Nach Klage US-Fußballverband verbietet Kindern Kopfbälle

  • Der Fußballverband der USA verbietet jungen Kindern, Kopfbälle zu spielen.
  • Mit dem Verbot reagiert der Verband auf eine Klage.
  • Eine Studie bestätigt, dass Fußball Gehirnerschütterungen verursachen kann.

Der Fußballverband der USA (USSF) sorgt sich um seine Jugend: Am Montag kündigte der Verband an, dass er Spielern, die zehn Jahre und jünger sind, verbieten wird, Kopfbälle zu machen. Im Alter zwischen 11 und 13 Jahren sollen die Spieler wenigstens während des Trainings den Kopfball unterlassen. Die neue Regel ist für alle Jugendnationalmannschaften sowie alle Nachwuchsmannschaften der amerikanischen MLS-Clubs verpflichtend.

Die USSF reagiert damit auf eine Klage, die im vergangenen Jahr von Fußballspielern und von Eltern amerikanischer Nachwuchsspieler gemeinsam beim Weltverband Fifa eingereicht wurde. Die Kläger forderten den Verband dazu auf, die Anzahl der Ballkontakte mit dem Kopf für alle Spieler unter 17 Jahren zu beschränken. "Es gibt eine sehr hohe Anzahl von Gehirnerschütterungen auf allen Leveln des Fußballs rund um den Globus", steht in der Anklage geschrieben. "Sowohl bei Erstligaspielern als auch bei Kindern, die zum ersten Mal spielen."

Fußball verursacht Gehirnerschütterungen

Eine amerikanische Studie hat diese These erst kürzlich unterstützt. Unter neun untersuchten US-Kindersportarten (Baseball, Basketball, American Fotoball, Fußball, Ringen, Volleyball, Frauenfußball, Softball und Frauenbasketball) ist Fußball bei den Mädchen der zweitgrößte Verursacher für Gehirnerschütterungen. Bei den Jungen ist es immerhin der fünftgrößte.

Allerdings ist der direkte Kontakt mit dem Ball nicht das größte Problem. Nur 4,7 Prozent der Jungen und nur 8,2 Prozent der Mädchen erlitten demnach bei einem normalen Kopfball eine Gehirnerschütterung. Gefährlich wird es meist erst, wenn es zum Kontakt mit einem Gegenspieler in der Luft kommt, oder aber der Aufprall auf dem Boden nicht abgefangen wird. 30,6 Prozent der Jungen erlitten hierbei eine Gehirnerschütterung, bei den Mädchen sind es 25,3 Prozent.