Die sich häufenden Laser-Attacken gegen Piloten sind keine Dumme-Jungen-Streiche. Wer erwischt wird, riskiert eine hohe Haftstrafe.

"Wie einen Blitz" müsse man sich einen Laserstrahl vorstellen, der frontal auf ein Flugzeugcockpit gerichtet wird, erklärt Jörg Handwerg von der Pilotenvereinigung Cockpit. Seit Monaten häufen sich Vorfälle auf deutschen Flughäfen, bei denen landende Flugzeuge mit sogenannten Laserpointern angestrahlt werden.

Laser-Attacken gegen Piloten häufen sich, dpa

Gefährliche Irritationen: Der Landeanflug ist eine der heikelsten Situation beim Flug. (© Foto: dpa)

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Gerade in der Nacht, wenn die Pupillen des Piloten stark erweitert sind, sei dies lebensgefährlich. "Man sieht erstmal nichts mehr", sagt Handwerg, "wie wenn man in einem abgedunkelten Raum sitzt, in dem plötzlich das Licht angemacht wird." Im Cockpit kann dies fatale Folgen haben.

"In den vergangenen Wochen häuften sich die Vorfälle", bestätigt auch Kristina Kelek, Sprecherin der Deutschen Flugsicherung. "Wir bewerten das als sehr gefährlich."

Ihr seien Meldungen über Blendversuche aus Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und Saarbrücken bekannt. Die Piloten melden den Vorfall in der Regel den Fluglotsen, diese schalten die Polizei ein. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung analysiert derzeit einen Fall, bei dem es zu einer "Störung" kam, teilte der Leiter Ulf Kramer mit. Genauere Angaben wollte er nicht machen.

Dummejungenstreich oder schwere Straftat? "Das ist vergleichbar mit den Steinewerfern von Brücken", sagt Kelek. Laut Strafgesetzbuch handelt es sich bei den Laser-Attacken um gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr, die laut Paragraf 315 des Strafgesetzbuchs mit bis zu zehn Jahren Haft geahndet werden können.

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