Im Nordosten von Indien Jesus und ein Hindi-Gott

Die britischen Kolonialherrscher haben viele Missionare mitgebracht, Kirchen gebaut - und 1898 in Shillong auch einen Golfplatz. Nahe Shillong liegen Attraktionen wie die Elephant-Wasserfälle und die heiligen Haine der Khasi sowie der von Kiefern umsäumte Umiam-See mit Hotels, die Boots- und Tauchtouren anbieten.

Am Weg parken drei bunt bemalte Lastwagen: Einer mit Jesus über dem Frontfenster, einer mit einem Hindu-Gott und der dritte mit einem Hahn, das Symbol für Khasi-Riten. Im kleinen Meghalaya leben nur drei Millionen Menschen. Etwa 86 Prozent sind Adivasi, wie sich die indigene Bevölkerung nennt, die wichtigsten Stämme Khasi und Garo.

Doch nicht nur Naturliebhaber zieht es nach Meghalaya: Sportliche Urlauber reizen die vielen Tropfsteinhöhlen in Meghalaya. Veranstalter organisieren Caving-Touren mit Klettern, Kriechen, Waten, Floßfahrt.

Wissenschaftler aus Deutschland entdecken hier häufig neue unterirdische Gänge und Grotten. Experten der "Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten" in Baden-Württemberg waren schon oft im "Land der Wolken", wie Meghalaya auch heißt, und gehen von über 1200 Höhlen in der Region aus. In vielen leben Fledermäuse, riesige Spinnen, Krebse und blinde Fische. Die längsten unterirdischen Räume - viele von Flüssen durchströmt - messen gut 20 Kilometer.

Informationen:

Meghalaya im Nordosten Indiens ist so groß wie Hessen und einer der kleinsten Bundesstaaten des Subkontinents. Das gebirgige Land mit vielen grünen Hügeln, Weiden und Flüssen wird im Norden und Osten vom Bundesstaat Assam begrenzt, im Süden und Westen von Bangladesch.

Anreise: Mehrere Fluggesellschaften bieten von deutschen Städten aus regelmäßig Flüge nach Kalkutta. Von dort geht es mehrmals täglich nach Guwahati. Für Indien muss in Deutschland ein Visum beantragt werden, ebenso bei der Einreise über Land.

Klima und Reisezeit: Am besten von Oktober bis November und von März bis Juni. Im Winter kann es sehr kühl werden. Im Sommer regnet es kräftig. Je näher die Reise an der zu Ende gegangenen Regenzeit liegt, desto faszinierender sind die Eindrücke von Pflanzen, Flüssen und Wasserfällen.

Währung: Ein Euro entspricht 70,3 Indischen Rupien (Stand: Juni 2012)

Weitere Informationen: India Tourism, Baseler Straße 48, 60329 Frankfurt, Tel.: 069/242 94 90, Website: http://www.india-tourism.de