Slomka verlängert in Hannover "Grundsätzliche Einigkeit erzielt"

Hannovers Trainer Mirko Slomka: "Es wäre schön, wenn es noch vor dem Leverkusen-Spiel klappt."

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Mirko Slomka will noch vor dem Leverkusen-Spiel unterschreiben. Der deutsche Basketball-Bund will am Donnerstag einen neuen Nationaltrainer präsentieren - Dirk Bauermann wird es nicht, gute Chancen hat Frank Menz. Einen Ellbogen-Schlag des Zweitliga-Stürmers Benjamin Lauth vom TSV 1860 München ahndet der DFB hart.

Sportnachrichten in Kürze

Bundesliga, Mirko Slomka: Trainer Mirko Slomka wird seinen Vertrag beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96 wohl noch in dieser Woche verlängern. "Ich denke, dass grundsätzliche Einigkeit erzielt worden ist. Es wäre schön, wenn es noch vor dem Leverkusen-Spiel mit der Unterschrift klappt. Wenn nicht, machen wir es Anfang nächster Woche", sagte der 45-Jährige bei der Pressekonferenz vor dem letzten Spiel in der Gruppenphase der Europa League am Donnerstag (21.05 Uhr/Sky und Kabel1) bei UD Levante. Slomka wird seinen im kommenden Sommer auslaufenden Vertrag bei den Niedersachsen nach monatelangem Poker voraussichtlich um drei Jahre bis 2016 verlängern. Am Sonntag (17.30 Uhr/Sky und Liga total!) steht für Slomka das 100. Bundesliga-Spiel für 96 gegen Bayer Leverkusen an. Slomka arbeitet seit dem 19. Januar 2010 in Hannover und hat den Verein zweimal in Folge in die Europa League geführt. Zuletzt hatte es immer wieder Gerüchte um seinen Abgang aus der niedersächsischen Landeshauptstadt gegeben. Der 45-Jährige wurde als Nachfolger des im Oktober beim VfL Wolfsburg entlassenen Felix Magath gehandelt und unter anderem bei Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft ins Gespräch gebracht.

IOC, Doping: Vier Leichtathleten aus Osteuropa verlieren acht Jahre nach den Olympischen Sommerspielen in Athen wegen Dopings ihre Medaillen. Der gestürzte Radsportstar Lance Armstrong darf dagegen Bronze von Sydney 2000 vorerst behalten. Diese Entscheidungen gab das Internationale Olympische Komitee (IOC) nach einer Sitzung der Exekutive in Lausanne am Mittwoch bekannt. Ihre Medaillen müssen der ukrainische Kugelstoß-Sieger Juri Bilonog, der weißrussische Hammerwerfer Iwan Tichon (Silber), die russische Kugelstoßerin Swetlana Kriweljowa (Bronze) und die weißrussische Diskuswerferin Irina Jatschenko (Bronze) zurückgeben. Das IOC hat in allen Fällen die betreffenden Nationalen Olympischen Komitees nach eigenen Angaben dazu aufgefordert, "die Medaillen so schnell wie möglich" auszuhändigen.

2 mal 2 - Der Fußball-Schlagabtausch "Dass Chelsea weiterkommt, wäre nicht verdient"

Die Vorrunde der Champions League geht zu Ende und es stellt sich die Frage: Schafft es Titelverteidiger Chelsea doch noch in die nächste Runde? Und wie ernsthaft ist Bayer Leverkusen als Bayern-Verfolger in der Bundesliga zu nehmen? Die Fußball-Fragen der Woche.

(Video: Süddeutsche.de, Foto: AFP)

Handball, EM: Die deutschen Handball-Frauen haben bei der EM in Serbien auch ihr zweites Spiel verloren und müssen um den Hauptrundeneinzug bangen. In der zweiten Partie der Vorrundengruppe C unterlag die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Mittwoch in Novi Sad Ungarn mit 21:24 (14:11). Vor rund 1200 Zuschauern war Marlene Zapf mit fünf Treffern beste deutsche Torschützin. Im letzten Gruppenspiel am Freitag braucht das Team von Bundestrainer Heine Jensen gegen Kroatien einen Sieg zum Weiterkommen. Die ersten drei Teams erreichen die Hauptrunde.

