte Einzeltäterthese - und spekulieren über weitere Maulwürfe.
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Meinung
Intrigen toben im Vatikan: Papst Benedikt hat ein Machtvakuum entstehen lassen, das er nicht zu füllen weiß. Die geheimen Dokumente, die kistenweise an die Außenwelt gelangten, enthalten zwar nichts von wirklicher Brisanz. Sie zeigen jedoch, dass Kräfte am Werk sind, die zu allem bereit sind. Ihr Einsatz ist die Zukunft der katholischen Kirche.
Ein Kommentar von Matthias Drobinskimehr...
Meinung
Seit 750 Jahren läuft das Konklave mehr oder weniger gleich ab: Der Papst wird gewählt in einem Raum des Rückzugs und der Entschleunigung. Nichts soll im Vorfeld öffentlich diskutiert werden. Die katholische Kirche setzt immer noch bewusst auf geheimnisvolle Riten. Dabei sollte sie lieber mehr Offenheit pflegen.
Ein Kommentar von Matthias Drobinskimehr...
Live
Aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle ist weißer Rauch aufgestiegen - die Kardinäle haben sich auf ein Kirchenoberhaupt geeinigt. Der Papst wird sich in wenigen Minuten der Öffentlichkeit zeigen.
Die Entwicklungen im Newsblog. Von Jana Stegemann und Felicitas Kockmehr...
Seine Herkunft, seine Vergangenheit, seine Ordenszugehörigkeit: Niemand hatte Jorge Mario Bergoglio so recht auf dem Zettel. Doch das Verhältnis zum Papstamt ist nüchterner geworden - und das hat es Vorsichtigen wie Reformern leichter gemacht, für den ersten Kardinal aus Übersee zu stimmen. Für Franziskus, den Mann der Armen.
Von Andrea Bachstein und Matthias Drobinski, Rom, und Peter Burghardt, Buenos Airesmehr...
Der neue Papst steht einer großen Baustelle vor. Sigrid Grabmeier von "Wir sind Kirche" fordert von Franziskus Offenheit im Umgang mit Fehlern, Kritikfähigkeit - und eine neue Sexualethik.
Von Johanna Brucknermehr...
Seine Namenswahl hatte es bereits angedeutet, jetzt wird Papst Franziskus konkret: Sein Pontifikat will er dem Kampf gegen die Armut widmen. Und nicht nur das - glaubt man seinen Worten, könnte der katholischen Kirche selbst eine Zeit der Bescheidenheit bevorstehen.
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Päpstliches Gipfeltreffen: Der emeritierte Benedikt empfängt seinen Nachfolger Franziskus - zum Meinungsaustausch, zu einem Essen und einem gemeinsamen, gleichberechtigten Gebet. Der neue Papst macht seinem Vorgänger ein Geschenk.
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Papst Benedikt XVI. war der erste deutsche Papst seit 500 Jahren. Die Skandale um sexuellen Missbrauch in katholischen Einrichtungen prägten seine Amtszeit genauso wie seine historische Begegnungen mit Fidel Castro oder dem Internet. Sein Wirken
in Bildern.mehr...
Vom Plausch mit Fidel Castro bis zum Skandal um Holocaust-Leugner Williamson, vom Lehrschreiben über die Liebe bis zu Kondomen für männliche Prostituierte. Die wichtigsten Stationen des Pontifikats von Papst Benedikt XVI.
Von Martin Mühlfenzl und Oliver Das Guptamehr...
Die von Skandalen erschütterte Vatikanbank hatte neun Monate keinen Chef. Jetzt soll die Nominierung eines Deutschen endlich für Ruhe sorgen. Doch sofort muss sich der Vatikan die Frage gefallen lassen, ob Ernst Freiherr von Freyberg etwas mit dem Bau von Kriegsschiffen zu tun hat.
Von Ulrike Sauermehr...
Papst Benedikt XVI. tritt ab. Doch war die Gesundheit tatsächlich der entscheidende Grund? Oder waren seine engsten Mitarbeiter am Ende erpressbar? Inmitten von Gerüchten beginnt die Suche nach dem Nachfolger.
Von Matthias Drobinskimehr...
Von der einstweiligen Verfügung gegen ein "Titanic"-Cover hatte bislang ausschließlich das Satiremagazin profitiert. Bevor es am Freitag vor dem Hamburger Landgericht zur Verhandlung kommen sollte, zog der Vatikan seine Klage nun zurück. Die "Titanic" feiert den Schritt als "historisch einmaligen Triumph".
Von Carsten Eberts, Hamburgmehr...
Meinung
Der frühere Kammerdiener des Papstes darf ein rasches, ordentliches Verfahren erwarten. Unwahrscheinlich, dass er am Ende tatsächlich ins Gefängnis muss. Ebenso unwahrscheinlich erscheint es allerdings, dass bei Urteilsverkündung die ganze Wahrheit über den Vatileaks-Skandal bekannt ist.
Ein Kommentar von Andrea Bachsteinmehr...
Im Prozess um vertrauliche Vatikan-Dokumente hat der frühere Kammerdiener des Papstes ein Geständnis abgelegt. Paolo Gabriele gab zu, das Vertrauen Benedikts missbraucht zu haben. Des schweren Diebstahls fühle er sich aber nicht schuldig, sagte der Angeklagte - und erhob schwere Vorwürfe gegen die Polizei des Vatikan.
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Im Zuge der Vatileaks-Affäre kommen neue Details aus dem Kirchenstaat ans Licht: Der ehemalige Kammerdiener des Papstes soll einen Scheck über einen sechsstelligen Betrag und andere Kostbarkeiten für das Kirchenoberhaupt aufbewahrt haben. Unter den Geschenken für Benedikt XVI. befindet sich auch Skurriles.
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