Biathlon Gössner lächelt wieder

Miriam Gössner: Läuferisch top in Antholz

(Foto: AFP)

Beim Sprint in Antholz landet die Biathletin als beste Deutsche auf Rang zehn. Peter Stöger bindet sich an den 1. FC Köln. Eintracht Frankfurt muss beim Hessenderby in Darmstadt ohne Fans auskommen.

Biathlon, Antholz: Ohne Vorzeigeläuferin Laura Dahlmeier haben die deutschen Biathletinnen beim Weltcup in Antholz das Podium klar verfehlt. Im Sprint über 7,5 km lief Miriam Gössner (Garmisch) nach drei Schießfehlern als beste Deutsche auf den zehnten Platz. Den Sieg sicherte sich die fehlerfreie Russin Olga Podschufarowa vor der Italienerin Dorothea Wierer (+8,0 Sekunden/1) und ihrer ebenfalls fehlerfreien Landsfrau Jekaterina Jurlowa (+22,1). Gössner hatte im Ziel 40,1 Sekunden Rückstand auf die Siegerin. "Die beiden Fehler müssen nicht sein, das ist zu viel. Mit dem Fehler stehend muss ich leben", sagte Gössner. Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) schoss zweimal daneben und landete nur auf dem 19. Rang, Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld/50.) und Vanessa Hinz (Schliersee/70.) verpassten die Punkteränge.

Die 22-jährige Dahlmeier (Partenkirchen), die in diesem Winter bereits vier Weltcupsiege feierte, musste ebenso wie Teamkollegin Maren Hammerschmidt (Winterberg) wegen eines Infekts pausieren. Damit verpasst das Duo auch die Verfolgung am Samstag. Noch ist unklar, ob Dahlmeier und Hammerschmidt am Sonntag in der Staffel an den Start gehen können. Fortgesetzt wird der Weltcup in Südtirol am Freitag (14.30 Uhr/ARD) mit dem Sprint der Männer. Am Wochenende stehen außerdem die Verfolgungsrennen und die Teamwettbewerbe auf dem Programm.

Stahlhart mit Schnauzbart

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Eintracht Frankfurt: Nach den Fanausschreitungen beim Hinspiel darf Eintracht Frankfurt zum zweiten Hessen-Derby bei Darmstadt 98 keine eigenen Anhänger mitbringen. Außerdem muss auch im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart der Frankfurter Fanblock leerbleiben. Zu dieser drastischen Strafe wurde der Bundesligist am Donnerstag vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verurteilt. Eintracht-Fans hatten nach Niederlagen im Pokal bei Erzgebirge Aue und im Punktspiel gegen Darmstadt randaliert. Der Verein gilt als Wiederholungstäter. Das Urteil ist nach DFB-Angaben bereits rechtskräftig, die Frankfurter haben ihm zugestimmt.

Fußball, 1. FC Köln: Der Fußball-Bundesligist hat den Vertrag mit Trainer Peter Stöger vorzeitig bis 2020 verlängert. Wie die Rheinländer am Donnerstag in Köln mitteilten, wurde die Zusammenarbeit mit dem 49 Jahre alten Österreicher um drei weitere Jahre ausgedehnt. Ursprünglich war der Vertrag bis 2017 datiert. "Mit Peter Stöger haben wir den optimalen Trainer für den FC - das ist unsere tiefe Überzeugung. Wir arbeiten gut und erfolgreich zusammen", sagte Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke am Donnerstag in einer FC-Mitteilung. "Es passt alles, deshalb musste ich nicht lange nachdenken. Ich fühle mich ausgesprochen wohl in einem tollen Club und in einer großartigen Stadt", erklärte Stöger, der den dreimaligen deutschen Meister im Sommer 2013 in der 2. Liga übernahm und ihn in seiner ersten Saison zurück in die Bundesliga führte. Nach der Hinrunde der laufenden Saison liegen die Kölner mit 24 Zählern auf dem neunten Tabellenplatz.

Football, NFL: Kathryn Smith hat als erste Frau einen Vollzeit-Trainervertrag in der US-amerikanischen Football-Liga NFL erhalten und gehört damit zur kommenden Saison zum Trainer-Team der Buffalo Bills. "Sie verdient diese Beförderung natürlich wegen ihres Wissens und ihres starken Engagement", so Bulls-Cheftrainer Rex Ryan in einer Mitteilung des Vereins. "Sie hat bewiesen, dass sie für den nächsten Schritt bereit ist, daher bin ich aufgeregt und stolz, dass sie diese Gelegenheit bekommt", so Ryan weiter.

Fußball, Italien: Miroslav Klose von Lazio Rom hat für seine Vorstellung beim 0:1 (0:0) im Pokal-Viertelfinale gegen Juventus Turin heftige Kritik in den Medien einstecken müssen. Die Gazzetta dello Sport gab ihm die schlechteste Note unter den Spielern beider Mannschaften. "Klose wandelt ziellos auf der Suche nach einer nützlichen Aktion. Beim Serie-A-Spiel gegen den FC Bologna schien er wie neugeboren, doch es war eine Illusion", schrieb die Gazzetta. Für Klose, der in der 82. Minute ausgewechselt wurde, war es der erste Einsatz von Beginn an seit Mitte Dezember. Der 37-Jährige wartet weiter auf sein erstes Saisontor für seinen Klub. Lazio hatte im vergangenen Jahr das Pokalfinale erreicht. "Klose hat sich verloren. Vor dem Juve-Tor lässt er sich praktisch nie blicken. Er wird zu spät von Stefano Pioli ausgewechselt", urteilte der Corriere dello Sport. Klose gab sich kämpferisch: "Wir haben zu große Angst. Wir müssen mehr Risiken eingehen und mehr Torgelegenheiten aufbauen." Seine Torflaute sieht der WM-Rekord-Torschütze betrachtet er nicht als Problem. "Wichtig ist für mich, wieder die Form zurückzufinden. Ich fühle mich gut", betonte Klose. Aufseiten von Juve wurde Weltmeister Sami Khedira geschont.

