Kritik am Neoliberalismus, Lob für Christian Lindner: Im SZ-Gespräch warnt der linksliberale Ex-Innenminister Gerhart Baum davor, zur Politik der Westerwelle-Jahre zurückzukehren - und beklagt die Attacken auf Parteichef Philipp Rösler: Kritik dürfe nicht in "diskriminierender Weise" geübt werden.
Interview:
Oliver Das Guptamehr...
Der Soziologe Ralf Dahrendorf hat die Planstelle des einzigen genuin liberalen Denkers der Bundesrepublik besetzt. Jetzt wird er achtzig.
Von
Jens Hackemehr...
Muslime, Behinderte, Langzeitarbeitslose: Seit Jahren beschäftigt sich der Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer mit der Frage, wie die deutsche Gesellschaft mit ihren Minderheiten umgeht. Werden sie ausgegrenzt oder gar gefährdet? Der aktuelle Band der "Deutschen Zustände" gleicht einem Alarmruf - und das, obwohl die Deutschen im vergangenen Jahrzehnt weniger "menschenfeindlich" geworden sind.
Von
Felix Berth und Malte Conradimehr...
Meinung
Christian Lindners Rücktrittserklärung war so blutarm wie die Partei, für die er Generalsekretär war. Sie wurde nur noch unterboten von der blutleeren Erklärung des FDP-Chefs Rösler, die deutlich machte: Die Zeit dieser FDP ist vorbei. Das letzte Kapital der Liberalen war die Jugend ihrer Führung. Sie haben auch dieses Kapital noch verspielt.
Ein Kommentar von
Heribert Prantlmehr...
Es stehen Alte gegen Junge, Traditionelle gegen Modernisierer, Konservative gegen Sozialliberale: FDP-Chef Rösler hat in seiner eigenen Partei einen Streit über die Zukunft der EU entfacht, eine gemeinsame Position ist bei den Liberalen nicht erkennbar. Jetzt fordert der frühere Parteivorsitzende Gerhardt ein klares Bekenntnis: für den Euro, für den europäischen Traum.
Von
Daniel Brössler, Susanne Höll und Guido Bohsem, Berlinmehr...
FDP-Chef Westerwelle tritt ab. Außenminister will er bleiben. Mal sehen, wann die Wirklichkeit diesen Wunsch überholt. Nun soll wohl Philipp Rösler Parteichef werden. So einen hat man gern im Elternbeirat oder in der "Projektgruppe digitaler Workflow". Aber die Krise der Liberalen hat ein derartiges Ausmaß, dass halbherzige Personalveränderungen nicht ausreichen.
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von Kurt Kistermehr...
Alle Kräfte, die die FDP noch hat, steckt sie in die Selbstzerstörung: Die Liberalen fallen über ihren Vorsitzenden her, als sei dieser ganz allein schuld daran, dass die Partei verdurstet und verhungert. Dabei gehören viele von denen, die Westerwelle jetzt abserviert haben, mit zum Problem.
Ein Kommentar von
Heribert Prantlmehr...
"Klotz am Bein" nannte Herbert Mertin FDP-Chef Westerwelle, nun meldet sich der rheinland-pfälzische Fraktionschef erneut zu Wort in einem Gastbeitrag für sueddeutsche.de - und dringt auf einen Kurswechsel.
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Die Skeptiker und Mahner treten in der FDP gerne in Rudeln auf. Jüngstes Beispiel: der "Dahrendorfkreis", der die Liberalen mit grünen Themen auf Kurs bringen will. Zersplittert Guido Westerwelles Partei vor dessen Dreikönigs-Rede?
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Michael König, Stuttgartmehr...
Hildegard Hamm-Brücher, eine bedeutende Stimme der deutschen Politik und Ex-FDP-Mitglied, über die Entfremdung zwischen Regierenden und Regierten, überzogene Machtansprüche der Parteien, Westerwelles Fehler - und warum Demokratiepolitik von wichtigen Akteuren "nicht erwünscht" ist.
Interview:
Peter Lindnermehr...
Von Tragik und Trauer, von Schuld und Größe: Fritz Sterns Rede zum Stauffenberg-Attentat vom 20. Juli 1944, gehalten im Ehrenhof der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.
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Politiker müssen keine Ökonomen, sondern Fachleute für Verantwortung sein. Sie müssen deshalb die Interessen der Bürger wahren - und nicht die des Kapitals.
Von
Heribert Prantlmehr...
Fritz J. Raddatz über die Temperamentlosigkeit der Feuilletons, den "Spießer" Helmut Schmidt und warum der Papst als moralische Instanz versagt hat.
Von
Willi Winklermehr...
Der nordrhein-westfälische FDP-Generalsekretär Christian Lindner gehört mit 29 Jahren zu den liberalen Hoffnungsträgern. Nun geht er nach Berlin.
Von
Dirk Graalmannmehr...
Milliarden von SMS, Fernsehbilder, Experten-Interviews: Dem Tod von Michael Jackson folgte ein großes mediales Requiem.
Eine Kolumne von
Pascale Huguesmehr...
"Bildung soll in Deutschland höchste Priorität haben", heißt es in den Entwürfen zum Bildungsgipfel. Das klingt schon fast wie Satire. Es wird nur warme Worte geben.
Ein Kommentar von
Tanjev Schultzmehr...
Heute quält sich der Aufsichtsrat damit, wie er mehr Farbe in den Vorstand bringt. Vielfalt statt Einfalt - das zeichnet erfolgreiche Führungsteams aus.
Von
A. Borchardtmehr...
Angesichts des Streits in der Partei über die Agenda 2010 fordern Vertreter der Parlamentarischen Linken wie auch des rechten Seeheimer Kreises eine Weiterentwicklung der Sozialreformen. Ein Grundsatzpapier exklusiv für die SZ: G. Andres, M. Caspers-Merk, G. Erler, S. Kastner, M. Müller und E.-D. Rossmann
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Arbeitnehmer sind gemütlich geworden - Pendlerpauschale und Arbeitsrechte haben ihnen jahrelang das Leben leichter gemacht. Doch die fetten Jahre sind vorbei. Die Arbeitssuchenden sitzen den Arbeitenden im Nacken.
Von
JOHAN SCHLOEMANNmehr...
Bundespräsident Horst Köhler hat an das Gebot der Gerechtigkeit im Bildungssektor appelliert. Bei einer Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung sagte Köhler, für mehr Selbstbestimmung sei "Bildung das A und O".
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Drei führende Sozialdemokraten geben in einem Buch Einblicke in ihre Vorstellung von der Zukunft des Sozialstaats - und von der Rolle ihrer Partei.
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