Tennis Fed Cup: Petkovic hadert, Kerber dominiert

Angelique Kerber zeigte wieder starkes Tennis.

(Foto: AP)
  • Die deutschen Tennisfrauen können sich auf Angelique Kerber verlassen.
  • Deutschlands Nummer eins schafft nach Petkovics Auftaktpleite gegen Timea Bacsinszky den Ausgleich gegen die Schweiz.

Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber hat die deutschen Hoffnungen auf den Einzug ins Fed-Cup-Halbfinale am Leben erhalten. Sieben Tage nach ihrem Triumph in Melbourne ließ die Weltranglistenzweite aus Kiel Timea Bacsinszky beim 6:1, 6:3 keine Chance und glich zum 1:1 gegen die Schweiz aus. Das erste Match der Erstrundenpartie in Leipzig hatte Andrea Petkovic gegen Belinda Bencic 3:6, 4:6 verloren.

Am Sonntag (ab 12.00 Uhr) trifft Kerber im Spitzeneinzel auf Bencic. Ob Petkovic gegen Bacsinszky erneut zum Einsatz kommt, ist fraglich. Die Darmstädterin wollte sich nicht zur Partie äußern, solange sie nicht wisse, wie sich Teamchefin Barbara Rittner entscheide. Als Ersatz steht Annika Beck bereit, die Bonnerin hatte bei den Australian Open gegen Bacsinszky gewonnen.

4200 Zuschauer, darunter auch Vizekanzler Sigmar Gabriel, hatten dem Team von Bundestrainerin Rittner und vor allem Kerber einen stimmungsvollen Empfang bereitet. Petkovic konnte die Erwartungen der Fans jedoch nicht erfüllen, obwohl sie sich nach ihrem Erstrunden-Aus in Australien auf einem "sehr guten Weg" wähnte. Gegen die 18-jährige Bencic, derzeit Elfte der Weltrangliste, unterliefen der deutschen Nummer zwei mit der Vorhand zu viele leichte Fehler.

Kerber spielte dagegen ebenso konzentriert wie im Finale von Melbourne, als sie Serena Williams (USA) in drei Sätzen bezwungen und den bislang größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert hatte. Nach 1:14 Stunden Spielzeit verwandelte sie ihren vierten Matchball, weil Bacsinszky einen Doppelfehler servierte.

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Der Weg ins dritte Fed-Cup-Halbfinale nacheinander wird für die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes (DTB) dennoch zur erwartet schwierigen Aufgabe. Hinter der Weltranglistenzweiten Kerber sind Bencic und Bacsinszky (WTA-Nr. 15) die höchstplatzierten Spielerinnen der Partie. Zudem steht in Altmeisterin Martina Hingis die derzeit weltbeste Doppelspielerin für das womöglich entscheidende Match am Sonntag bereit.