Fußball Khedira fehlt im Duell mit dem FC Bayern

Dieses Mal die Adduktoren: Sami Khedira verletzte sich bei Juventus Turin erneut.

(Foto: AP)

Der Weltmeister ist nicht der einzige Profi, auf den Juventus Turin verzichten muss. In Spanien bekommt ein Messi-Treter eine erhebliche Sperre. Basketballer Kobe Bryant rettet mit 38 Punkten den Sieg der Lakers.

Fußball, Sami Khedira: Eine Serie von Verletzungen belastet Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin vor dem Champions-League-Duellen gegen Bayern München im Februar und März. Weltmeister Sami Khedira fällt wegen einer Adduktorenverletzung mindestens drei Wochen lang aus und wird voraussichtlich das Hinspiel gegen die Bayern am 23. Februar verpassen.

Im Rückspiel in München am 16. März soll der defensive Mittelfeldspieler, zuletzt einer der auffälligsten Juve-Profis, seinem Klub hingegen wieder zur Verfügung stehen. Zu den verletzten Spielern zählen auch der ehemalige Münchner Mario Mandzukic, der seit dem 27. Januar pausiert, und Nationalverteidiger Giorgio Chiellini (Zerrung). Wegen eines Faserrisses in der Wade fällt Mandzukic mindestens einen Monat lang aus.

Dem Juve-Lazarett gehören außerdem noch Stürmer Alvaro Morata sowie die Abwehrspieler Patrice Evra und Martin Caceres an. Auch die Bayern haben große Verletzungssorgen - vor allem im Abwehrbereich. Aufgrund der Blessuren von Jerome Boateng und Javi Martínez wurde am Montag kurzfristig noch Ex-Nationalspieler Serdar Tasci auf Leihbasis von Spartak Moskau verpflichtet.

Fußball, Spanien: Nach dem brutalen Foul gegen Lionel Messi ist Atlético Madrids Innenverteidiger Filipe Luis vom spanischen Fußball-Verband RFEF für drei Spiele gesperrt worden. Dies teilte der Verband am Mittwoch mit. Der Brasilianer Luis (30) hatte den 28 Jahre alten Messi im Ligaspiel gegen den FC Barcelona am Samstag (1:2) kurz vor der Halbzeitpause mit gestrecktem Bein am Knie getroffen und war per Roter Karte vom Platz geflogen. Der Verband sprach in seinem Urteil von einem "besonders gravierenden" Foulspiel. Barcas Trainer Luis Enrique hatte sich kurz nach der Partie am Samstag "erschrocken" gezeigt und das "Schlimmste" befürchtet. Der Argentinier Messi blieb bei dem Foul unverletzt und spielte die Partie durch.

Basketball, NBA: Mit einer persönlichen Saisonbestleistung hat Basketballer Kobe Bryant seine Los Angeles Lakers vor einem Negativrekord bewahrt. Beim 119:115-Sieg über die Minnesota Timberwolves erzielte der 37-Jährige am Dienstag 38 Punkte und verhinderte die elfte Niederlage der Kalifornier in Serie. Bislang hat der 16-malige NBA-Champion noch nie in seiner Geschichte so häufig nacheinander verloren. Bryant traf sieben seiner elf Dreipunktwürfe und kam auf jeweils fünf Rebounds und Assists. In der letzten Saison des Flügelspielers liegen die Lakers mit nur zehn Siegen aus 51 Partien fernab der Playoffplätze in der Western Conference.

Handball, Fernsehen: Die ARD erhofft sich in den zähen Verhandlungen um Live-Bilder von der Handball-WM 2017 in Frankreich Unterstützung durch die Politik. Wie der öffentlich-rechtliche TV-Sender am Dienstag mitteilte, fordert das Erste mit Blick auf die WM die Aufnahme von Handball in die Free-TV-Liste der Großereignisse im Rundfunkstaatsvertrag. Damit wäre eine Grundversorgung für den Zuschauer mutmaßlich gewährleistet. Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF konnten sich bislang nicht mit Rechteinhaber beIN aus Katar einigen, der auf eine Verschlüsselung via Satellit besteht. Demnach dürfen nur Sender mit einer verschlüsselten Satellitenausstrahlung das Turnier live zeigen. Diese Forderung betrifft grundsätzlich auch die anderen frei empfangbaren Sender in Deutschland, die wie ARD und ZDF unverschlüsselt über Satellit ausstrahlen.

