Der gefallene Star spricht. Der von einer Rotlicht-Affäre verfolgte Franck Ribéry preist per Interview immer wieder seinen FC Bayern - und am Rande auch seine Ehefrau.
Es gibt in diesen Tagen zwei Fußballer, die auf dem Boulevard zur Attraktion geworden sind. Der eine, Lothar Matthäus, ist als deutscher Alt-Weltmeister allenfalls noch beim Prominenten-Kick zu sehen, und macht sich durch die öffentliche Trennung von seiner vierten Frau zum Gespött der Leute.
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Franck Ribéry versucht den kontrollierten Befreiungsschlag via "Bild"-Zeitung. (© AFP)
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Der andere ist Frank Ribéry, aktiver französischer Nationalspieler und Stürmer des FC Bayern München, der durch eine Rotlicht-Affäre von sich reden macht. Weil er im vorigen Jahr Sex mit einer damals minderjährigen Prostituierten namens Zahia Dehar hatte, ermittelt die Staatsanwaltschat in Paris. Ribéry musste ein langes Verhör über sich ergehen lassen. In München prüft die Staatanwaltschaft, ob sie Ermittlungen einleiten soll.
In einer solchen Situation hilft nur eins: Der kontrollierte Befreiungsschlag. Während Matthäus in der Presse seine verletzten Gefühle beim Betrachten jener Fotos offenbarte, die seine Noch-Ehefrau beim Schmusen mit dem Italiener Matteo zeigen, bestellte sich Franck Ribéry einen Reporter von Bild ins Trentino nach Riva del Garda, wo der Viel-Verletzte nach einer Leisten-Operation an seiner Genesung arbeitet.
Sein Interview ist ein einziger Schrei nach Hilfe, eine Beschwörung an sein Umfeld, ihn nicht fallen zu lassen. Er macht sich Mut, aber man spürt den Zweifel, ob das reicht. "Es gibt Momente im Leben, die bedrückend und belastend sind. Dieser Moment gehört sicherlich dazu. Ich muss diesen Tiefpunkt jetzt überstehen", erklärt Monsieur und fährt fort: "Ich bin nun mal ein Spieler, der sehr stark in der Öffentlichkeit steht, über den alles berichtet wird, den jeder kennt." Es sei nicht immer leicht, "diesen Druck zu managen".
Druck zu managen? Affäre zu managen? Das klingt nach der Sprache der Technokraten, nicht nach der aktiver Leistungssportler, aber vielleicht ist Ribéry ja auch schlecht übersetzt worden. Jedenfalls gibt er zu Protokoll, keine Angst um seine Zukunft, um seine Karriere zu haben, "auch nach dem Tag vor Gericht in Paris nicht". Denn: "Ich habe mir nichts bewusst zu Schulden kommen lassen." Die Betonung liegt hier auf dem Wörtchen "bewusst".
Ja, klar, der von der Justiz, anstatt von Fußballverteidigern verfolgte Stürmer möchte bald viele "tolle Dribblings" zeigen, Tore schießen und das Bayern-Trikot so richtig durchschwitzen. Aber da ist ja noch der Fall des Escort-Girls.
"Meine Familie ist für mich da. Besonders meiner Frau möchte ich danken", erklärt Ribéry, wobei fraglich ist, ob die sich für alles bedankt, was der Mann ihr da so öffentlich vorsetzt. Irgendwann später im Bild-Interview deklamiert Ribéry: "Das Wichtigste für mich ist der Fußball. Ich will wieder Spaß daran haben und mich nur noch darauf konzentrieren können." Sobald er die ganze Bayern-Mannschaft wieder um sich herum habe, "kann ich wieder richtig glücklich sein".
Kein Wunder, dass der Franzose dem FC Bayern überschwänglich dankt: "Auch der Verein stand und steht uneingeschränkt hinter mir. Das werde ich Bayern München nie vergessen." Und: "So einen Klub hatte ich noch nie. Auch Bayern München ist für mich eine Familie, die mich auffängt." Der Klub schickte extra einen Fitness-Trainer und einen Physiotherapeuten nach an den Gardasee, damit Ribéry zum Saisonstart wieder fit ist.
Der Interviewte gibt in Bild zum Schluss noch mal bekannt, eine wirklich große Saison spielen zu wollen, und natürlich bleibe der Triumph in der Champions League sein großes Ziel. Dass Trainer Louis van Gaal süffisant beklagt hat, er habe den großen Ribéry noch nie spielen sehen, nimmt der Spieler als Aufforderung an, extrem hart zu arbeiten.
Vielleicht schaut ja Lothar Matthäus auch noch mal im Trentino vorbei - und die beiden tauschen sich über Fußball und Frauen aus.
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(sueddeutsche.de/grc)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Dass Herr Ribéry (wie vermutliche viele andere Mitglieder der ballführenden Zunft) seinen kleinen Franck nicht immer unter Kontrolle hat, und ihn gelegentlich ungünstig platziert, ist doch im Grunde völlig wurscht. Geht uns auch alle nix an. Viel schlimmer finde ich jedoch, die Art uns Weise, wie er jetzt damit umgeht: Er ruft im Urlaub die Bild an, um sich dort auszuheulen und erzählt dann allen Ernstes: "Ich habe mir nichts bewusst zur Schuld kommen lassen." Der Herr leidet offenbar unter einer schweren, schweren Wahrnehmungsstörung! www.11spielerfrauen.de/?p=1114
denk' ich an den 'Fall Ribéry' fällt mir ein alter Song von Udo Lindenberg ein, darin geht es auch um einen Fußballer und bestimmte Damen, die ihm irgendwas nahmen...
Ich stelle mir gerade vor, der FC Bayern spielt bei St. Pauli *grins*
...die hier meinen, Ribery hätte mit einer Minderjährigen rumgemacht, "die seine Tochter" sein könnte, sollen sich erstmal ein Bild der Dame anschauen. Da hätte der Fronck im Übrigen schon als Achtjähriger bei der Sache sein müssen. Die Sache ist erheblich aufgebauscht...
Gruß Balldieb
meine Güte was soll das Theater denn? Ich dachte solche kulturell wichtige Themen haben BZ und Konsorten exklusiv im Programm!
Mmmh,da hat ein bekannter Fußballer mit einer jungen Dame,die wohl zu dem Zeitpunkt etwas älter rüberkam als im Pass steht ( ups,das ist ja ein völlig neues Phänomen!!) evtl. den Beischlaf vollzogen, toll ?? Sie hat scheints gelogen,er vielleicht nicht gefragt,und nun? Diese Situation ist bestimmt ein absolutes Novum. Meine Güte,keiner ist schwanger oder verletzt worden,also laßt es doch gut sein...
Soweit man weiß haben der FCB doch auch bis in die 80`er rein ein nettes Etablissement nahe Frankfurt bei Auswärtsspielen mit dem kompletten Tross regelmäßig besucht...da hat auch keiner in der damaligen Medienlandschaft ausgeschrien!!
Also, Augen auf bei der Jobauswahl
... schreibt die SZ von der BILD ab.
Seien Sie anspruchsvoll!!
Und lesen Sie doch gleich das Original
Paging