Pyramiden Gizeh

Sie ist die größte, älteste des Ensembles: die Große Pyramide von Gizeh am Rande des heutigen Kairo, auch genannt Cheops-Pyramide. Um etwa 2560 v. Chr. fertiggestellt, ist sie das älteste der sieben Weltwunder und das einzige, das von ihnen übrig blieb - und sie war mehr als 3800 Jahre das größte von Menschen geschaffene Bauwerk der Erde, rund 5,9 Millionen Tonnen Stein wurden in ihr verbaut. Nun, genug der Superlative: Ganz so viele Arbeiter, wie man früher meinte, waren wohl nicht eingesetzt. Heute glauben viele Ägyptologen, dass nur zwischen 7000 und 10.000 Menschen über einen Zeitraum von zehn bis zwanzig Jahren am Bau schufteten. Immerhin, sagen sie, waren es keine Sklaven, sondern Lohnarbeiter. Wobei die strenge Interpretation dieses Begriffs in einem System, an dessen Spitze eine menschgewordene Gottheit stand, eher irrelevant sein dürfte. Man wurde wahrscheinlich nicht lang gefragt, ob man Lust zum Mitmachen hätte.

Dabei ist die Cheops-Pyramide nur eine unter vielen in den gewaltigen Pyramidenfeldern, die im Lauf des Alten und Mittleren Reiches entlang des Nils errichtet wurden. Fast 140 hat man bis heute gefunden. Nur: Geschützt haben die mächtigen Steinhaufen die Grabbeilagen der ägyptischen Gottkönige leider nicht - jedes einzelne Pyramidengrab wurde geplündert, von Grabräubern, später, während des sogenannten Neuen Reichs, vom Staat selbst. Die Pyramiden haben Ägypten viel gekostet: Ressourcen, vor allem menschliche. Dafür brachten sie: Ruhm für alle Ewigkeit. Außer man glaubt Roland Emmerichs Film Stargate: Dann haben sowieso Aliens die Pyramiden erbaut.

Petra Steinberger

Bild: iStockphoto

20. Januar 2013, 11:35 2013-01-20 11:35:13

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