Schach-WM Finale im Tiebreak

Das Dutzend ist voll: Nach zwölf Partien zwischen Magnus Carlsen (li.) und Sergej Karakin steht immer noch kein Sieger fest.

(Foto: Peter Foley/dpa)

Weltmeister Carlsen und Herausforderer Karjakin beenden auch die zwölfte Runde mit einem Remis.

Die Schach-WM zwischen dem norwegischen Titelverteidiger Magnus Carlsen und dem russischen Herausforderer Sergei Karjakin wird im Tiebreak entschieden. Nach nur 35 Minuten einigten sich die beiden Kontrahenten in der letzten regulären Partie im Schnelldurchgang auf ein Remis. Nach zwölf Runden steht es nun 6:6. Carlsen und Karjakin gingen in der zwölften Partie jeweils kein Risiko ein. Der Weltmeister aus Norwegen wählte die Spanische Partie und legte es von Beginn darauf an, den Tiebreak zu forcieren. Karjakin reagierte mit der soliden Berliner Verteidigung. Carlsen wählte eine bekannte Variante, die nach dem Abtausch aller Figuren schnurstracks ins Remis führt, das nach nur 30 Zügen besiegelt wurde. Offensichtlich verspricht sich der Weltmeister, der nun seinen dritten WM-Titel gewinnen kann, im Tiebreak die besseren Chancen. Er geht als Favorit ins Rennen, denn er gilt auch als bester Spieler der Welt bei Partien mit verkürzter Bedenkzeit. Der Tiebreak findet am Mittwoch statt. Es beginnt mit vier Partien mit einer Bedenkzeit von 25 Minuten. Wenn es danach immer noch remis steht, folgen zwei Partien mit einer Bedenkzeit von fünf Minuten. Falls es nach fünf solcher Serien keinen Weltmeister gibt, entscheidet eine Sudden-Death-Partie. Weiß erhält fünf Minuten Bedenkzeit, Schwarz vier Minuten. Gewinnt Weiß nicht, ist Schwarz Weltmeister.