SS, Homosexualität, Inzest, Durchfall und Erbrechen - Pornographie will die ultimative Überschreitung: Jonathan Littells jetzt auf Deutsch erscheinender Roman "Die Wohlgesinnten" ernennt den Leser zum Voyeur.
Von
Thomas Steinfeld
"Die Leiche ist eine grammatische Form, wenn man schreibt": Daniel Cohn-Bendit und der Autor des Romans "Die Wohlgesinnten" Jonathan Littell sprachen über Literatur und Massenmord.
Von
Lothar Müller
Jonathan Littell weckt mit seinem Roman "Die Wohlgesinnten" heftige Gefühle: Abscheu, Ekel, Mitleid. Aus Orten werden Schauplätze des deutschen Massenmords.
Von
Kurt Kister
"Absichtlich sensationalistisch und bewusst abstoßend": Jonathan Littells Geschichtsepos "Die Wohlgesinnten" floppt in der amerikanischen Literaturkritik.
Von
Jörg Häntzschel
In der Psyche eines Nazikünstlers: Thomas Harlan, Sohn des Propaganda-Regisseurs von "Jud Süß", schreibt mit "Veit" einen verzweifelten Brief an seinen Vater.
Von
Helmut Böttiger
Bei der Recherchearbeit griff Jonathan Littell auf eine immense Zahl an historischen Materialien zurück. Unsere Bildergalerie zeigt Fotos und Grafiken, die den Autor beim Schreiben des Romans "Die Wohlgesinnten" zu Rate zog.
Sex in der Kutsche und Vierbuchstabenwörter: Über was unterhält man sich auf der Buchmesse? Am besten über ein paar gepflegte Literatur-Skandale.
Die Bilder. Von
Lena Schilder
Charlotte Roche lädt den Leser zu einer Reise in ihre Körperöffnungen ein. Jonathan Littell erkundet das Gehirn eines schwulen SS-Offiziers. Kurzum: ein sehr langweiliges Jahr.
Von
Andrian Kreye
Der schlüpfrigste Preis der Literaturgeschichte: Der "Bad Sex in Fiction Award" zeichnet die schlechteste Sexszene in einer literarischen Neuerscheinung aus. Gewinner 2009: Jonathan Littell.
Von
Tomasz Kurianowicz
Auch ohne das Fronterlebnis des Ersten Weltkrieges und ohne Deutscher zu sein, kann man zum Faschisten werden: Jonathan Littell ergänzt seinen Roman "Die Wohlgesinnten" um einen Essay über die Pathologie von Faschisten.
Von
Johannes Willms
Alaska statt Israel? Ein fiktiver Roman über einen Judenstaat in Alaska sät Zweifel an der objektiven Geschichtsschreibung - dazu ist er ein witziges, virtuoses und sehr unterhaltsames Produkt amerikanischer Erzählliteratur.
Von
Christoph Bartmann
Kalkulierter Tabu-Bruch, ökologische Schuldgefühle, Kukident-Talk im TV und Klassik, die jetzt sexy sein muss: Welche Ideen aus dem alten Jahr begleiten uns ins neue? Die Bilder.
Ein SS-Mann reflektiert über das Töten in großem Ausmaß. Denn für jede Abscheulichkeit gibt es eine Schublade: Mord und Massenmord in Jonathan Littells Roman "Die Wohlmeinenden".
Von
Georg Klein
Darf ein Sachbuchautor so etwas erfinden? Und kann man über Hitler einen Roman schreiben? Italien diskutiert über den literarischen Umgang mit Tatsachen.
Von
Henning Klüver