Basketball: Europacup: Die s.Oliver Baskets Würzburg haben die Chance auf das Weiterkommen im Eurocup gewahrt. Der Basketball-Bundesligist gewann am Mittwoch 82:71 (50:37) beim ukrainischen Klub BK Mariupol. Mit drei Siegen und zwei Niederlagen sind die Würzburger vor dem letzten Spieltag der Vorrunde weiter Gruppendritter. Nur die beiden erstplatzierten Teams kommen in die Top-16-Runde. Bester Werfer der Gäste, die den ersten Auswärtssieg im Wettbewerb feierten, war Alex King. Der Forward traf alle seine sieben Dreier-Versuche und kam auf 21 Punkte. Dieses Kunststück war zuvor noch keinem Spieler im Eurocup gelungen. Bislang lag die Bestmarke bei sechs Treffern ohne Fehlversuch

Basketball, Nationaltrainer: Neun Tage nach dem Wechsel von Svetislav Pesic zu Bayern München wird der Deutsche Basketball Bund an diesem Donnerstag den neuen Bundestrainer präsentieren. Der Verband lud für 10.30 Uhr zu einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main ein. Als aussichtsreichster Kandidat gilt der bisherige Assistenztrainer Frank Menz. Auch Dirk Bauermann hatte zuletzt Interesse an einer Rückkehr als Nationalcoach bekundet, nun aber gesagt, er werde an diesem Donnerstag nicht in Frankfurt am Main sein. "Es gab keinen Kontakt", sagte Bauermann der Nachrichtenagentur dpa. Bauermann war Ende September als Trainer von Bayern München entlassen worden.

Handball, Bundesliga: Mit einer Galavorstellung sind die Füchse Berlin in der Handball-Bundesliga wieder auf den dritten Tabellenplatz geklettert. Im Duell der beiden Champions-League-Teilnehmer gewann der Hauptstadtclub mit 37:27 (19:11) gegen den HSV Hamburg. Vor allem in der ersten Halbzeit deklassierten die Berliner die Gäste. Vor 8639 Zuschauern in der Berliner Max-Schmeling-Halle warf Börge Lund (7) die meisten Tore für die Füchse, die zuvor nur einen Sieg aus den vergangenen drei Bundesliga-Partien verbuchen konnten. Für den HSV traf Michael Kraus (7) am häufigsten. "Es ist schade, dass wir solch eine Partie unter solchen Umständen spielen mussten. Sowohl wir als auch die Hamburger hatten mit Ausfällen zu kämpfen", sagte Berlins Trainer Dagur Sigurdsson. "Wir haben gut gedeckt und früh für die Entscheidung gesorgt." Sein Hamburger Kollege Martin Schwalb meinte: "Wir haben uns hier eine ganz fiese Suppe eingebrockt. Wir hatten keine Chance, das Spiel zu gewinnen. In der zweiten Halbzeit haben wir unser Gesicht gewahrt."

TSV 1860 München, Benjamin Lauth: Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Benny Lauth "wegen krass unsportlichen Verhaltens" mit einer Sperre von vier Meisterschaftsspielen belegt. Der Stürmer des Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München hatte im Auswärtsspiel beim VfR Aalen (1:1) seinen Gegenspieler Marcel Reichwein bei einem Zweikampf im Strafraum mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen. Schiedsrichter Tobias Stieler hatte diese Szene übersehen. Lauth betonte jedoch, unschuldig zu sein. "Das war nicht sehr geschickt von mir, aber sicher keine Absicht. Ich wollte ihn nicht mit dem Ellenbogen über den Haufen rennen", sagte er. Der DFB-Kontrollausschuss nahm auf Basis der TV-Bilder ein Ermittlungsverfahren auf und legte dem 31-jährigen Angreifer "eine Tätlichkeit gegen den Gegner in der Form des krass sportwidrigen Verhaltens" zur Last und urteilte dementsprechend. Der TSV 1860 hat dem Urteil zugestimmt, das somit rechtskräftig ist.

Sven-Göran Eriksson: Der Schwede Sven-Göran Eriksson ist ein heißer Kandidat auf die Nachfolge von Oleg Blochin als Fußball-Nationaltrainer der Ukraine. Eriksson habe großes Interesse, das Team zur Weltmeisterschaft 2014 nach Brasilien zu führen, zitierten Zeitungen in der Ex-Sowjetrepublik am Mittwoch Erikssons Agenten Carlos Carvalho. "Wir befinden uns in aktiven Verhandlungen. Das Angebot entspricht aber zugegebenermaßen bisher nicht unseren Erwartungen", so Carvalho. Verbandsvize Anatoli Popow bestätigte, dass Eriksson ein Kandidat sei. Der 64-Jährige war zuletzt beim Zweitligisten TSV 1860 München im Gespräch. Seinen Vertrag beim thailändischen Verein BEC Tero Sasana soll er bereits aufgelöst haben. Blochin war im September überraschend zu Rekordmeister Dynamo Kiew gewechselt.

Stimmen nach dem Dortmund Sieg "Ein schönes Gefühl"

Mit 14 Punkten ist Borussia Dortmund souverän als Tabellenführer der Gruppe D ins Achtelfinale der Champions League eingezogen. Das 1:0 gegen Manchester City war die Krönung einer überzeugenden Leistung in der Gruppenphase. Stimmen der Spieler nach der Partie.

