Fußball Lohnzettel von Bayern-Profi aufgetaucht

Medhi Benatias Gehalt ist kein Geheimnis mehr.

(Foto: AFP)

Das Dokument über Medhi Benatia gibt einige Vertrags-Details wieder. ARD und ZDF werden die Handball-WM im kommenden Jahr wohl nicht übertragen. Der deutsche Handballbund kündigt Spiele im Freien an.

Fußball, FC Bayern: Die Münchner Polizei ermittelt in einem Fall, der Fußball-Profi Medhi Benatia (28) vom Rekordmeister Bayern München betrifft. Die Untersuchungen befassen sich mit einem möglichen Verstoß gegen das Datenschutzgesetz, bestätigte Polizeisprecher Oliver Timper. Demnach ist eine Lohnabrechnung des marokkanischen Verteidigers über soziale Medien an die Öffentlichkeit gelangt.

Eine unbekannte Person soll über WhatsApp ein Bild des Gehaltszettels verschickt haben, auf dem weitere sensible Daten Benatias zu sehen sind. Wie genau die Person an die Lohnabrechnung gelangt sei, ist laut Timper noch nicht aufgeklärt. Nach Informationen der Sport Bild war das vertrauliche Dokument in einem Fahrzeug liegend abfotografiert worden. Benatia soll demnach bis zu sechs Millionen Euro pro Jahr verdienen.

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Handball, TV-Übertragung: Nach dem deutschen Vorrundensieg gegen Schweden bei der Handball-EM haben ARD und ZDF erneut darauf hingewiesen, bei der nächsten WM 2017 wohl keine Live-Spiele zeigen zu können. Demnach sehen sich die beiden öffentlich-rechtlichen Sender nicht in der Lage, die technischen Forderungen von Rechteinhaber beIN Sports aus Katar umsetzen zu können. Die Agentur fordert, dass nur Sender mit einer verschlüsselten Satellitenausstrahlung die Weltmeisterschaft im kommenden Januar in Frankreich live ausstrahlen dürfen. "Das bedeutet, dass über 18 Millionen Satelliten-Haushalte, das sind fast die Hälfte aller TV-Haushalte in Deutschland, die Handball-Übertragungen nicht empfangen könnten. Für ARD/ZDF ist damit nach aktuellem Stand keine umfassende Live-Berichterstattung von der Handball-WM 2017 vorstellbar", hieß es am Dienstag in einer ZDF-Erklärung. Bereits im vergangenen Jahr hatte es keine bewegten Bilder von der WM in Katar im Free-TV gegeben. Nach gescheiterten Verhandlungen mit mehreren deutschen Medien-Unternehmen hatte sich Sky die deutschen Rechte gesichert und die Spiele im Pay-TV für seine Kunden gezeigt. Rechteinhaber beIN Sports ist eine Tochtergesellschaft des katarischen TV-Imperiums Al Jazeera. Die Internationale Handball-Föderation (IHF) hatte die weltweiten TV-Rechte für die Rekordsumme von rund 80 Millionen Euro verkauft. Der Kontrakt umfasst je zwei Weltmeisterschaften bei den Männern sowie bei den Frauen (2015 und 2017). Die Frauen-WM in Dänemark im vergangen Dezember war nicht im deutschen Fernsehen gezeigt worden.

Handball, Bundesliga: DHB-Präsident Andreas Michelmann will den Handball in Deutschland gelegentlich aus der Halle holen. Auch Bundesligaspiele könnten demnach durchaus unter freiem Himmel stattfinden, beispielsweise "im Stuttgarter Schlosspark, vor dem Berliner Hauptbahnhof oder in einem Tennis-Stadion", sagte Michelmann im Gespräch mit Sport Bild. Seine verrückteste Idee sei "ein Spiel vor dem Brandenburger Tor". Darüber hinaus kann sich der im September ins Amt gewählte Michelmann vorstellen, den früheren Weltmeister Heiner Brand trotz aller Differenzen mit Vizepräsident Bob Hanning wieder in die Arbeit des Deutschen Handballbundes einzubeziehen. "Ich würde mich freuen, wenn sich Heiner Brand wieder einbringt", sagte der DHB-Chef: "Aus der ganzen Sache muss die Konfrontation raus. Ich hoffe, dass es bald zu einem klärenden Gespräch kommt."