Ein positives Signal erhielt die ARD vonseiten der saarländischen CDU-Landtagsfraktion. Es bestehe im Rundfunkstaatsvertrag die Möglichkeit, die Übertragung von zumindest Spielen der Handball-WM im Free-TV gesetzlich vorzuschreiben. "Auch wenn man mit diesem Instrument der Übertragung von Großereignissen zurückhaltend umgehen sollte, erscheint es mir angemessen und notwendig, eine Teilberichterstattung rechtlich zu gewährleisten", sagte der medienpolitische Sprecher Uwe Conradt. Viertelfinale, Halbfinale und Endspiel der Handball-WM sollten im Free-TV übertragen werden müssen, wenn eine deutsche Beteiligung vorliege, so Conradt.

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Fußball, Eintracht Frankfurt: Dem Wechsel von Änis Ben-Hatira (27) von Hertha BSC zum Ligarivalen Eintracht Frankfurt ist eine "Rauferei" mit Mannschaftskollege Mitchell Weiser (21) vorausgegangen. "Ich habe etwas getan, was nicht in Ordnung war und nicht mehr zu korrigieren ist", sagte Ben-Hatira am Dienstag bei seiner Vorstellung in Frankfurt: "Ich habe mich entschuldigt."

Der Zwischenfall hatte sich im Hertha-Mannschaftsbus bei der Rückfahrt nach dem Spiel bei Werder Bremen am vergangenen Wochenende (3:3) ereignet. Die Hertha zog laut Stellungnahme des Vereins "die entsprechenden Konsequenzen", die Eintracht griff kurz vor dem Ende der Transferperiode zu.

"Änis Ben-Hatira und sein Berater haben uns aufgeklärt, dass es zu einer Rauferei gekommen ist", sagte Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner: "Jeder, der mal Fußball gespielt hat, weiß, dass das mal vorkommen kann. Änis hat sich entschuldigt. Wir wissen um seinen Charakter und dass es eine Ausnahmesituation war."

Ben-Hatira zeigte sich reumütig. "Es ist leider passiert und ich kann es nicht mehr ändern. Aber es wird von meiner Seite nicht mehr vorkommen", sagte er während der Pressekonferenz und führte aus: "Ich hatte natürlich auch die Möglichkeit, bei der Hertha zu bleiben. Aber die Chance in Frankfurt hat sich ergeben, das war für mich ein großes Glück, das ich wahrnehmen durfte."

Fußball, FC Bayern: Mario Götze hat auf dem Weg zu seinem Comeback beim FC Bayern München einen wichtigen Schritt gemacht. Nach fast vier Monaten Pause wegen seiner schweren Adduktorenverletzungen nahm der Fußball-Nationalspieler am Montag erstmals wieder am Mannschaftstraining Teil. Nach Club-Angaben zog er die "komplette, rund einstündige Einheit mit Torschussübungen und Trainingsspiel ohne Probleme durch".

Franck Ribéry und Medhi Benatia lägen nach Muskelverletzungen "voll im Plan und werden ebenfalls in absehbarer Zeit zurückkehren", hieß es auf der Internetseite des Vereins. Die zuletzt verletzten Rafinha und Juan Bernat standen bereits am Sonntag beim 2:0 gegen Hoffenheim wieder im Kader. Bernat kam in den Schlussminuten auch zum Einsatz.

Fußball, Bundesliga: Der FC Augsburg muss lange auf Mittelfeldspieler Daniel Baier verzichten. Der Leistungsträger wird wegen eines Haarrisses im Sprunggelenk "die nächsten Wochen" fehlen, wie der Fußball-Bundesligist am Dienstag bekanntgab. Der Stammspieler und Dauerläufer im defensiven Mittelfeld droht damit unter anderem auch für die K.o.-Duelle in der Europa League mit dem FC Liverpool auszufallen.

Die Partien gegen das Team um Trainer Jürgen Klopp steigen am 18. Februar in Augsburg und eine Woche später in England. Der 31-Jährige werde nicht operiert, sondern konservativ behandelt, hieß es. Wie lange Baier fehlen wird, hänge vom Heilungsverlauf ab. Der Routinier litt schon seit einiger Zeit an Sprunggelenkproblemen, beim 0:0 am Samstag gegen Frankfurt musste er nach einer Halbzeit ausgewechselt werden.