Ein vom Deutschen Fußball-Bund unter Verschluss gehaltenes Gutachten soll die kontrollierte Freigabe von Pyrotechnik im Stadion befürworten. Das bestätigt die Fans in ihrem Zorn auf den Verband. Sie fordern den DFB zu neuen Gesprächen auf.
Eigentlich sind die Dinge klar. Die einen, die Ultras, lieben Pyrotechnik. Die bunten Feuerchen gehören für sie zu einem stimmungsvollen Support wie "Jingle Bells" zum Weihnachtsmarkt. Die anderen, Verbände und Polizei, würden die bis zu 1000 Grad heißen bengalischen Feuer hingegen am liebsten mit aller Konsequenz aus den Fankurven verbannen. Für sie gehören die Mini-Fackeln zum Fußball wie "Jingle Bells" zum Tauchurlaub in der Karibik.
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Pyrotechnik im Stadion, beliebt aber verboten. (© dapd)
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Doch da ersteren bewusst ist, dass zweitere am längeren Hebel sitzen und diese wiederum wissen, dass das Nadel-Suchen im Heuhaufen deutlich erfolgsversprechender ist als das Aufspüren von winzigen Stiften in einer vollbesetzten Fankurve, trafen sich einst im Frühjahr Vertreter beider Seiten an einem Tisch und entwarfen ein Friedensszenario: Namentlich bekannte Fans zündeln unter Aufsicht in ausgewiesenen Zonen zu verabredeten Zeitpunkten. Das Ziel zur Aufweichung der Fronten schien klar zu sein. Beide Seiten ließen nun ihre Juristen den Weg dorthin überprüfen.
Es hätte also alles harmonisch enden können, Fotos vom Händeschütteln zwischen jungen Menschen in Kapuzen-Sweatern und älteren im Zweireiher hätten dieser Tage die Runde machen können.
Stattdessen muss berichtet werden, dass die Fan-Initiative nach dem Scheitern des Kompromissweges scharfe Geschütze gegen den DFB auffährt: "Wir haben Kenntnis darüber erlangt, dass Sie nicht nur uns, sondern auch die Vereine und die Öffentlichkeit erneut bewusst getäuscht haben", heißt es in einem Offenen Brief der Initiative Pyrotechnik legalisieren, der am Wochenende DFB-Präsident Theo Zwanziger und DFL-Boss Reinhard Rauball zuging. "Trotzdem", heißt es großmütig, "geben wir Ihnen die Chance, mit uns an den Verhandlungstisch zurückzukehren".
"Die versuchen halt, die Angelegenheit auszusitzen", vermutet Anke Wiedenroth. Was die Kampagnen-Vertreter so aufregt, erzählt deren Würzburger "Sprecherin Süd" gerne. Man habe (durch welche Kanäle auch immer) Einblick in das vom DFB in Auftrag gegebene juristische Gutachten erhalten, dessen Ergebnis der Verband im November als Grundlage für die Aufkündigung der Konsenssuche anführte, seither aber unter Verschluss hält. "Weiterhin nicht in Frage kommt eine sogenannte Legalisierung von Pyrotechnik", hieß es in einer Presseerklärung vom 2. November. Und: "Bestätigt wird das Verbot durch ein vom DFB-Präsidium in Auftrag gegebenes unabhängiges Rechtsgutachten."
In dem, so die Fanvertreter, stehe aber eher das Gegenteil. Nämlich, dass der "begrenzte Einsatz von Pyrotechnik in Fußballstadien" unter "einschränkenden Voraussetzungen" durchaus möglich sei.
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mal schön tief Luft holen. Pyro und Ultras sind nicht das Gleiche. Das wird aus Gründen der Bequemlichkeit beim Denken gern zusammengeworfen. Der DFB selbst möchte sich gern zum Oberaufseher der Stadionstimmung aufschwingen. Bestes Beispiel sind die Spiele der Jogi-Truppe mit dem ganz eigenen DFB-Fanclub, eigenen Fahnen, etc. Das ist schon pervers, was da passiert. Und ausser 'schland-Rufen und Auf gehts D noch ein Tor wird auch nichts mehr gerufen oder gesungen. Sehr originell und völlig korrekt, aber eben aalglatt und überteuert.
Stimmung und Zuschauer gab's schon vor den Ultras, da brauchen Sie mir keinen Unterricht erteilen. Zu der Zeit hielt sich auch der DFB noch nicht befugt alles zu kontrollieren und bestrafen zu müssen, trotz größerer Gewalt als heute. Was meinen nick angeht, Sie sind noch nicht lange genug dabei, sonst wüßten Sie die Geschichte darum und würden sich nicht mit kleinkindlichen Mutmaßungen selbst ins Abseits schießen. Zurück zum Thema: Gewollt ist Pyro vor Spielbeginn, in der Halbzeit und nach Spielende in dafür vorgesehenen Zonen. Seitens der Fanclubs und auch einiger Clubs ist bzw. war daran gedacht, diese Pyros in Choreos mit einzubinden. Btw. sehr viele Choreos, auch solche von den Ultrs werden wochenlang vorbereitet. Der Normalo erfeut sich dran, tut nichts aber meckert, wenn's mal nicht passt und verlässt sich auf den Hausmeister zwecks Aufruf und Tonstörungen. Siehe Hoppenheim. So, und jetzt schnell googlen, was ich wohl gemeint haben könnte.
Alle nur Style und vorübergehende Mode, der Fußball hat schon manche Vereinnahmung überlebt.
Stimmung im Stadion ist keine neue Erfindung. Neueren Datums ( seit ungeähr 11 Jahren ) dagegen ist die Arroganz, die mit den Ultras aufgekommen ist. Das spaltet die Fanszenen vieler Vereine, ob Hausmeister oder Student. "Hoppenheimer" sind für mich solche, denen man dauerhaft vorbrüllen muss, was sie zu singen haben und wann sie hüpfen sollen.
Aber dem Alter nach sind die vom "luja" ( lutschen ) noch nicht soweit entfernt. Das legt sich dann, wenn die orale Phase vorüber geht.
Gegen Pyrotechnik. Für die Hauptsache, den Fußball.
... in ausländischen Stadien munter Feuerchen abgebrannt werden (dürfen) und dabei anscheinend nicht wirklich irgend jemand Schaden kommt, sollte die "Sicherheit der Fans" eigentlich kein Problem sein. Und dass man weder an Silvester noch im Fußballstadion mit irgendetwas das knallt oder brennt nach anderen Leuten wirft, sollte sich von selbst verstehen, ohne dass man deswegen sämtliches Feuerwerk verbieten muss.
alles Hoppenheimer. Für die besch.. Stimmung ist der Hausmeister zuständig.
menschen in panik zu versetzen, ist feuer, verbrennungen usw.
also: nur zu mit der pyrotechnik in stadien. dann hört sich das mit den massenveranstaltungen von selber auf.
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