(Video: SID, Foto: dapd)

FC Bayern, Sponsoring: Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München hat einen lukrativen Sponsorenvertrag langfristig verlängert. Die HypoVereinsbank bleibt bis mindestens 2016 exklusiver Finanzpartner des Bundesligisten. Der vorzeitig um drei Jahre verlängerte Vertrag mit der Hausbank soll dem FC Bayern dem Vernehmen nach fünf Millionen Euro pro Saison einbringen. Ein Kernstück der Kooperation ist die 2003 eingeführte FC Bayern SparKarte, die nach Vereinsangaben bislang 250.000 Personen erwarben. Die Grundverzinsung erhöht sich bei dem Produkt bei sportlichen Erfolgen des Vereins.

Reitsport, Sperre: Der italienische Weltklassejockey Frankie Dettori ist vom französischen Dachverband France Galop wegen eines positiven Dopingtests weltweit für sechs Monate gesperrt worden. Der 41 Jahre alte Dettori, der 1996 in Ascot an einem Nachmittag alle sieben Rennen gewonnen hatte, war am 16. September auf der Pariser Rennbahn Longchamp positiv auf ein verbotenes, aber nicht leistungssteigerndes Mittel getestet worden. Die Sperre begann mit dem Tag der Anhörung vor einer Ärztekammer am 20. November und endet am 19. Mai 2013. "Ich habe mit Frankie gesprochen, er hat mir gesagt, er akzeptiere voll die Entscheidung von France Galop", teilte Dettoris Anwalt Christopher Stewart-Moore in einer Stellungnahme mit.

Reitsport, Totilas: Das Millionen-Pferd Totilas und sein Dressurreiter Matthias Alexander Rath aus Kronberg/Taunus gehören nicht mehr dem deutschen Championatskader an. Wie die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) am Mittwoch mitteilte, fällte der Dressurausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) am Dienstag diese Entscheidung. Rath und der zwölfjährige Hengst haben seit über einem halben Jahr keinen Wettkampf mehr bestritten. Zuletzt traten sie bei den deutschen Meisterschaften an. Eine Erkrankung von Rath verhinderte einen Start bei den Olympischen Spielen. Wann das Paar in den Turniersport zurückkehrt, ist offen.

Zuvor hatte bereits Mitbesitzer Paul Schockemöhle seinem zehn Millionen Euro teuren Wunderhengst aus sportlicher Sicht kein gutes Zwischenzeugnis ausgestellt. "Mit Totilas ist alles schiefgelaufen, was schieflaufen konnte", hatte der ehemalige Springreit-Europameister gesagt und Konsequenzen angekündigt: "Im nächsten Jahr wird ausschließlich der Sport im Vordergrund stehen." Seiner Tätigkeit als Deckhengst wird Totilas dann nicht mehr nachgehen. Die Einbußen, die Paul Schockemöhle aus dieser Entscheidung entstehen, dürften in die Hunderttausende gehen.

Basketball, NBA: Die New Orleans Hornets aus der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA stehen angeblich vor einer Namensänderung. Nach Medienberichten soll die Mannschaft ab der Spielzeit 2013/2014 in "Pelikane" (Pelicans) umbenannt werden. Ein Klubsprecher wollte dies weder bestätigen noch dementieren. Eine Namensänderung muss von der NBA abgesegnet werden. Die "Hornissen" waren 1988 in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina gegründet worden. Seit 2002 spielen sie in New Orleans. Der Klub ist seit April dieses Jahres im Besitz von Tom Benson, dem auch das Football-Team der Saints gehört. Benson, der die Rechte an dem Namen Pelicans besitzt, hatte beim Kauf der Basketballer angekündigt, den bisherigen Namen Hornets aufgeben zu wollen. Der Braune Pelikan ist der Wappenvogel des Bundesstaates Louisiana (Pelican State).

Volleyball, Champions League: Die Berlin Volleys haben sich vorzeitig für die Playoffs in der Champions League qualifiziert. Der Hauptstadtclub gewann überraschend mit 3:1 (14:25, 25:12, 25:19, 25:19) gegen den zuvor ungeschlagenen Gruppen-Favoriten Lok Nowosibirsk. Mit vier Siegen und elf Punkten hat der deutsche Meister nach fünf von sechs Spieltagen auf jeden Fall Platz zwei in seiner Gruppe sicher. Für die Playoffs qualifizieren sich aus den insgesamt sieben Vorrunden-Gruppen neben den Erstplatzierten auch die fünf besten Gruppenzweiten. Zu diesen gehören nun definitiv die Berliner. Die 4269 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle sahen am Dienstagabend ein über weite Strecken begeisterndes Match auf hohem Niveau. Trotz des verlorenen ersten Satzes zeigten sich Robert Kromm und Co. unbeeindruckt. Die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew spielte sich in einen Rausch, das 25:12 im zweiten Satz kam einer Deklassierung des vermeintlich übermächtigen Kontrahenten gleich. Auch danach setzten die Berliner ihren Gegner um Russlands Olympiasieger Alexander Butko mit harten Aufschlägen unter Druck. Den zweiten Matchball verwandelte Mannschaftskapitän Scott Touzinsky.