Der Menschenrechtsbericht des US-Außenministeriums ist für China vor allem in Sachen Internetfreiheit wenig schmeichelhaft. Die Kritik an Zensur und Unterdrückung kontert Peking nun mit einer eigenen Studie - und erhöht gleichzeitig den Druck auf chinesische Internet-Nutzer.
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Google gibt nach: Nach monatelangen Protesten dürfen Nutzer des Plus-Netzwerks Pseudonyme und Nicknames verwenden. Kritiker bezweifeln allerdings, dass es der Konzern ernst meint.
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Alles ein "Missverständnis"? Nachdem CSU-Innenminister Friedrich für seine Gedankenspiele über ein Ende der Anonymität im Netz heftige Kritik erntet, will das Ministerium nun die Wogen glätten. Ein Sprecher bezeichnet die umstrittenen Aussagen als "Appell an die Zivilgesellschaft" - eine gesetzliche Klarnamen-Pflicht stehe nicht zur Debatte.
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"Es ist Zeit, mich zu wehren": Auf Facebook bekommt die deutsche Hochspringerin Ariane Friedrich von einem anderen Nutzer eine anzügliche Mail inklusive obszönem Bildanhang. Die Sportlerin geht in die Offensive und outet den Absender mit Klarnamen und Wohnort, ebenfalls in dem sozialen Netzwerk. Doch damit verletzt sie nicht nur rechtliche Grundsätze - sie geht weiter.
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Bernd Graffmehr...
Isaac Mao ist einer der bekanntesten chinesischen Blogger. Im Gespräch erklärt er, warum die Microblogging-Dienste sein Land demokratisieren und weshalb sich die chinesische Führung auf weitere soziale Unruhen einstellen muss.
Interview:
Johannes Kuhnmehr...
Anonym im Netz? Für Besucher schwedischer Zeitungswebsites ist das seit den Anschlägen von Oslo keine Selbstverständlichkeit mehr: Die Verlage setzen dort nun auf scharfe Kontrollen für Nutzerkommentare. Doch es gibt Kritik.
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Gunnar Herrmannmehr...
Weil Gerüchte über einen Staatstreich im Netz hohe Wellen schlugen, greift Peking hart durch: Die staatliche Internet-Behörde lässt sechs Internet-Nutzer wegen der "Erfindung von Gerüchten" verhaften, 16 Online-Seiten müssen vom Netz. Zwei prominente Twitter-Klone haben sich zudem verpflichtet, vorerst ihre Kommentarfunktion zu schließen.
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Wer online einkauft oder ein Hotel buchen will, orientiert sich oft an den Bewertungen von Unbekannten. Doch wie glaubwürdig sind diese und wie gelingt es einem selbst, bei Bewertungsportalen nicht zu viele persönliche Daten preiszugeben?
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Christopher Schradermehr...
Es ist sinnlos, die Debatte um Klarnamen im Internet mit Ja oder Nein beantworten zu wollen: Die Erwartungen, den Diskurs über solch einfache Methoden steuern zu können, sind zu groß. Ein anderer Faktor ist entscheidender.
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Johan Schloemannmehr...
Gezieltes Hacking und das Filmen von intimen Szenen: Die Piratenpartei hat Ärger mit einem Parteimitglied, das andere terrorisiert. In einem offenen Brief ist von einem "unerträglichen Klima der Angst" die Rede. Der Landesvorstand bestätigt die Vorwürfe und bittet die Betroffenen, Strafanzeige zu erstatten.
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Immer mehr politische Gruppierungen wie Occupy versuchen, sich im Netz auf eigenen Plattformen zu engagieren - und sich damit nicht mehr "Faceboogle" unterwerfen.
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Niklas Hofmannmehr...
Sie pöbeln, spitzen zu, werden ausfallend und beleidigend - Innenminister Friedrich will nach dem Massaker in Norwegen nicht mehr ertragen, was Blogger oder Kommentatoren unter falschen Namen im Internet schreiben. Er fordert ein Ende der Anonymität. Warum er damit das Problem verkennt:
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Stefan Plöchingermehr...
Wird das Internet ein besserer Ort, wenn wir alle nur noch mit unserem echten Namen unterwegs sind? Die Welt von Facebook und Google Plus verheißt einen friedlicheren Diskurs im Netz - tatsächlich aber ist ein Online-Universum ohne Pseudonyme eine gefährliche Vision.
Ein Kommentar von
Johannes Kuhnmehr...
