Skispringen in Willingen DSV-Team gewinnt nach Abbruch - Freund steht 149 Meter

Severin Freund steht hoch in der Luft, am Ende landet er bei 149 Metern.

(Foto: dpa)

Severin Freund gelingt nach der Vierschanzentournee die Revanche gegen Peter Prevc. Nach dem ersten Durchgang ist wegen des starken Windes in Willingen Schluss.

Die deutschen Skispringer um Weltmeister Severin Freund haben den Team-Wettbewerb beim Weltcup in Willingen gewonnen und kurz vor der Skiflug-WM in Bad Mitterndorf eine starke Leistung abgeliefert.

Das Springen vor 16 000 Zuschauern an der Mühlenkopfschanze musste kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs wegen starker Winde abgebrochen werden, zu diesem Zeitpunkt lag das DSV-Quartett die Winzigkeit von 0,6 Punkten vor Norwegen. Hinter Deutschland (538,6 Punkte) und den Skandinaviern (538,0) kam Österreich auf Platz drei, Slowenien um Verschanzentournee-Sieger Peter Prevc wurde nur Vierter (487,3). Überragender Mann war der Tournee-Zweite Freund, der als letzter Springer des ersten Durchgangs auf die Tagesbestweite von 149,0 m flog, das DSV-Team damit an die Spitze sprang und nur drei Meter unter dem Schanzenrekord blieb. Prevc zeigte mit 124,0 m einen für seine Verhältnisse außergewöhnlich schwachen Sprung.

Neben Freund sprangen für Deutschland Andreas Wank (Hinterzarten/127,5), Andreas Wellinger (Ruhpolding/131,5) und Richard Freitag (Aue/141,0). In der gleichen Besetzung hatte Deutschland das bislang einzige Teamspringen der laufenden Saison Ende November in Klingenthal gewonnen. Bei der Skiflug-WM, die am kommenden Freitag in Bad Mitterndorf am Kulm beginnt, steht der Team-Wettbewerb am dritten und letzten Wettkampf-Tag (18. Januar) an. In Willingen wird am Sonntag (15.45 Uhr/ARD und Eurosport) der letzte Einzel-Weltcup vor der WM ausgetragen, außer Freund sind sieben deutsche Springer am Start.