Hunde und Stil Nach Jahren der Verunglimpfung beginnt die Renaissance des Dackels

So wie das Hirschgeweih in den Berlin-Mitte-Cafes, erlebt auch der Dackel eine Renaissance.

(Foto: dpa)

Er galt als uncool, aber in Zeiten der Hipster-Neo-Spießigkeit ist das elegante Möbelstück unter den Hunden wieder schwer angesagt.

Von Hilmar Klute

Der Dackel war lange Zeit so etwas wie das Wappentier der Deutschen. Wenn man sich den perfekten Hund erfinden müsste, dann könnte nur der Dackel dabei herauskommen.

Der klassische Dackel sieht aus wie eine aus schönem teuren Holz geschnitzte Gebrauchsskulptur; er ist das elegante Möbelstück unter den Hunden. Er besitzt, im Gegensatz zu den meisten anderen Tieren, den Zauber der speziellen Anfertigung.

"Eine fette, bis zur Albernheit lang gezogene Handtasche"

Selbst Kurt Tucholsky, der Hunde nicht schätzte, anerkennt den Accessoire-Charakter des Dackels, indem er ihn als "eine fette, bis zur Albernheit lang gezogene Handtasche" skizziert. Sein Brustumfang, um auch diese Daten noch in der Hand zu haben, beträgt 35 Zentimeter, der Dackel wiegt in seiner Standard-Ausführung etwa vier Kilo.

Irgendwann begann die Popularität des Dackels zu schwinden, sicherlich auch deshalb, weil immer mehr Hunderassen auf den Plan traten und der konservative Dackel als altbacken galt.

Nun aber in Zeiten der Hipster-Neo-Spießigkeit erlebt der Dackel eine Renaissance, so wie das Hirschgeweih in den Berlin-Mitte-Cafes. Was ist also das Geheimnis des Dackels und wo kommt er überhaupt her?

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