Sportler des Jahres Ehrung für FC Bayern, Harting und Obergföll

So war die Ehrung für FC Bayern, Harting und Obergföll

Hunderte Sportjournalisten haben gewählt: Der FC Bayern, Diskuswerfer Robert Harting und Speerwurf-Weltmeisterin Christina Obergföll sind die Sportler des Jahres 2013. Harting sticht damit schon zum zweiten Mal einen großen Konkurrenten aus. mehr...

Hunderte Sportjournalisten haben gewählt: Der FC Bayern, Diskuswerfer Robert Harting und Speerwurf-Weltmeisterin Christina Obergföll sind die Sportler des Jahres 2013. Harting sticht damit schon zum zweiten Mal einen großen Konkurrenten aus.

Das beste Vereinsteam im Weltfußball und zwei Leichtathletik-Weltmeister sind Deutschlands Sportler des Jahres 2013. Bayern München gewann den Mannschaftstitel, Diskuswerfer Robert Harting ließ Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hinter sich und Speerwurf-Weltmeisterin Christina Obergföll stach Wimbledonfinalistin Sabine Lisicki aus.

Robert Harting siegte bei der Wahl mehrerer Hundert Sportjournalisten mit 2920 Punkten vor Sebastian Vettel (2788), der als viermaliger Weltmeister einen Titel mehr inne hat als der Berliner - und mit geschätzten 22 Millionen Euro Jahresgehalt ungefähr das 50-fache von Harting verdient. Dritter wurde Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe (1893).

Weltmeister, Europameister und Alpin-Ikone

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Bei den Frauen lag Christina Obergföll (3552) deutlich vor Sabine Lisicki (2806), Dritte wurde Alpin-Star Maria Höfl-Riesch (1455). Bei den Mannschaften besiegte in einem Fußball-Finale Bayern München (3782) die DFB-Frauen (1562) sowie die Frauenmannschaft des VfL Wolfsburg (1134).

700 geladene Gäste versammelten sich anlässlich der Wahl im Baden-Badener Kurhaus, darunter auch Thomas Bach erstmals in seiner Funktion als Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Insgesamt waren etwa 35 Welt- und Europameister anwesend, außerdem etwa 40 ehemalige Sieger.

"I-Tüpfelchen, Sahnehäubchen - ich finde keine Worte dafür", sagte Christina Obergföll zu ihrer Ehrung nach einem Jahr voller Erfolge. Denn schon vor dem WM-Gold im August gewann sie als Disziplinsiegerin der Diamond League mehr als 100.000 Dollar und wurde von den Athleten zudem zum "Champion des Jahres" gewählt. Obergföll ist die 23. Leichtathletin seit 1947, die Wahlsiegerin wurde. Die 32-Jährige verhinderte damit, dass mit Sabine Lisicki 14 Jahre nach Steffi Graf wieder eine Tennisspielerin Sportlerin des Jahres wird.

"Diese Wahl macht mich sehr stolz", sagte Robert Harting, der Vettel schon bei der Wahl im vergangenen Jahr hinter sich gelassen hatte. Der Berliner Diskuswerfer siegte in der Geschichte der Wahl als 15. Leichtathlet und wiederholte als erster Athlet seit Tennisspieler Boris Becker (1989/90) einen Wahlerfolg aus dem Vorjahr. Dem 3. WM-Gold will Harting 2014 jetzt den zweiten EM-Titel folgen lassen.

Für den FC Bayern war es nach dem Wahlsieg 1967 und 2001 bereits der dritte Wahlsieg - nach deutscher Meisterschaft, Pokalsieg, europäischem Supercup-Gewinn und dem Triumph in der Champions League in diesem Jahr im Grunde unvermeidlich. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sagte: " Der Respekt in der Welt vor dem FC Bayern war nie größer". Er nahm den Pokal zusammen mit Mittelfeldstar Bastian Schweinsteiger und dem momentan verletzten Holger Badstuber entgegen.

Als Trainer des Jahres wurden DFB-Frauen-Bundestrainerin Silvia Neid und Hermann Weinbuch, Cheftrainer der deutschen Kombinierer, ausgezeichnet. Die Ehrungen überreichten der Präsident des Deutschen Fußball-Verbandes (DFB), Wolfgang Niersbach, und Alfons Hörmann, Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).