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WM 2010: Elf des Turniers – Tintenfisch und Tangotänzer
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Carles Puyol, Spanien
Zu den Haaren des Abwehrchefs dieser Elf ist von allen alles gesagt worden, deshalb soll hier nicht weiter auf diese Mähne eingegangen werden, die von einfallslosen Menschen mit einem Wischmob verglichen worden ist. Wischmob, also bitte. Ein Wischmob ist ein unbelebtes Objekt, schlaff, müd und fad. In Carles Puyols Haaren hingegen steckt Leben, jedes einzelne tut, was es will; es hat ja nicht ernsthaft jemand geglaubt, das wäre der Wind, der die Mähne bisweilen wehen, abstehen oder flachliegen lässt, oder? Die Haare passen sich der jeweiligen Spielsituation an. Wenn Puyol zum Kopfball ansetzt, versammeln sie sich stromlinienförmig hinter dem Kopf, wenn er gerade eine ruhige Phase hat, hängen sie ihm vor den Augen wie ein Vorhang. Er zieht sich dann gewissermaßen ins Private zurück. Manchmal tippen die Haare den Gegenspielern kurz auf die Schulter oder kitzeln sie am Ohr, was natürlich zu Verwirrung führt, zumal die Haare stets so tun, als sei nichts. Carles Puyol trägt, was es selten gibt: eine aufregende Frisur. Er hat, was die Haare angeht, alles, was seinem Partner in der Innenverteidigung dieser Elf fehlt.
Bild: ap12. Juli 2010, 08:02 2010-07-12 08:02:32