England Fünf von 16

Liverpools Gala gegen Spartak Moskau beschert der Premier League eine Höchstmarke: Alle fünf Klubs stehen im Achtelfinale.

Jürgen Klopp war der historische Rekord für den englischen Klubfußball egal: "Ehrlich gesagt, es könnte mich nicht weniger interessieren", sagte der Trainer des FC Liverpool nach dem 7:0-Schützenfest gegen Spartak Moskau, durch das erstmals fünf Teams aus einem Land das Achtelfinale der Champions League erreicht hatten. Vor Liverpool waren aus der neureichen englischen Premier League bereits frühzeitig Manchester City, Manchester United sowie die Londoner Spitzenklubs FC Chelsea und Tottenham Hotspur weitergekommen. "Das liegt an der Qualität", sagte Klopp, "es ist eine Tatsache: Der englische Fußball ist spitzenmäßig." Auch Antonio Conte, Coach von Meister Chelsea, hatte betont: "Das zeigt, wie hoch das Niveau in der Premier League ist."

Liverpool, das sich in den Playoffs gegen die TSG Hoffenheim qualifiziert hatte, schloss die Gruppenphase gegen Spartak Moskau furios ab: "Deshalb hat man Jürgen Klopp nach Anfield geholt", schwärmte die Daily Mail, "solange der Deutsche bleibt, gibt es Hoffnung, dass an der Merseyside etwas Besonderes entsteht." Klopp war nach dem 7:0 wenig zurückhaltend und mutmaßte, sein spektakuläres Angriffsquartett - Philippe Coutinho (drei Tore gegen Moskau), Roberto Firmino, Sadio Mané und Mohamed Salah - werde in der Champions League "weiterhin Angst und Schrecken verbreiten". Bereits in Maribor hatte Liverpool zuvor 7:0 gewonnen.

Die fünf englischen Achtelfinalisten wurden deshalb ermöglicht, weil sich ManUnited durch den Gewinn der Europa League im vergangenen Mai ein zusätzliches Startrecht erkämpft hatte.