DSV-Springer bei Vierschanzentournee "In Ordnung, aber nicht supergeil"

Richard Freitag: Noch nicht ganz zufrieden

(Foto: Bongarts/Getty Images)
  • Das Debakel von Oberstdorf ist noch nicht überwunden, doch in Garmisch-Partenkirchen zeigen die deutschen Skispringer in der Qualifikation bessere Leistungen.
  • Richard Freitag ist noch nicht ganz zufrieden.
  • Für Erstaunen sorgt diesmal ein Norweger.

Sieben von 13

Sieben von 13 deutschen Skispringern haben sich das Ticket für das Neujahrsspringen der 63. Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen gesichert. In der Qualifikation auf der Olympiaschanze zeigte Richard Freitag (Aue/125,4 Punkte) vor dem Wettkampf am Donnerstag (14.00 Uhr/ARD) mit seinem Sprung auf 129,5 Meter und Platz fünf die beste Leistung der DSV-Mannschaft.

"Das war ganz in Ordnung, aber nicht supergeil. Da sollten wir ansetzen. Es muss morgen noch ein bisschen weitergehen, dann schauen wir mal", sagte Freitag in der ARD: "Ich muss jetzt über längere Zeit die Form und die gute Laune beibehalten."

Schnell weg aus Oberstdorf

Vor dem Auftakt der Vierschanzentournee waren die Hoffnungen der deutschen Springer berechtigt groß. Die Dimension der Niederlage ist deshalb eine besondere. Nun muss wohl die Psychologie helfen. Kommentar von Volker Kreisl mehr ... Kommentar

Auch Freund in Top Ten

Der als Mitfavorit gestartete Severin Freund zeigte nach seinem enttäuschenden 13. Platz zum Auftakt in Oberstdorf bei guten Bedingungen einen soliden Sprung auf 134,5 m. Das bedeutete für den 26-Jährigen mit 124,1 Punkten den sechsten Rang.

Die stärkste Vorstellung bot am Silvestertag überraschend der ehemalige Tournee-Sieger Anders Jacobsen aus Norwegen (139,5 m/135,0 Punkte), der den Schanzenrekord um nur vier Meter verpasste und die Prämie von 2000 Euro für die Tagesbestleistung kassierte. Rang zwei belegte der Japaner Noriaki Kasai (130,8) vor dem Slowenen Peter Prevc (126,9).

Eisenbichler enttäuscht

Zudem konnten sich aus der deutschen Mannschaft Marinus Kraus (Oberaudorf/106,0), Michael Neumayer (Oberstdorf/106,9), Andreas Wank (Hinterzarten/100,3), Stephan Leyhe (Willingen/99,1) und Daniel Wenig (Berchtesgaden/102,4) über den Sprung in den Wettkampf freuen. Die Qualifikation verpassten hingegen überraschend Markus Eisenbichler (Siegsdorf/89,2) sowie Karl Geiger (Oberstdorf/89,5), Sebastian Bradatsch (Ruhla/62,5), Paul Winter (Willingen/88,5), Martin Hamann (Aue/63,1) und Tim Fuchs (Degenfeld/51,7)

Die K.o.-Duelle mit deutscher Beteiligung im Überblick:

Marinus Kraus (Oberaudorf) - Kento Sakuyama (Japan)

Lauri Asikainen (Finnland) - Michael Neumayer (Oberstdorf)

Daniel Wenig (Berchtesgaden) - Jan Matura (Tschechien)

Andreas Wank (Hinterzarten) - Dawid Kubacki (Polen)

Stephan Leyhe (Willingen) - Matjaz Pungertar (Slowenien)

Jarkko Määttä (Finnland) - Severin Freund (Rastbüchl)

Ronan Lamy Chappuis (Frankreich) - Richard Freitag (Aue)