Leichtathletik, Marathon: Langstreckenläufer Gabius plant seinen ersten Start beim London-Marathon. Der 34-Jährige will im Hinblick auf Olympia am 24. April an dem traditionsreichen Frühjahrsrennen in der britischen Hauptstadt teilnehmen. Im Herbst hatte der "Leichtathlet des Jahres" in Frankfurt/Main den deutschen Rekord auf 2:08:33 Stunden verbessert. "Die Zeit zwischen Frankfurt und Rio im August ist sehr lang. Ich denke, es ist besser für mich, noch einen Marathon zu laufen", sagte Gabius am Dienstag dem Leichtathletik-Portal laufen.de. "Wichtig ist mir in meinem dritten Marathon, internationale Konkurrenz und eine gute Wettkampfsituation zu haben." Derzeit bringt sich der Athlet vom LT Haspa Marathon Hamburg im Trainingscamp in Iten/Kenia in Form. Gabius hat die DLV-Norm für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (2:12:15 Stunden) bisher als einziger Marathonläufer erfüllt. In London trifft der deutsche Meister auf hochkarätige Konkurrenz: Am Start sind unter anderen Weltrekordler Dennis Kimetto (2:02:57) und dessen kenianischer Landsmann Wilson Kipsang (2:03:23). Auch Vorjahressieger Eliud Kipchoge aus Kenia und der Äthiopier Kenenisa Bekele nehmen die klassischen 42,195 Kilometer in Angriff.

Fußball, Schalke 04: Der Fußball-Bundesligist muss lange auf Benedikt Höwedes verzichten. Nach einer weiteren Untersuchung gehe der Club von einer Pause von bis zu zwölf Wochen aus, teilte Manager Horst Heldt nach dem 0:1 der Königsblauen im Testspiel bei Arminia Bielefeld am Montag auf dem Twitter-Account der Schalker mit. Höwedes hatte im ersten Testspiel während des Trainingslagers in den USA einen Muskelfaserriss im hinteren rechten Oberschenkel erlitten.

Die Schalker überlegen sich deswegen noch einen neuen Profi zu verpflichten. "Wir sind sicherlich jetzt am Überlegen, ob wir noch mal nachlegen", sagte Heldt "Benedikt wird eine Menge von Spielen ausfallen."

Fußball, Ungarn: Deutschland bestreitet Informationen der Sport Bild zufolge während seines EM-Trainingslagers in Ascona am 29. Mai ein Länderspiel gegen Ungarn. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wollte am Dienstag aber weder den Termin noch den Gegner offiziell bestätigen. Die EM-Generalprobe soll am 4. Juni gegen einen noch nicht bekannten Gegner stattfinden. Unter anderem sind Griechenland und Armenien als mögliche Kontrahenten im Gespräch. Beide Spiele sollen in Deutschland ausgetragen werden. Trainer der ebenfalls für die EM qualifizierten Ungarn ist der frühere Bundesliga-Profi Bernd Storck. Sein Assistent ist Andreas Möller, Weltmeister von 1990. Der genaue Termin für das Trainingslager der DFB-Auswahl im Tessin steht noch nicht fest.

Fußball, Italien: Als erster Drittligist seit 1984 hat die US Alessandria das Halbfinale im italienischen Fußball-Pokal erreicht. Der Club aus dem Piemont siegte am Montag bei Spezia Calcio 2:1 (0:1) und trifft nun in der Runde der besten Vier auf den früheren Champions-League-Sieger AC Mailand. Dieses Kunststück war letztmals AS Bari vor 32 Jahren gelungen. Einwechselspieler Ricardo Bocalon war mit zwei späten Toren der Matchwinner. In den Runden zuvor hatte Alessandria bereits die Serie-A-Clubs US Palermo und FC Genua ausgeschaltet.

Fußball, Kaiserslautern: Der Weg von Stefan Kuntz beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern ist nach der Saison zu Ende. Wegen offensichtlich unüberbrückbarer Differenzen mit dem Aufsichtsrat hat sich der frühere Nationalspieler mit "seinem" FCK auf eine Auflösung seines eigentlich noch bis Ende 2017 laufenden Vertrages als Vorstandschef geeinigt. "Es gab in letzter Zeit unterschiedliche Auffassungen über die weitere Ausrichtung und die Strategien des Vereins. Und wenn die Strategien des Vorstandsvorsitzenden und des Aufsichtsrates auseinandergehen, ist es wichtig, dass der Verein im Vordergrund steht", sagte Kuntz (53). Ausschlaggebend waren Meinungsverschiedenheiten in der laufenden Transferperiode - Kuntz wollte Spieler holen, der Aufsichtsrat aber kein Geld ausgeben.

"Es geht nur um den 1. FC Kaiserslautern. Der Aufsichtsrat und ich haben diese Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt getroffen, damit genug Zeit bleibt, den Verein personell neu aufzustellen", sagte Kuntz, der auf seiner Abschiedspressekonferenz sehr gefasst wirkte: "Es war eine bewegte Zeit auf dem Betze, die ich nie vergessen werde." Noch vor der offiziellen Bestätigung hatte verschiedene Medien vom Abgang des Klub-Chefs berichtet. "Es ist in den vergangenen Wochen deutlich geworden, dass der Aufsichtsrat des FCK und Stefan Kuntz unterschiedliche Ansichten haben und eine unterschiedliche Strategie verfolgen", äußerte der Aufsichtsratsvorsitzende Nikolai Riesenkampff. Das Aufsichtsorgan wolle lieber "Kräfte sammeln und das Beste aus dem vorhandenen Kader herausholen". Ein Kuntz-Nachfolger werde nun "umgehend" gesucht.