Zwiespältig: Auf eine Art achtet Google Plus die Privatsphäre der Nutzer mehr als Facebook. Andererseits kämpft das neue soziale Netzwerk des Suchmaschinenbetreibers gegen Pseudonyme an, denn nur verifizierbare Identitäten lassen sich für Werbeeinnahmen nutzen. Dabei lässt Google außer Acht, dass für einige das Benutzen eines Pseudonyms im Netz essenziell ist.
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Niklas Hofmannmehr...
Einen Tag, nachdem VroniPlag-Gründer Martin Heidingsfelder seine Anonymität aufgegeben hat, wird er schon mit Kritik überzogen. Das SPD-Mitglied, so die Vorwürfe, habe aus parteipolitischen Interessen gehandelt. Urheber der Anschuldigungen ist Jorgo Chatzimarkakis - jener FDP-Politiker, der von der Plattform als Plagiator überführt wurde.
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Innenminister Friedrich möchte eine Demokratie, die mit "offenem Visier" streitet. Mit dem gleichen Argument führten Sicherheitspolitiker vor 25 Jahren das Vermummungsverbot bei Demonstrationen ein. Es entpuppte sich als Schnapsidee. Auch ein Generalverbot von Pseudonymen im Netz wäre sinnlos - an einigen Stellen sind Klarnamen jedoch angebracht.
Ein Kommentar von
Heribert Prantlmehr...
Die deutsche Debatte über das Internet hat in den vergangenen Monaten einige Tiefpunkte erreicht - an diesem Freitag leistet "Bild" seinen Beitrag. Die Zeitung schlagzeilt über die "Sex-Falle Facebook", drückt den Alarmknopf, verbreitet Angst statt Aufklärung.
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Stefan Plöchingermehr...
Kindheit als Martyrium: Regisseur Oskar Roehler verarbeitet in seinem Buch "Herkunft" seine Jugend als Sohn zweier exzentrischer Gruppe-47-Autoren. Der Roman beschreibt die grausame Verwahrlosung des Jungen durch die 68er-Eltern, Zeiten der Idylle beim Nazi-Opa und Jahre der Einsamkeit im Internat. Ganz nebenbei erzählt Roehler so auch die Geschichte der Bundesrepublik.
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Christopher Schmidtmehr...
Er hat als erster Ägypter den Militärdienst verweigert und machte sich stark für Demokratie und die Existenz Israels. Im März verhaftete das Militär den ägypischen Blogger Maikel Nabil Sanad und verurteilte ihn wegen "Beleidigung des Militärs" zu drei Jahren Gefängnis. Jetzt ist er in den Hungerstreik getreten.
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Alex Rühlemehr...
Lange bevor die Zwickauer Neonazi-Zelle enttarnt wurde, firmierte ein ehemaliger Politiker der rechtsextremen NPD bei Facebook als "Paul Panther". Purer Zufall sei das, sagt der Mann, der aus Zwickau kommt. Seine ehemaligen Parteikameraden sind nicht gut auf ihn zu sprechen.
Von
Kathrin Haimerlmehr...
Google verlangt von den Nutzern seines sozialen Netzwerks, dass sie dort mit ihrem echten Namen auftreten. Die Kritik daran wird immer lauter: Jetzt wendet sich eine Gruppe von Bundestagsabgeordneten und Netz-Aktivisten mit einem offenen Brief gegen den "Echtnamenzwang".
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Das neue Medium Internet versprach einst Anonymität für alles und jeden. Doch durch das kreieren von Algorithmen konnten amerikanische Forscher anhand der gemachten Einträge Informationen über die soziale Identität enthüllen. Leider kamen die Erkenntnisse zu spät, um einen kleinen Skandal zu verhindern.
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Michael Moorstedtmehr...
Es hat mehr als sechs Jahrzehnte gedauert - nach BKA und BND lässt jetzt auch das Bundesamt für Verfassungsschutz die braune Vergangenheit seiner Mitarbeiter systematisch erforschen. Das Projekt liegt in den Händen renommierter Historiker, und ihre Ergebnisse werden, soviel ist klar, erschüttern: Die alten Verbindungen der Nazis reichten bis in die Spitze der Behörde.
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Joachim Käppner, Kölnmehr...
Der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning sitzt seit über einem Jahr in einem US-Militärgefängnis. Jetzt veröffentlichte das US-Magazin Wired das komplette Chatprotokoll des Ex-Soldaten - mit dem Mann, der ihn ans FBI gemeldet hat.
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