1. FC Nürnberg Köllner liegt wach

Der Club-Trainer tüftelt vor dem Montags-Heimspiel gegen den FC St. Pauli an der Aufstellung. Auf Patrick Kammerbauer muss er in jedem Fall verzichten: Der Mittelfeldspieler fehlt nach einer Blinddarm-Operation zwei bis drei Wochen.

Die Vorbereitung und die Trainingsleistung seiner Spieler verfolgten Nürnbergs Trainer Michael Köllner bis ins Bett. "Vorgestern habe ich eine Stunde schlecht geschlafen. Nachts bin ich wach geworden, weil wir so überragend trainiert haben, dass ich nicht wusste, wen ich aus dem Kader streichen soll", sagte Köllner bei der Pressekonferenz vor dem Zweitliga-Spiel gegen den FC St. Pauli an diesem Montag (20.30 Uhr) über seine Fußballer. Angesichts des Überangebots an motivierten und engagierten Profis stellte der Trainer fest: "Wir haben viele Optionen. Jeder Spieler ist topfit."

Zumindest jeder Spieler, der derzeit mittrainiert. Verzichten muss der 47 Jahre alte Köllner neben den Langzeitverletzten Dennis Lippert und Sebastian Kerk auf Patrick Kammerbauer nach einer Blinddarm-Operation. Der Mittelfeldspieler falle "auf jeden Fall zwei, drei Wochen aus", sagte Köllner. "Das ist bitter." Auch Enis Alushi, der sich bei der Nationalmannschaft des Kosovo das Bein verdrehte, sowie der erkrankte Isländer Rurik Gislason fehlen im Heimspiel. Dafür kann Zugang Tobias Werner auf sein Nürnberg-Debüt hoffen.

Nachdem der Club mit einem Remis gegen Union Berlin und einer Niederlage bei Erzgebirge Aue zuletzt den Kontakt an die Spitzenplätze etwas verlor, soll vor erwarteten 26 000 Zuschauern unter Flutlicht wieder ein Sieg gelingen. Doch Köllner hat Respekt vor den Gästen aus Hamburg. "Pauli kommt mit großem Selbstbewusstsein. Sie haben einen starken Stamm", erklärte der Oberpfälzer. Auch sein eigenes Team habe die Länderspielpause aber bestens genutzt. "Wir haben uns in den zwei Wochen sehr gut vorbereitet und ein paar Dinge nachjustiert", verkündete Köllner und forderte: "Wir müssen ein starkes Spiel liefern."