Tennis Görges erreicht große Form vor Wimbledon

Julia Görges aus Deutschland glänzt beim Turnier in Mallorca.

(Foto: dpa)

Die deutsche Tennisspielerin steht im Finale von Mallorca. Die Bayern-Basketballer geben prägende Spieler ab. Ein ehemaliger Bayern-Stürmer hört auf.

Tennis, Frauen: Julia Görges steht beim Damen-Tennis-Turnier auf Mallorca im Endspiel und greift nach dem dritten Titel ihrer Karriere. Die Fed-Cup-Spielerin aus Bad Oldesloe ließ der aufstrebenden Amerikanerin Catherine Bellis am Samstag im Halbfinale mit 6:1, 6:1 keine Chance. Das Match war nach nicht einmal einer Stunde beendet.Im Finale am Sonntag trifft Görges entweder auf Titelverteidigerin Caroline Garcia aus Frankreich oder Vorjahresfinalistin Anastasia Sewastowa aus Lettland.Das bislang letzte von insgesamt sieben Endspielen auf der WTA-Tour bestritt Görges im Januar vorigen Jahres in Auckland. Ihre beiden Titel holte die 28-Jährige jeweils auf Sand 2010 im österreichischen Bad Gastein und 2011 in Stuttgart. Das mit knapp 227 000 Dollar dotierte Rasen-Turnier auf Mallorca dient zur Vorbereitung auf Wimbledon.

Fußball, 1860 München: Der langjährige Bundesligaprofi Ivica Olic beendet nach dem Zweitliga-Abstieg mit dem TSV 1860 München seine Karriere. "Ich bin bereit, meine Fußballschuhe an den berühmten Nagel zu hängen. Ich denke, dass ich mit ruhigem Gewissen aufhören kann", sagte der 37 Jahre alte Kroate in einem Interview der Bild-Zeitung. Olic war aus seiner Heimat zunächst zu Hertha BSC gekommen, schaffte den Durchbruch in Deutschland aber erst nach einem Engagement in Moskau und dem UEFA-Cup-Sieg mit ZSKA.

Danach spielte der Stürmer in der Bundesliga für den Hamburger SV, Rekordmeister Bayern München, den VfL Wolfsburg und noch einmal für den HSV. Von dort wechselte Olic dann zu 1860 München.Dem Fußball wolle er verbunden bleiben, erklärte der 104-malige Nationalspieler, ließ aber offen, in welcher Funktion. "Ich entscheide mich für die Richtung erst, wenn ich meinen Fußballlehrer-Schein gemacht habe. Das wird im nächsten Jahr sein", sagte Olic.

Basketball, FC Bayern: Bryce Taylor verlässt die Basketballer des FC Bayern München nach vier Jahren. Der Bundesligist teilte am Samstag zudem mit, dass neben dem 30 Jahre alten US-Amerikaner auch dessen Landsmänner Dru Joyce und Nick Johnson in der kommenden Saison nicht mehr für den letztmaligen Playoff-Halbfinalisten spielen werden.Taylor wurde mit den Bayern-Basketballern 2014 deutscher Meister. Er führte die Mannschaft drei Spielzeiten als Kapitän an. "Bryce ist mit uns eine außergewöhnlich lange Strecke gegangen, er hat dabei stets alles für den Verein gegeben und sich mit dem Club und München sehr stark identifiziert", äußerte Geschäftsführer Marko Pesic. Taylor war 2013 von den Artland Dragons zum FC Bayern gewechselt.

Basketball, NBA: Der vor einem Wechsel in die NBA stehende Nationalspieler Daniel Theis hat offiziell seinen Abschied vom deutschen Meister Brose Bamberg mitgeteilt. "Nach drei unglaublichen Jahren im Bamberger Trikot ist nun der Moment gekommen, #Freakcity Lebewohl zu sagen, um mich neuen Herausforderungen zu stellen", schrieb der Center am Samstag bei Instagram.Theis zeigte sich stolz darauf, an drei Meisterschaften und einem Pokalsieg beteiligt gewesen zu sein. "Bamberg ist für meine Familie und mich Heimat geworden und wird immer einen besonderen Platz in meinem Leben einnehmen", betonte der 25-Jährige. Die Boston Celtics haben Interesse daran, Theis in die nordamerikanische Profiliga zu holen. Zuletzt hatte Celtics-Manager Danny Ainge erklärt, dass sein Team in Verhandlungen mit dem möglichen Neuzugang stehe. Theis hatte zuvor betont, nicht um jeden Preis in die NBA wechseln zu wollen, wo in Dirk Nowitzki, Dennis Schröder und Paul Zipser derzeit schon drei Deutsche spielen.

Es geht immer noch absurder

Die U20 von China soll in der deutschen Regionalliga starten. Das mag vielen Fans seltsam erscheinen - aber das interessiert den Fußball ja nicht. Kommentar von Sebastian Fischer mehr...