Bundesliga: Der HSV muss nach Becher-Würfen seiner Fans auf Ersatzspieler von Bayer Leverkusen eine Geldstrafe in Höhe von 55 000 Euro bezahlen. Dieses Urteil fällte das Sportgericht des DFB. Das Gremium bezog in die Strafe auch noch eine zweite unsportliche Handlung mit ein: In der Bundesliga-Partie beim SV Darmstadt 98 am 7. November hatten HSV-Fans Pyrotechnik gezündet und in den Innenraum geworfen, so dass sich der Anpfiff um etwa zwei Minuten verzögerte. Im HSV-Spiel gegen Leverkusen am 17. Oktober mahnte der Stadionsprecher die Becherwerfer. Dennoch flogen weiter Gegenstände in Richtung der Bayer-Profis am Spielfeldrand, so dass die beiden Teams die Aufwärmbereiche tauschten. 12 000 Euro Geldstrafe muss der VfL Wolfsburg bezahlen, weil seine Anhänger ebenfalls in Darmstadt (24. Oktober) Nebeltöpfe zündeten. Auch hier verschob sich wegen starker Rauchentwicklung der Beginn des Spiels. Beide Vereine haben den Urteilen zugestimmt, sie sind somit rechtskräftig.

Fußball, Real Madrid: Bayern München hat vehement einen Bericht dementiert, demzufolge er bei der Transfersperre gegen Real und Atlético Madrid die Fäden gezogen haben soll. "Der FC Bayern spielt hier überhaupt keine Rolle. Das Gerücht ist eine Lüge. Zwischen dem FC Bayern und Real Madrid besteht bekanntermaßen ein sehr gutes Verhältnis", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge dem SID am Mittwoch. Ein entsprechendes Gerücht hatte die spanische Tageszeitung Sport gestreut, die traditionell dem FC Barcelona nahe steht - mit Bezug auf Informationen aus dem Umfeld des Erzrivalen Real Madrid. Die Disziplinarkommission des Weltverbandes hatte Real und Atlético mit einem Transferverbot für die kommenden beiden Wechselperioden und somit für ein Jahr belegt. Grund sind diverse Verstöße gegen die Transferbestimmungen bei minderjährigen Spielern.

Holger Badstuber stellt sich derweil auf ein schwieriges Spiel zum Rückrunden-Auftakt beim HSV ein. "Wir wissen, dass es nicht mehr der HSV der letzten Jahre ist, sie haben aufgeholt und haben Selbstvertrauen", wurde der 26-Jährige zwei Tage vor dem Spiel am Freitag (20.30 Uhr/Liveticker SZ.de) auf der Website seines Vereins zitiert. "In Hamburg ist es nie so einfach: Super Stadion, super Stimmung, sie sind heiß. Wir wissen alle, was auf uns zukommt." Beide Teams starten mit Dämpfern in die Rückrunde: Während die Münchner ihren einzigen Test beim Karlsruher SC knapp mit 1:2 verloren, kassierten die Hanseaten in der Vorbereitung gar drei Niederlagen..

Fußball, FC Bayern: FC-Bayern-Spieler Thomas Müller (26) ist bei den Frauen in Deutschland der beliebteste Fußballprofi. 18 Prozent der Befragten kürten den Weltmeister zu ihrem Lieblingsspieler, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins Frau im Spiegel ergab. Auf Rang zwei (16 Prozent) landete Vorjahressieger Manuel Neuer (29), der besonders bei den jüngeren Frauen punkten konnte. Mit jeweils acht Prozent folgen Mats Hummels (27), Bastian Schweinsteiger (31) und Philipp Lahm (32) auf dem dritten Platz. Müller sei authentisch, frech und intelligent, erklärte Sky-Moderatorin Jessica Kastrop dem Magazin. "Und sehr wichtig: Er ist solide und bodenständig." Über Bayern-Profi Neuer, aktueller "Welttorhüter des Jahres", sagte Kastrop: "Er befriedigt die Sehnsüchte vieler Menschen: Dass man einen großen Rückhalt im Leben hat! Wenn Neuer im Tor steht, fühlt man sich sicher."

Fußball, Barcelona: Lionel Messi wird am 31. Mai in Barcelona wegen des Verdachts des Steuerbetrugs vor Gericht gestellt. Wie die Justiz in der katalanischen Metropole am Mittwoch bekanntgab, soll der Prozess gegen den Weltfußballer und dessen Vater Jorge Horácio Messi bis zum 3. Juni dauern. Messi und seinem Vater wird zur Last gelegt, in den Jahren 2007, 2008 und 2009 das Finanzamt um 4,1 Millionen Euro an Steuern betrogen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte dafür plädiert, das Verfahren gegen den Fußballer einzustellen, weil dieser sich nicht um finanzielle Dinge gekümmert und sich in steuerlichen Fragen nicht ausgekannt habe. Die Behörde hatte nur dem Vater den Prozess machen wollen. Der zuständige Ermittlungsrichter setzte sich jedoch über die Position der Staatsanwaltschaft hinweg. Die Anwälte des Finanzamts forderten für Messi und seinen Vater je 22 Monate Haft. Der Vater hatte allerdings in seiner Vernehmung durch den Ermittlungsrichter alle Verantwortung für die steuerlichen Angelegenheiten seines Sohnes auf sich genommen.