Biathlon Peiffer gibt Entwarnung

Noch einmal Glück gehabt: Arnd Peiffer scheint seinen Sturz beim Biathlon in Presque Isle ohne langfristige Schädigung überstanden zu haben.

(Foto: Christian Manzoni/dpa)

"Ich hatte noch Glück im Unglück": Arnd Peiffer prallt beim Weltcup in Presque Isle gegen einen Baum. Sein WM-Einsatz ist fraglich.

Nach seinem schweren Sturz im Weltcup hat Biathlet Arnd Peiffer Entwarnung gegeben. "Man könnte sagen, ich hatte noch Glück im Unglück", schrieb der Staffel-Weltmeister am Samstag auf Facebook. Der 27-Jährige hatte tags zuvor in der Weltcup-Verfolgung von Presque Isle (USA) eine mittelschwere Gehirnerschütterung, Prellungen im Brustbereich und Schürfwunden im Gesicht erlitten. Aber er kam noch glimpflich davon.

"Die Röntgen- und CT-Untersuchungen im Krankenhaus haben keine Brüche oder Hirnblutungen ergeben", teilte Peiffer mit. Zunächst hatte der dramatische Unfall Schlimmeres befürchten lassen. "Derzeit hüte ich das Bett und drücke unseren Teams von hier aus die Daumen", schrieb der Harzer weiter. Er fehlt am Samstag in der Staffel der Männer (20.20 Uhr/ARD und Eurosport).

Der Weltverband zieht keine Konsequenzen

Peiffer war am Freitag in der Schlussrunde in einer Abfahrt auf einer Eisplatte ausgerutscht und kopfüber gegen einen Baum geprallt. Er war anschließend ins Krankenhaus gebracht worden und dort mehrere Stunden untersucht worden. Am späten Abend konnte er dann ins Mannschaftshotel zurückkehren. Ob und wie fit er bei der WM in gut drei Wochen in Oslo sein wird, ist derzeit noch unklar. "Stand heute gehen wir davon aus, dass er am Montag mit der Mannschaft nach Hause fliegen kann", teilte Mannschaftsarzt Klaus Marquardt mit. "Die medizinische Versorgung vor Ort war erstklassig. Arnd braucht jetzt ein paar Tage Ruhe."

Der Biathlon-Weltverband IBU wird derweil nach dem Sturz keine gravierenden Änderungen vornehmen. "Natürlich werden wir die gemachte Erfahrung für die weiteren Wettkampftage bestmöglich berücksichtigen. Grundsätzlich völlig ausschließen kann man Stürze jedoch nie, da diese aus den unterschiedlichsten Gründen passieren können", teilte IBU-Generalsekretärin Nicole Resch der Deutschen Presse-Agentur am Samstag mit.