Tennis, Männer: Roger Federer hat beim Tennis-Turnier im westfälischen Halle zum elften Mal das Endspiel erreicht. Der 35 Jahre alte Schweizer bezwang bei den Gerry Weber Open am Samstag im Halbfinale den Russen Karen Chatschanow mit 6:4, 7:6 (7:5). Federer nutzte nach 1:25 Stunden seinen ersten Matchball und greift damit nach seinem neunten Titel beim mit 1,966 Millionen Euro dotierten Rasen-Event.

Fußball, River Plate: Zwei Profis des argentinischen Fußball-Rekordmeisters River Plate sind positiv auf Doping getestet worden. Abwehrspieler Lucas Martínez Quarta und der uruguayische Mittelfeldspieler Camilo Mayada haben möglicherweise das verbotene Entwässerungsmittel Hydrochlorothiazid genommen, das den Konsum von Substanzen zur Leistungssteigerung verschleiern kann. "Es hat uns überrascht und erschüttert", erklärte Trainer Marcelo Gallardo am Freitag (Ortszeit).Die Dopingtests waren nach zwei Spielen der südamerikanischen Copa Libertadores, dem wichtigsten Vereinswettbewerb des Kontinents, durchgeführt worden. Beiden Spieler wurden vom südamerikanischen Verband Conmebol vorläufig gesperrt.Der Antidopingchef des Conmebol, Osvaldo Pangrazio, räumte jedoch ein, dass es sich um eine Verschmutzung der Probe im Labor handeln könne. Die Tests seien vom Labor der UCLA in den USA durchgeführt worden. Die B-Probe soll jetzt in Deutschland analysiert werden.

Tennis, Doping: Der Tennis-Weltranglisten-50. Dan Evans ist im April bei einem Doping-Test positiv auf Kokain getestet worden. Das gab der britische Davis-Cup-Spieler am Freitag selbst auf einer Pressekonferenz bekannt. "Ich habe einen Fehler gemacht und muss jetzt mit den Konsequenzen leben", sagte der 27-Jährige: "Ich habe die Droge außerhalb des Wettbewerbs eingenommen und in einem Zusammenhang, der nichts mit Tennis zu tun hatte."Das Tennis Anti-Doping-Programm (TADP) des Weltverbandes ITF bestätigte, dass es eine Probe des Briten, die er im Zusammenhang mit seiner Teilnahme am ATP-Turnier in Barcelona abgegeben hatte, positiv auf Kokain und dessen Abbauprodukte getestet worden war. Er wird mit Wirkung ab 26. Juni vorläufig gesperrt.Sein letztes Match hatte Evans am 10. Juni beim ATP-Challenger in Surbiton gespielt, wo er gegen den Deutschen Dustin Brown im zweiten Satz wegen einer Wadenverletzung aufgeben musste. Danach sagte er auch seine Teilnahme in Nottingham, London und Eastbourne ab.

Tennis, Mallorca: Die frühere Wimbledonfinalistin Sabine Lisicki (Berlin) hat beim WTA-Turnier auf Mallorca ihr erstes Halbfinale seit zwei Jahren verpasst. Die 27-Jährige musste sich bei ihrem ersten Turnier nach siebenmonatiger Verletzungspause im deutschen Viertelfinal-Duell der Fed-Cup-Spielerin Julia Görges (Bad Oldesloe) nach 1:30 Stunden 2:6, 4:6 geschlagen geben.Für die 28-jährige Görges ist es das dritte WTA-Halbfinale in diesem Jahr. Bereits in Budapest und Auckland war sie in die Runde der letzten vier eingezogen.Zuletzt hatte Lisicki beim WTA-Turnier in Birmingham im Juni 2015 im Semifinale gestanden. Damals musste sie sich ihrer deutschen Kollegin Angelique Kerber (Kiel) geschlagen geben, die das Turnier später gewann.Aufgrund einer Schulterverletzung hatte Lisicki in diesem Jahr noch kein Match bestritten. Zuletzt hatte sie beim zweitklassigen WTA International im November 2016 in Honolulu auf dem Platz gestanden.

Golf, Martin Kaymer: Martin Kaymer ist beim Münchner Turnier völlig überraschend schon vor den entscheidenden beiden Runden ausgeschieden. Der zweimalige Majorsieger aus Mettmann schaffte am Freitag wie tags zuvor nur den Platzstandard von 72 Schlägen. Das war auf dem von Experten als relativ leicht eingestuften 18-Loch-Kurs in Moosinning-Eichenried zu wenig, um den Cut der besten Spieler zu überstehen.Kaymer rangierte letztlich nur auf dem geteilten 86. Platz, die leisen Hoffnungen auf seinen zweiten Sieg beim Münchner Turnier nach 2008 sind dahin. Die Finaltage des mit zwei Millionen Euro dotierten Europa-Tour-Events finden somit ohne den Publikumsliebling statt.Insgesamt schafften sechs von 14 deutschen Athleten die Qualifikation fürs Wochenende. Die beste Ausgangsposition hat Max Kramer. Der Fuldaer liegt mit einer Gesamtbilanz von vier Schlägen unter Par auf dem geteilten 23. Platz. Die Führung teilen sich der Schwede Joakim Lagergren und der Franzose Joel Stalter mit je neun Schlägen unter dem Platzstandard.