Golfstaat KatarUnter Reichen

Katar? Ja, schon mal gehört. Reiche Scheichs und viel Glitzer, das verbinden die meisten Menschen mit dem winzigen Land auf der Arabischen Halbinsel. Auf Touristen wartet in Katar aber eher ein italienisches Portofino als ein amerikanisches Las Vegas - ein Italien mitten in einer Geröllwüste.

Katar? Ja, schon mal gehört. Reiche Scheichs und viel Glitzer, das verbinden die meisten Menschen mit dem winzigen Land auf der Arabischen Halbinsel. Auf Touristen wartet in Katar aber eher ein italienisches Portofino als ein amerikanisches Las Vegas - ein Italien mitten in einer Geröllwüste.

Baukräne, Zementmischer und Presslufthämmer spielen in Doha eine Symphonie des Fortschritts. Die Hauptstadt des Kleinstaats Katar am Arabischen (Persischen) Golf dröhnt, fasziniert und vibriert. Das kleine Emirat ist aber mehr als Zukunftsmusik, denn Katar hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wirtschaftlichen und politischen Regionalmacht entwickelt. Doha will kein neues Dubai sein, denn Dubai gilt hier als protzig, quietschbunt, kulturverloren. Doha fühlt sich eher an wie Portofino. Doha ist schon längst ein klassisches Stopover-Ziel auf dem Weg in Richtung Südostasien und Australien. Der ohnehin schon große Flughafen mit fast 15 Millionen Passagieren jährlich wird durch die starke Expansion der einheimischen Fluglinie Qatar Airways zu einem globalen Mega-Drehkreuz ausgebaut. Bis 2015 soll die Kapazität des Flughafens nach Angaben der Airline auf 50 Millionen Passagiere ausgeweitet werden. 60 Prozent des neuen Flughafens entstehen auf einem künstlich aufgeschütteten Baugrund im Arabischen Golf.

Funkelnde Glitzerwelt: Auch zu Doha gehören die Hochhäuser.

Bild: Andreas Sträter, dpa-tmn 14. November 2012, 13:092012-11-14 13:09:50 © Süddeutsche.de/ Andreas Sträter, dpa/dgr