Mitte Dezember hatten die FCK-Mitglieder im Rahmen einer Mammut-Mitgliederversammlung zunächst nur Aufsichtsratsboss Dieter Rombach die Entlastung verweigert. Für Kuntz und das ebenfalls scheidende Vorstandsmitglied Fritz Grünewalt hatten sich aber auch nur 60 Prozent der 1000 anwesenden Mitglieder ausgesprochen.

Schwimmen, Weltrekord: US-Schwimmerin Katie Ledecky hat ihren eigenen Weltrekord über 800 m Freistil unterboten. Bei einem Meeting in Austin/Texas benötigte die 18-Jährige 8:06,86 Minuten und war knapp eine halbe Sekunde schneller als bei ihrem WM-Triumph im Sommer in Kasan/Russland (8:07,39). "Das war großartig", sagte Ledecky: "Es ist immer toll, wenn man von so einer Kulisse wie in Austin gepusht wird." Zweite wurde mit großem Rückstand ihre Landsfrau Becca Mann (8:24,49). Neun der zehn besten Zeiten über 800 m Freistil gehen auf das Konto von Ledecky, auf dieser Strecke Olympiasiegerin von London 2012. Ledecky hält auch die Bestzeiten über 400 und 1500 m Freistil. In Rio könnte Ledecky über 100, 200, 400 und 800 m an den Start gehen.

Fußball, Mainz: Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 muss für das Fehlverhalten der eigenen Fans eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro zahlen. Das entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Vor Beginn des Bundesligaspiels bei Hertha BSC am 20. Dezember 2015 waren im Mainzer Zuschauerblock mehrere Bengalische Feuer gezündet worden, der Anstoß verzögerte sich dadurch um eine Minute. Das Urteil ist rechtskräftig.

Handball, EM: Die Handballer aus Weißrussland und Island haben in Polen für einen Torrekord bei Europameisterschaften gesorgt. Beim 39:38 (17:18)-Erfolg der Weißrussen fielen 77 Treffer - drei mehr als beim bisherigen Rekordspiel zwischen Island und Österreich (37:37) bei der Kontinentalmeisterschaft vor sechs Jahren. Weder den Weißrussen noch den Isländern waren zuvor in einem Pflichtspiel mehr Treffer gelungen. Mit ihren ersten beiden Punkten bei der EM zogen die Weißrussen nach ihrem zweiten Spiel in Gruppe B mit 2:2-Punkten mit Island gleich und wahrten ihre Chance auf einen Platz in der Hauptrunde.

Basketball, NBA: Dirk Nowitzki hat in der Basketball-Profiliga NBA einen Abend zum Vergessen erlebt. Mit den Dallas Mavericks ging der Superstar aus Würzburg bei den San Antonio Spurs mit 83:112 unter und zeigte seine bislang schwächste Saisonleistung. Der 37-Jährige kam auf vier Punkte, nur zwei seiner zehn Würfe aus dem Feld waren erfolgreich, alle drei Dreierversuche gingen daneben. Nowitzki war nach dem Debakel im Texas-Duell enttäuscht, ist mit dem grundsätzlichen Verlauf der Spielzeit aber zufrieden. "Wir sind in einer guten Position", sagte der deutsche Nationalspieler: "Wir hatten einige heftige Niederlagen und schwierige Phasen, aber diese Platzierung hätte uns niemand zugetraut. Vielleicht nicht einmal wir selbst." Dallas ist im Westen mit 22 Siegen und 19 Niederlagen als Sechster auf Play-off-Kurs. "San Antonio kann dich schlecht aussehen lassen", sagte Trainer Rick Carlisle, der das Ende des Spiels nicht an der Seitenlinie erlebte. Der Coach applaudierte den Schiedsrichtern nach einer vermeintlichen Fehlentscheidung Anfang des Schlussviertels höhnisch, bekam sein zweites technisches Foul und musste den Innenraum verlassen

Ski alpin, Flachau: Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg hat nach drei Jahren wieder ein Weltcup-Rennen gewonnen und dem Deutschen Skiverband den ersten Saisonsieg beschert. Die 26-Jährige war beim Riesenslalom in Flachau am Ende fast eine Sekunde schneller als Ana Drev aus Slowenien. Rang drei ging am Sonntag an Federica Brignone aus Italien. Mit dem elften Weltcup-Sieg ihrer Karriere überholte Rebensburg Rosi Mittermaier und liegt nun gemeinsam mit Irene Epple auf Rang fünf der deutschen Bestenliste bei den Damen. Simona Hösl wurde in Österreich 26. und sammelte zum vierten Mal in ihrer Karriere Weltcup-Punkte. Lena Dürr hatte das Finale verpasst.

"Ich bin wirklich mega happy, dass es wieder gereicht hat für einen ersten Platz. Wir haben hart gearbeitet", sagte Rebensburg dem ZDF. "Mein Vorsprung ist auch nicht so schlecht, den nimmt man gerne mit."