35 Jahre Haft waren der Revisionskammer des Völkermord-Tribunals in Kambodscha nicht genug. Deswegen muss der Leiter eines ehemaligen Foltergefängnisses der Roten Khmer jetzt lebenslang hinter Gitter. Mit dem ersten Urteil waren beide Seiten nicht zufrieden gewesen.
Zwei Millionen Menschen sind während der Schreckensherrschaft der Roten Khmer in Kambodscha umgekommen. Mehr als 30 Jahre nach dem Ende des Regimes beginnt nun der Prozess gegen drei frühere Anführer. Hunderte Kambodschaner reisten an, um die Eröffnungsplädoyers zu hören.
Die konkrete Zahl ist ein streng gehütetes Staatsgeheimnis, doch eines gilt als sicher: In keinem anderen Land der Welt werden so viele Menschen hingerichtet wie in China.
30 Jahre nach dem Ende ihrer unvorstellbar grausamen Tyrannei beginnt in Kambodscha der Prozess gegen die vier höchsten noch lebenden Vertreter der Roten Khmer. Doch das Tribunal ist umstritten.
Von
Tobias Matern
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In nicht einmal vier Jahren hatten die Roten Khmer fast zwei Millionen Menschen in Kambodscha getötet. Dreißig Jahre hat es gedauert, bis den vier ranghöchsten noch lebenden Anführern der Prozess wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gemacht wird.
Während das Sondertribunal in Kambodscha ein erstes Urteil gegen einen der Anführer der Roten Khmer gefällt hat, versuchen Geschäftsleute im Norden des Landes, die Hinterlassenschaften der Ultra-Maoisten zu vermarkten.
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Evelyn Vogel, Phnom Penh
Im afghanischen Einsatzgebiet der Bundeswehr töten internationale Truppen zwei regionale Taliban-Führer - in der Provinz, in der vor zwei Wochen ein deutscher Soldat starb.
SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat seinen Organspende-Eingriff gut überstanden. Auch seiner nierenkranken Frau gehe es gut, sagte ein Sprecher. Kurzmeldungen im Überblick.
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Mehr als 30 Jahre liegt die Schreckensherrschaft der Roten Khmer in Kambodscha zurück. Nun ist ein erstes Urteil gefallen: Folterchef Kaing Guek Eav alias "Genosse Duch" wurde zu 30 Jahren Haft verurteilt.
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Zwischen 1975 und 1979 töteten Pol Pot und die Roten Khmer in Kambodscha ein Viertel der Bevölkerung. Ideologie, Kampf und Fall eines Schreckensregimes in Bildern.
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Irene Helmes
China nennt ein konkretes Ziel zur CO2-Reduzierung, Iran beschlagnahmt Schirin Ebadis Friedensnobelpreis, der Ethikrat fordert die Abschaffung der Babyklappen.
Er hatte jahrelang als Lehrer gearbeitet, bevor Journalisten ihn 1999 aufspürten: In Kambodscha steht der erste frühere Rote Khmer wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht.
In Kambodscha spricht ein Überlebender vor Gericht über Gräueltaten der Roten Khmer, ein indischer Soldat in Kaschmir wird erschossen - und weitere Politik-Meldungen.
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Berlusconi tröstet Erdbebenopfer mit Strandurlaub, Künast will die Regierung abwracken und die Bayern glauben noch an ihre Chance gegen Barcelona: Die Worte der Woche.
Die Liste von Regierungschef Djukanovic gewinnt die Wahl in Montenegro deutlich. Touristen dürfen wieder nach Tibet reisen. Ein Folterer der Roten Khmer steht vor Gericht.
Der Chef-Folterer Duch gesteht, Bauern zum Töten gezwungen zu haben, in Thailand gibt es Massenproteste und US-Politiker treffen einen lebhaften Fidel Castro.
Im spektakulären Prozess um die Gräueltaten der Roten Khmer hat der angeklagte Chef-Folterer Kaing Guek Eav alias Duch einen Erfolg erzielt - der die Haftzeit verkürzen könnte.
Das Völkermordtribunal hat erstmals formell Anklage gegen ein führendes Mitglied der Roten Khmer erhoben. Vor Gericht wird der mutmaßliche Chef-Folterer stehen.
Die USA wollen angeblich mehr Soldaten nach Afghanistan schicken, Ankläger fordert 40 Jahre für Ex-Roten-Khmer und Wehrbeauftragter kritisiert "Gammeldienst"
Opferanwälte werfen Rote-Khmer-Folterchef Verharmlosung vor, ein chinesisches Gericht verurteilt einen Dissidenten, die Junge Union will junge Männer in die Pflicht nehmen.
Nach der brutalen Schreckensherrschaft der Roten Khmer kommt es Kambodschanern wie ein Wunder vor: Einer der Kader muss sich nun vor Gericht verantworten.
Von
Oliver Meiler, Phnom Penh