FC Bayern München Baumjohann kommt, Sagnol geht

Kurz vor dem Beginn der Rückrunde vermeldet der FC Bayern zwei weitere Personalien. Sagnol wird Manager in Monaco - und hinterlässt eine Lücke.

Von A. Burkert / C. Kneer

Nach der erwartbaren Personalie Lukas Podolski, der also im Sommer endlich wieder nach Köln ziehen darf, hat der FC Bayern weitere Routineentscheidungen zu vermelden. So sind sich die Münchner jetzt einig geworden mit dem Mönchengladbacher Mittelfeldspieler Alexander Baumjohann, der seit Dezember als Zugang gehandelt wurde. "Er hat noch nicht unterschrieben, aber er hat uns mitgeteilt, dass er sich für den FCBayern entschieden hat", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der SZ. Baumjohann, der an diesem Freitag seinen 22. Geburtstag feiert, stand in der Hinrunde sechs Mal in der Startelf der Borussia, er wechselt ablösefrei.

Endgültig Klarheit besteht nun auch im Falle Willy Sagnols: Der französische Rechtsverteidiger, seit Sommer 2000 im Verein, beendet seine Karriere und wird offenbar bereits zur kommenden Saison Manager des Erstligisten AS Monaco - von den Monegassen war er vor gut acht Jahren nach München gewechselt. "Ich habe Willy am Mittwoch getroffen, und er sagt: ,Es hat keinen Sinn mehr.' Denn egal, wie und was er trainiert, der Willy hat leider Schmerzen an seiner Achillessehne", sagte Rummenigge, "deshalb müssen wir nun alle Verständnis haben, wenn ein Spieler uns sagt: ,Ich höre auf.'"

Sagnols Verbleib im Metier begrüßt Rummenigge, "Willy hat die Fähigkeiten dafür". Nach der Auflösung seines bis 2010 gültigen Vertrages, die in diesen Tagen vorgenommen wird, will sich Sagnol auf einer Pressekonferenz verabschieden und in die Heimat zurückkehren. Sagnol, der in der Nähe von Monaco ein Haus besitzt, spielte 184 Mal für Bayern in der Bundesliga (und dreimal in der Regionalliga); in der französischen Équipe Tricolore kam der WM-Teilnehmer von 2006 auf 56 Einsätze. Für die Nationalelf stand er auch zuletzt auf dem Rasen, beim 1:4 im Juni im EM-Viertelfinale gegen die Niederlande.

Somit werden sich die Bayern wohl zum Sommer nach einem neuen Mann für ihre rechte Abwehrseite umschauen müssen. Denn dort gilt Christian Lell, 24, eher als Ergänzungsspieler, und der vom AC Mailand bis Saisonende ausgeliehene Italiener Massimo Oddo, 32, drängte sich bisher für ein anschließendes Kaufgeschäft nicht auf. "Wir müssen uns da bis zum 31. März entscheiden, wie es weiter geht", sagt Rummenigge, "bis Mitte März werden wir Klarheit bei Massimo haben."

Weitaus schneller vollzieht sich der Abschied des argentinischen Nationalspielers José Ernesto Sosa: Bei dem Mittelfeldspieler kommt nun offenbar das angestrebte Ausleihgeschäft zustande: Der italienische Erstligist US Palermo, momentan Tabellenachter in der Serie A, hat Interesse an einem Engagement des 23-Jährigen, der 2007 für eine Ablöse von rund zehn Millionen Euro kam.

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